Niederländische Regierung erwägt Verbo t von Geert Wilders Film über den Koran
Von: Sven Konietzko (groups@sven.konietzko.net) [Profil]
Datum: 04.03.2008 12:49
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Gefunden bei RIA Novosti: DEN HAAG, 03. März (RIA Nowosti). Das niederländische Kabinett prüft Möglichkeiten zur Einleitung rechtlicher Schritte mit dem Ziel des Verbots des kritischen Films über den Koran im niederländischen Fernsehen, der vom Chef der rechtspopulistischen Volkspartei für Freiheit und Demokratie (VVD) und Parlamentsabgeordneten Geert Wilders stammt. Das schreibt die Holländische Zeitung "Telegraaf" am Montag. Wilders, der für seine kritischen Äußerungen im Zusammenhang mit dem Islam bekannt ist, will erreichen, dass der Film im März oder April im niederländischen Fernsehen gezeigt wird. Nach Rechtsauffassung von durch die Regierung hinzugezogenen Juristen, kann ein Gerichtsverfahren gegen die Ausstrahlung des Films erfolgreich geführt werden. Sie verweisen in ihrer Begründung für das Verbot auf die Gefahr für die niederländischen Staatsbürger und Unternehmen im Ausland sowie auf die Gefährdung der Sicherheit des Staates und der öffentlichen Ordnung. Das niederländische Kabinett befürchtet den Ausbruch von Massenprotesten in islamischen Ländern, Angriffe auf holländische Soldaten insbesondere in Afghanistan sowie mögliche Unruhen in den Niederlanden selbst. In der vergangenen Woche äußerte der Generalsekretär der NATO Jaap De Hoop Scheffer die Befürchtung, dass mit der Ausstrahlung des Films seiner Meinung nach die Truppen in Afghanistan in Gefahr gebracht werden würden. Ebenfalls in der vergangenen Woche teilte der niederländische Minister für Zusammenarbeit und Entwicklung, Bert Koenders, mit, dass Informationen über die Gefährdung der Sicherheit seiner Person beim in Somalia geplanten Besuch aufgrund der von Wilders geplanten Ausstrahlung seines Films vorlägen. In Pakistan und Afghanistan fanden bereits Demonstrationen und Proteste gegen die Pläne von Wilders statt. In der Regierung der Niederlande ist die Meinung hinsichtlich der Notwendigkeit eines Verbots des Films geteilt. Die Partei Christlich-Demokratischer Apell (CDA) unter Führung des niederländischen Premierministers, Jan Peter Balkenende, neigt dazu, ein Verbot des Films zu fordern. Balkenende teilte zu einem früheren Zeitpunkt jedoch mit, dass es keinerlei Möglichkeiten zum Verbot des Films gäbe. Die zweite große Volkspartei der Regierungskoalition, die Partei der Arbeit (PvdA), unter Führung des stellvertretenden Ministerpräsidenten und Finanzministers Wouter Bos, hält ein Verbot für nicht zweckdienlich und verweist auf die Meinungsfreiheit. Der niederländische Außenminister, Maxime Verhagen, sowie Vertreter aus Wirtschaftskreisen des Landes forderten von Wilders, auf das Zeigen des Films zu verzichten. Laut einer öffentlichen Meinungsumfrage stimmen 44 Prozent der Niederländer der Absicht Wilders zu, den kritischen Film über den Koran im Fernsehen zu zeigen. 45 Prozent sind dagegen. 90 Prozent der Mitglieder der Volkspartei für Freiheit und Demokratie unterstützen die Pläne ihres Parteichefs Wilders in Bezug auf den Film. Die VVD hat neun der insgesamt 150 Abgeordnetensitze im Unterhaus der Generalversammlung des niederländischen Parlaments inne. Quelle: http://de.rian.ru/world/20080303/100519718.html Fup2 de.soc.weltanschauung.islam -- Sven Konietzko ICQ: 45571052 YIM: maniac_sven[ Auf dieses Posting antworten ]
