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Alte Wunden

Von: Marcus Hammerschmitt (moisson@gmx.de) [Profil]
Datum: 25.02.2007 21:41
Message-ID: <s2t3u2dk9d87u2dme351jscrq5f57vsqcs@4ax.com>
Newsgroup: de.soc.weltanschauung.misc
Das Mountain-Meadows-Massaker und der "Gottesstaat" USA

Demnächst kommt der Film "September Dawn" in die amerikanischen Kinos.
Er erzählt von einem Stück US-Geschichte, das in Europa nahezu
unbekannt sein dürfte, aber in den USA bis heute für heftige
Diskussionen sorgt.

Was gehört in Deutschland zum historischen Bild von den USA? Es sind
ein paar Stichworte, im Nu aufgezählt: Vietnam, Kennedy, Omaha Beach,
Roosevelt, die Indianerkriege, Little Big Horn und Wounded Knee, der
Goldrausch und der Wilde Westen, der Unabhängigkeitskrieg, die Boston
Tea Party, die Mayflower. Das Mountain-Meadows-Massaker gehört sicher
nicht zu diesen paar Punkten, und das ist auch verständlich, ist es
doch an weltgeschichtlicher Bedeutung mit dem, "was man von den USA so
weiß" nicht zu vergleichen. Andererseits könnte es dem deutschen Blick
auf die US-Geschichte ein paar interessante Facetten hinzufügen.

Die böse Geschichte spielt im Jahr 1857. Sie gehört in den Kontext des
sogenannten Utah-Krieges, der wiederum als kleineres, regionales
Vorspiel zum sich entwickelnden großen Bürgerkrieg von 1861 bis 1865
gesehen werden kann. Der mit knapper Mehrheit gewählte demokratische
Präsident Buchanan stand unter Legitimierungsdruck und war bestrebt,
seine Präsidentschaft durch die Demonstration von Entschlossenheit zu
stabilisieren. Eine dankbare Gelegenheit dazu boten die Verhältnisse
in Utah.

Eine durchaus militante Sekte

Utah war zu diesem Zeitpunkt noch kein ordentlicher Bundesstaat,
sondern nur ein "Territorium" der USA. Man hatte bereits mehrere
Anläufe unternommen das zu ändern auch wenn die mormonische
Bevölkerungsmehrheit gemischte Gefühle zu dieser Frage hegte. 1850 war
Utah unter die Aufsicht eines US-Gouverneurs gestellt worden. Das traf
nicht auf Widerstand, weil der Gouverneur Brigham Young nicht nur
Mormone war, sondern der unumstrittene Führer der Mormonen in dieser
Zeit.

Mehr unter:

http://www.heise.de/tp/r4/artikel/24/24644/1.html

Viele Grüße,

M. Hammerschmitt

http://www.cityinfonetz.de/homepages/hammerschmitt/high.html
http://www.cityinfonetz.de/homepages/hammerschmitt/low_linkskurve.html

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