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Traum und Alltag

Von: D.Schlenk (detmarschlenk@hotmail.de) [Profil]
Datum: 08.11.2009 00:24
Message-ID: <hd4vji$kj3$1@news.eternal-september.org>
Newsgroup: de.soc.weltanschauung.buddhismus
Ich denke mal, daß die Traumrealität für die Seele (mit Seele meine ich
das
Unterbewußtsein) genauso wichtig ist, wie es es die Alltagsrealität für
das
Wachbewußtsein bzw. für das "Ich" ist. Das Traum-Ich ist m. E. das
wahre
Selbst, der innere Mensch. Möglicherweise gibt es einige Leute, die das
nicht so sehen. Warum denke ich das: das Traum-Ich enthält bekanntlich
Anteile, die vom Wachbewußtsein gerne verdrängt werden. Wenn wir das
Verdrängte im Traum nicht genügend ausleben, könnte es doch sein, daß
dieses Verdrängte in den "lieben Mitmenschen" erfahren werden muß.
Das ist
in den meisten Fällen keine sehr angenehme Erfahrung. Das Traum-Ich ergänzt
also möglicherweise unser Alltags-Ich, um "ganz" im Sinne von heil zu
werden. Wir verbringen im Idealfall ein Drittel unseres Lebens mit
Schlafen. Für die meisten Menschen zählt nur das, was sie im
Wachbewußtsein
erleben. Das "Ich" meint, alles unter Kontrolle zu haben. Ist das aber
wirklich so. Ich erinnere nur an die Redewendung:  >>Der Mensch bzw. das
"Ich" denkt, Gott (bzw. das Unterbewußtsein) lenkt<<.
Diese Redensart ist aus meiner Sicht kein Schmarrn.

D. S.




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