Re: Steuererhoehung
Von: Ralf . K u s m i e r z (me@privacy.invalid) [Profil]
Datum: 07.11.2009 08:51
Message-ID: <7lkn7iF3e61bcU1@mid.uni-berlin.de>
Newsgroup: de.soc.wirtschaft
Datum: 07.11.2009 08:51
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X-No-Archive: Yes begin quoting, Ingo Heinscher schrieb: >> Die Konkurrenz sorgt von alleine für einen ständigen Druck in Richtung >> Produktivitätssteigerung. Auch ohne Lohnerhöhungen. > Und das führt dann zu Entlassungen, weil die selbe Gütermenge mit > weniger Leuten produziert werden können. De facto ist das so. Es müßte aber nicht so sein: Die verringerte Beschäftigung könnte und sollte statt dessen durch Arbeitszeitverkürzung aufgefangen werden. Wenn teilzeitbeschäftigung aus betrieblichen Gründen nicht funktioniert, dann ließe sich das beispielweise auch durch verlängerte Urlaubszeiten oder eine allgemeine Verkürzung der Lebensarbeitszeit durch einen vorgezogenen Rentenbeginn erreichen. > Was tun wir mit der freigesetzten Arbeitskraft? Hey! Freizeit! > Du wirst nun sagen, wir denken uns was neues aus. Oder wir stellen mal das ganze Paradigma in Frage. In einer Welt, in der an allen Ecken und Enden Mangel an Gütern herrscht (und sei es auch "nur", weil die Bedürftigen kein Geld haben, um sie zu kaufen), kann es doch wohl kaum überflüssige Arbeitskraft geben. In Wahrheit muß ganz dringend /mehr/ gearbeitet werden: mehr an "unproduktiven" Tätigkeiten wie medizinischen und Pflegeleistungen, Straßenbau und anderen Staatsaufgaben, deren "Erzeugnisse" man mangels kaufkräftiger Nachfrage nicht vermarkten kann, die aber von den "Verbrauchern" gleichwohl dringend benötigt werden, und mehr an Konsumgütern, um diese Mehrarbeit den Arbeitenden wenigstens teilweise bezahlen zu können (was bedeutet, daß die Werktätigen dann effektiv für zehn Arbeitsstunden den Gegenwert von zwei oder drei Arbeitsstunden als individuelle Verbrauchsgüter erhalten, der Rest ist "Staatsquote" (die ihnen natürlich in Form von Infrastruktur, medizinischen Leistungen usw. indirekt auch wieder zugute kommt)). > Ja, klar, aber das > kauft keiner, weil nämlich die Leute in ihrer Summe weniger Geld haben > als vor der Produktivitätssteigerung - die, die noch im Job sind, > haben genausoviel, die Entlassenen gar nichts mehr. Was also ist zu ändern? Richtig: die ungerechte Verteilung der Arbeit und der Löhne. Gruß aus Bremen Ralf -- R60: Substantive werden groß geschrieben. Grammatische Schreibweisen: adressiert Appell asynchron Atmosphäre Autor bißchen Ellipse Emission gesamt hältst Immission interessiert korreliert korrigiert Laie nämlich offiziell parallel reell Satellit Standard Stegreif voraus[ Auf dieses Posting antworten ]
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- Ingo Heinscher (07.11.2009 09:13)
