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Re: [Heise] Telepolis-Forumsteilnehmer muss sich vor Gericht verantworten

Von: Herbert Huber (herbert.huber@ebe-online.de) [Profil]
Datum: 22.02.2003 17:38
Message-ID: <3e57a687.1491095@news.t-online.de>
Newsgroup: de.soc.zensur
On Sat, 22 Feb 2003 15:51:24 +0100, Bodo Thiesen <bothie@gmx.de>
wrote:

>Herbert Huber schrieb:
>
>> On Fri, 21 Feb 2003 21:25:58 +0100, Bodo Thiesen <bothie@gmx.de>
>> wrote:
>

>>>Es gibt immer irgendwelche Spinner, die Unsinn erzählen. Ich bin auch
>>>nicht der Meinung, Deutschland hätte Polen "überfallen"
>> ??? Wer hat dann Polen überfallen?
>
>Das würde ich auch mal gerne wissen.
>
>Ich weiß, daß Deutschland Polen angegriffen hat. Aber Angriff !=
Überfall,
>schau mal im Lexikon nach. ;-)
Habe ich gemacht und zitiere nur den Anfang:

deutscher Überfall auf Polen 1939
Seit der im Versailler Vertrag festgelegten Grenzregelung zwischen
Polen und Deutschland war das Verhältnis der beiden Nachbarn ständig
gespannt. Keine Regierung der Weimarer Republik war bereit gewesen,
die neuen Ostgrenzen anzuerkennen. Hitler dagegen überraschte ein Jahr
nach der Machtübertragung die Öffentlichkeit mit dem Abschluss des
deutsch-polnischen Nichtangriffspaktes (26. Januar 1934). Er
beabsichtigte, mit diesem Vertrag seine Friedensbereitschaft zu
beweisen und das polnische Bündnis mit Frankreich zu lockern.
Deutschlands weitgehende außenpolitische Isolierung war damit
durchbrochen worden. ....
(c) Bibliographisches Institut & F.A. Brockhaus AG, 1999

>> 1.9. 1939 Das Reich eröffnet um 4 Uhr 45 ohne Kriegserklärung den
>> krieg gegen polen.
>
><ZITAT>
>So gilt denn heute in der Sprachregelung der Publizisten und Politiker das
>Geschehen vom 1.9.1939 als der deutsche Überfall auf Polen. Unter einem
>Überfall versteht man eine arglistige Gewaltaktion gegen einen ebenso
>unvorbereiteten wie unschuldigen Nachbarn. [...] Jedem Gegner, der gar als
>Sieger [gemeint sind die Alliierten] aus einem solchen Konflikt
>hervorgegangen ist, kann man es nicht verübeln, wenn er nachträglich die
>historischen Entwicklungen zu seinem Gunsten interpretiert oder gar
>umfälscht. Doch einmalig in der Weltgeschichte ist, daß auch die
Politiker
>und die allermeisten Publizisten der besiegten Nation sich auf die Seite
>der Sieger stellen, und diese in ihrer selbstgerechten
>Geschichtsdarstellung noch überbieten. [...]
>        Tatsächlich wurde hiernach eine sehr aktive diplomatische Offensive
>eingeleitet, an der sich nicht nur das Auswärtige Amt beteiligte. Göring
>schaltete den schwedischen Industriellen Dahlerus ein, und ebenso
>beteiligte sich der Leiter des deutschen Nachrichtendienstes in London,
>Fritz Hesse, welcher als Nichtparteigenossen Ansehen genoß, an diesen
>Aktionen. Hitler unterbreitete England am 25.8.1939 ein großzügiges
>Angebot, in dem er den Bestand des britischen Weltreiches garantierte. Der
>britische Berlinbotschafter Henderson überbrachte voller Hoffnung dieses
>Angebot seiner Regierung, wurde aber unverständlicherweise drei Tage in
>London zurrückgehalten. Als erste Reaktion hierauf erweiterte London die
>Garantie an Polen auch für den Fall einer indirekten Bedrohung. Henderson
>kehrte am Abend des 28.8. mit einer Antwort nach Berlin zurrück. In dieser
>Antwort stellte London eine Verhandlungsbereitschaft Polens in Aussicht.
>        Hitler übermittelte unverzüglich die Verhandlungsangebote mit
Polen
>nach London; London empfahl hierüber direkt mit Polen zu verhandeln. Polen
>hatte jedoch nach erhalt der erweiterten britischen Garantie am 29. August
>die Generalmobilmachung angeordnet. Nach einer Völkerrechtsdiskussion von
>1892 ist eine Generalmobilmachung einer Kriegserklärung gleichzusetzen.
>[...]
></ZITAT>
>
>Quelle:
>
>Verlag: Grabert
>Titel:  Hinter den Kulissen der Politik - Was die Deutschen nicht wissen
>        sollen
>Autor:  Hand Werner Woltersdorf
>ISBN:   3-87847-167-X
Na ja (ohne das ich jetzt alles oben gelesen hätte), der Grabert ist
ein bekannter Nazi. Oder täusche ich mich? Vergleiche dagegen mein
Zitat aus dem brockhaus (s.o.)
deutscher Überfall auf Polen 1939
(c) Bibliographisches Institut & F.A. Brockhaus AG, 1999
und dazu
Deutscher Überfall auf die Sowjetunion 1941
Im Frühjahr 1941 waren Hitlers Pläne gescheitert, Großbritannien
ähnlich schnell wie Frankreich zu besiegen; der Luftkrieg über England
musste beendet werden. Nachdem Verhandlungen über einen Beitritt der
Sowjetunion zum Dreimächtepakt im November 1940 ergebnislos verlaufen
waren, gab Hitler Ende Dezember konkrete Weisungen an das Oberkommando
der Wehrmacht, den Feldzug gegen die UdSSR unter dem Decknamen »Fall
Barbarossa« für das Frühjahr 1941 vorzubereiten.
(c) Bibliographisches Institut & F.A. Brockhaus AG, 1999
--
Tschau, servus, bye
Herbert
www.gavagai.de



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