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"Ein Kreuzritter ohne Kreuz"

Von: Don Diego (zorro@de.la.vega) [Profil]
Datum: 24.10.2009 16:01
Message-ID: <hbv1bo$uc2$1@news.eternal-september.org>
Newsgroup: de.soc.weltanschauung.christentum
"Ein Kreuzritter ohne Kreuz", titelte die Zeitung Vatan.
Und in der Tat: Noch kurz vor der Landung hatte der Papst im
Flugzeug das Kreuz sichtbar um den Hals getragen (r.).
http://www.pi-news.net/2006/11/papst-benedikt-xvi-in-der-tuerkei-
kreuzritter-ohne-kreuz/
-
Ein Gebinde in den türkischen, nicht den vatikanischen Staatsfarben,
weiße und rote Blüten - durchzogen von einem Namensband mit der
schlichten Inschrift: Papa Benedikt XVI. - Der Mann des Kreuzes ist
gekommen, ohne ein Kreuz zu zeigen, jubeln die Tageszeitungen.
Benedikt hatte im langen weißen Wintermantel das Flugzeug
verlassen. Wohl nicht nur der Tagestemperatur wegen.
Das erste Bild von ihm also ein "neutrales". mehr:
http://blog.kath.de/kaltefleiter/2006/12/05/nach-der-reise-in-die-turkei-2
-
Das Kirchenoberhaupt habe beim Besuch des Mausoleums von
Staatsgründer Kemal Atatürk sein Kreuz unter dem Gewand versteckt,
hoben Tageszeitungen mit Hinweis auf die laizistische Staatsräson hervor.
http://www.phoenix.de/109904.htm
-
Christen in der Türkei
Goldenes Kreuz unter der Bluse
www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,437512,00.html
-
Kreuz in Kirche für Hochzeitsszene versteckt
Beim Dreh einer Trauungsszene für die britische TV-Serie Coronation
Street wurde in der für die Szene ausgesuchten Kirche aus dem 14.
Jahrhundert das Kreuz abgedeckt. Man wollte damit vermeiden,
muslimische nicht-christliche Zuschauer zu beleidigen.
www.pi-news.net/2009/01/kreuz-in-kirche-fuer-hochzeitsszene-versteckt/

WARUM müssen der Papst bzw. die Christen ihre Kreuze verstecken,
wenn sie in die Türkei kommen /od. dort leben? Angst v. Steinigungen?

p.s.
Ein Unterschied zwischen Christentum und Islam ist, dass letzterer
Körperstrafen für Übertretungen schon im Diesseits  vorsieht, so den
Tod für Gotteslästerung und Auspeitschung oder Steinigung für Unzucht.

Der Unterschied ist so gross wie zwischen Rom und Mekka. Und wer
mich jetzt fragt, warst du denn schon in Mekka? Dann werde ich
antworten, "nein, denn da darf ich als Christ ja gar nicht hin.
Und das ist überhaupt der größte Unterschied."

Soviel zum Thema "Gegenseitigkeit".

M e r k s a t z :
Das Abendland hat Jahrhunderte gebraucht, um sich halbwegs
von den Geistesfesseln des Christentums zu befreien. Und hat
auch diesen Kampf noch nicht gewonnen, denn offenbar gibt
es bei uns noch genügend Beklopfte, dich sich von einer noch
weit rückständigeren und sogar noch totalitäreren "Religion"
eine Bereicherung unserer Gesellschaft und Kultur erhoffen.

Diesen Vorgestrigen empfehle ich einen klaren Blick in die
Realität islambestimmter Länder und auf die Freiheitsrechte
der dortigen Bevölkerung. Danach vielleicht noch ein Blick in
den Koran. Wenn das alles nicht reicht, gibt's keine Hilfe mehr.
Nur der Fluch ihrer noch denkfähigen Enkel(in) ist ihnen gewiss.
**************************************************************
INFO.
Laut der islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGiÖ)
gibt es hierzulande 105 Moscheen. In Wien gibt's rund 50 Moscheen,
die IKG listet 15 Synagogen bzw. Gebetsräume - Teheran hat rund
8X so viele Einwohner, d.h. Teheran müsste rund 120 Synagogen
und 400 Kirchen haben, um mit Wien überhaupt gleichzuziehen.

Gibt es dort so viele? Überrascht mich!

Für Ahnungslosen bzw. unsere "Scheinheiligen" [1]:

Necla Kelek schreibt:
"Moscheen sind selbst nach muslimischer Lesart keine Sakralbauten
wie Kirchen oder Synagogen, sondern "Multifunktionshäuser".
Das wird gern verschwiegen. So wie der Islam eben keine
Kirche ist. Der Islam begreift sich nicht nur als spirituelle
Weltsicht, sondern als Weltanschauung, die das alltägliche
Leben, die Politik und den Glauben als eine untrennbare Einheit sieht."

Moscheen sind im Islam nicht als Mittler zwischen Gläubigen und Allah
vorgesehen, da sich Muslime direkt an Gott wenden, was Ihnen von
überall aus gestattet ist, solange sie in Richtung Mekka beten.

DARUM gibt es _mehr_ Kirchen als Moscheen - Kirchen üben
sozusagen eine bezahlte Vermittlungsfunktion aus, im Koran und
seinen psychedelischen Hadiths und Suren ist da so nicht vorgesehen.

Die politische Realität in Europa schaut daher wenig Multikulti-romantisch
aus. Geert Wilders Wahlerfolge in den traditionell toleranten Niederlanden
sind ein mehr als deutliches Signal dafür, dass die sozialen Spannungen
mit Moscheen "kultur. Zentren" nicht weniger werden sondern mehr.

Wenn wer eine Grillparty macht und ein Gast benimmt sich
daneben dann ladet er sich doch nicht auch noch die
Hells Angels ein damits besser wird? Oder?

FAZIT
Stätten des Irrsinns, der Dummheit und der Wahnvorstellung neu
zu errichten, wo wir eigentlich davon sprechen, dass noch bessere
und mehr Bildungsstätten der Garant für eine besser funktionier-
ende Gesellschaft sein sollten. Erbärmlich, dass in einer offenen
und aufgeschlossenen Gesellschaft einer kulturellen Metropole
es möglich ist, dass religiöser Wahn mitsamt diktatorischer
gesellschaftsprinzipien derartig unterstützt wird.

Zorro



[1]
Seyran Ates: "Die Grünen sind so scheinheilig"
derStandard.at-Interview
"Die Grünen sind so scheinheilig"
22. September 2009

Die deutsche Islamkritikerin Seyran Ates erklärt, warum sie
die Grünen aus feministischer Sicht für unwählbar hält

Die türkischstämmige Berliner Publizistin Seyran Ates gehört zu
den prominentesten feministischen Islamkritikern in Deutschland.

Zuletzt erregte sie mit ihrer Empfehlung, die Grünen bei der kom-
menden Bundestagswahl nicht zu wählen, Aufsehen. In einem
offenen Brief werfen ihr zwanzig Grünpolitiker Anbiederung
an das rechte Spektrum vor. Im Interview mit derStandard.at
erklärt Ates, was es damit auf sich hat.
***
derStandard.at:
Was stört Sie an den Grünen so sehr, dass
Sie öffentlich vor ihnen warnen?

Seyran Ates:
Ich bin von den Grünen enttäuscht. Weil die Grünen,
wie ich dachte, für multikulturelle Gesellschaft und für ein fried-
liches Zusammenleben der Religionen stehen, weil sie gegen
konservative, althergebrachte Traditionen und Rollenbilder
kämpfen und linke Positionen vertreten.

Die Grünen haben nie akzeptiert, dass es zwischen Mann und
Frau einen auf Religion bezogenen Unterschied gibt, solange
es um die katholische Kirche geht. Beim Islam machen sie
plötzlich eine Ausnahme, sobald es um Muslime geht,
knicken die Grünen aus vermeintlich religiösen Gründen ein.

Mich regt es auch so besonders auf, weil die Grünen program-
matisch eigentlich für etwas anderes standen und auch stehen.

derStandard.at:
Sie werfen den Grünen also vor,
Religionsfreiheit über die Menschenrechte zu stellen?

Seyran Ates:
Ja, sobald es um den Islam geht, sind die Menschen-
rechte nicht mehr so wichtig. Man muss sich nur diverse Talkshows
ansehen, wo Frau Roth (Claudia Roth ist Vorsitzende der Grünen,
Anm.) schon von ihrer Körpersprache her allergisch auf Vertreter
der katholischen Kirche reagiert.

Wenn sie hingegen neben einer kopftuchtragenden Frau sitzt,
hat sie größte Sympathie und Toleranz dafür. Die patriarchalen
Strukturen im Islam, die gerade durch das Kopftuch symbolisiert
werden, würden viele Grüne in einer Diskussion nie akzeptieren,
wenn es um Deutsche oder um Christen geht.

derStandard.at:
In einem offenen Brief an Sie argumentieren
zwanzig Grüne damit, muslimische Frauen sollten frei
entscheiden dürfen, ob sie das Kopftuch tragen
wollen oder nicht.

Seyran Ates:
Das finde ich sehr weltfremd. Wer sich mit dem
Thema wirklich ernsthaft und ehrlich beschäftigt, muss sich die
Frage stellen, ob es in der islamischen Welt, etwa in den Moscheen,
tatsächlich die Möglichkeit gibt, den freien Willen zu äußern.

Kann man seine Kinder wirklich so frei erziehen? Das Kopftuch
verhüllt den Körper der Frau, damit Männer sie nicht belästigen.
Ist das der freie Wille? Die Grünen führen an dieser Stelle
nicht die offene und ehrliche Diskussion.

derStandard.at:
Wie könnte diese Debatte in Ihren Augen denn aussehen?

Seyran Ates:
Vor allem wird den jungen Menschen nicht erklärt, warum
dieses Kopftuch ursprünglich gedacht war, nämlich um die
sexuellen Reize der Frau zu bedecken. Auch heute wird noch
damit argumentiert, dass das Tuch die Frau davor schützt,
als Sexualobjekt betrachtet zu werden. Mein freier Wille
braucht den Raum, dass ich, ohne mein Haar zu
bedecken, nicht als Sexualobjekt betrachtet werde.

derStandard.at:
In Ihrem Text in der Welt schreiben Sie, dass Sie in keiner
anderen Partei so viele Frauen gesehen haben, die
Kopftuch tragen, wie bei den Grünen.

In dem offenen Brief hingegen heißt es, nur zwei
aktive Grüne trügen Kopftuch. Was stimmt jetzt?

Seyran Ates:
Ich beziehe mich auf viele Veranstaltungen, zu denen ich in
den vergangenen vier oder fünf Jahren eingeladen wurde.
Bei jenen der Grünen waren die meisten Kopftuchträgerinnen.

Ich habe darüber keine Statistiken, aber man muss sich bloß
einmal zu einer Veranstaltung begeben, wo es um die Kopf-
tuchfrage geht. Diese Veranstaltungen enden immer so,
dass die Frauen dann von Vertretern der Grünen
verteidigt werden.

derStandard.at:
Warum wird Kritik am Islam von vielen Linken reflexartig
als "rechts" punziert?

Seyran Ates:
Das ist das absolute Totschlagargument und hat inzwischen
einen langen Bart. Da sind die Grünen so scheinheilig. Bei den
Grünen herrscht eine unglaubliche Pseudo-Angst, die Rechten
mit diesem Thema zu bedienen.

Anstatt sich mit dem Thema auseinander zu setzen und es den
Rechten wegzunehmen, hält man lieber den Mund. Mich irritiert
diese Art der Reflexion immer mehr, weil ich dachte wir wüssten
inzwischen, wie die Rechten argumentieren. Die Rechten wollen
sowieso keine multikulturelle Gesellschaft. Mich erinnert das an
die Zeit, als es Frauen gab, die gegen das Frauenwahlrecht waren.
Es gibt immer bestimmte konservative Gegenpositionen, die auf
alten Positionen verharren. Einige Grüne sind da sehr verbohrt
und entwickeln sich nicht weiter. Die gehörten eigentlich in
eine der konservativen Parteien.

derStandard.at:
Könnte Multikulturalismus, so wie ihn die Grünen propagieren,
nicht auch ein Zwischenschritt auf dem Weg zu einer inter-
oder gar transkulturellen Gesellschaft sein?

Seyran Ates:
Ich wünschte, die Grünen hätten das längst überwunden.
Der Multikulturalismus setzt harte, unüberwindbare
Grenzen zwischen den Kulturen.

In keiner anderen Partei ist es in meinen Augen so extrem,
dass der Mensch mit Migrationshintergrund einen positiven
Rassismus erlebt.

Bei den Grünen wird dieser Migrationshintergrund nach wie
vor hofiert und gefeiert, anstatt diese Grenzen endlich zu
überwinden und zu begreifen, dass wir transkulturelle
Identitäten besitzen. Ich zum Beispiel bin deutsch und
türkisch. Verdammt, ich will nicht ständig als Mensch
mit Migrationshintergrund bezeichnet werden!

derStandard.at:
Sie haben lange Jahre in Berlin als Anwältin muslimische
Frauen vertreten. Welche Rolle spielte dabei Ihre eigene Biografie?

Seyran Ates:
Menschen, die selbst bestimmte Dinge erlebt haben, ziehen sich
irgendwann in eine Lethargie zurück oder sie kämpfen dagegen.
Wer sich aus einer Unfreiheit heraus die Freiheit erkämpft hat,
weiß, was sie bedeutet. Daher hat sich mein politischer Wille
und mein politischer Weg natürlich aus meiner Biografie
heraus begründet.

derStandard.at:
Glauben Sie nicht, dass es zu viel verlangt ist, von anderen
muslimischen Frauen zu fordern, was Sie selbst geschafft haben?

Seyran Ates:
Um Gottes Willen, das verlange ich natürlich nicht von jedem und
ich weiß, dass viele das nicht schaffen. Ich weiß aber auch, dass
die Frauen Anwältinnen und Vertreterinnen wie mich brauchen,
die ihnen zumindest bei den kleinen Schritten helfen.
(Florian Niederndorfer, derStandard.at, 21.9.2009)
http://derstandard.at

Hier spricht eine Frau, deren selbst erarbeitete Stärke, deren
Wissen und Erkenntnis nicht von Furcht, Angst und
Drohungen unterjocht werden konnten.

Kein Wunder, dass dieses Interview, beruhend auf derartigen
Qualitäten, eine geballte, klare Wortmacht gegen die
angesprochene eiertanzende Doppelmoral ist.
Chapeau!

Frau Seyran hat den Grünen mit einem simplen Beispiel die Maske
vom Gesicht gezogen. Die GrünInnen verwalten heute genau das,
was sie als 68 er mit allen Mitteln bekämpft haben.Die Grünen
sind DIE Wegbereiter des neuen Patriachats unter islamischen
Vorzeichen. Bis sie das checken werden, ist es schon zu spät.




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