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Gandhis 10 Weisheiten, um die Welt zu verändern

Von: D.Schlenk (detmarschlenk@hotmail.de) [Profil]
Datum: 10.10.2009 15:57
Message-ID: <haq3uo$pa8$1@news.eternal-september.org>
Newsgroup: de.soc.weltanschauung.buddhismus
Posting von einem Freimann auf

http://alles-schallundrauch.blogspot.com/

Sonntag, 4. Oktober 2009
Gandhis 10 Weisheiten um die Welt zu verändern

Anlässlich des 140. Geburtstag von Mohandas Karamchand Gandhi, genannt Mahatma
Gandhi, stelle ich einige seiner weisen Sätze zusammen damit wir uns auf das
Wesentliche konzentrieren können und weiter motiviert sind am Ball zu bleiben.

"Man darf nicht den Glauben an die Menschheit verlieren. Die Menschheit ist wie
ein Ozean; wenn einige Tropfen des Ozean schmutzig sind, dann wird der Ozean
deshalb nicht schmutzig."

"Der Unterschied zwischen dem was wir tun und dem was wir in der Lage wären zu
tun würde genügen um die meisten Probleme der Welt zu lösen."

Gandhi war ein indischer Rechtsanwalt und politischer sowie geistiger Führer der
indischen Unabhängigkeitsbewegung, die 1947 mit dem von ihm entwickelten Konzept
des gewaltfreien Widerstandes das Ende der britischen Kolonialherrschaft über
Indien herbeiführte. Sein Konzept des beharrlichen Festhalten an der Wahrheit,
beinhaltet neben Gewaltlosigkeit, noch weitere ethische Forderungen wie
individuelle als auch politische Selbstkontrolle und Selbstbestimmung.
Gewaltfreiheit bedeutet nicht Passitivtät, im Gegenteil, es bedeutet aktiven
Widerstand zu leisten. Aus seinen Gedanken und Handeln können wir viel lernen.

Hier einige seiner wichtigsten Weisheiten:

1. Verändere dich selbst

"Du musst die Veränderung sein die du in der Welt sehen willst."

"Als Menschen liegt unsere Grösse nicht in dem wie wir die Welt erneuern
können,
das ist ein Mythos des Atomzeitalters, sondern in dem wir uns selber erneuern."

Wenn man sich selbst verändert dann verändert man die Welt. Wenn du dein Denken
veränderst dann veränderst du wie du reagierst und wie du handelst. So wird sich
auch die Welt um dich herum verändern. Nicht nur weil du die Umwelt mit anderen
Augen ansiehst, sondern weil die Veränderung dir ermöglicht Handlungen zu
vollbringen die vorher nicht möglich waren, oder an die du nie gedacht hast,
solange du in dem alten Verhaltensmuster steckst.

Wenn du die Welt um dich veränderst ohne dich selber zu verändern, dann bleibst
du immer noch der selbe wenn du die Veränderungen erzielt hast. Du wirst immer
noch die gleichen Fehler haben, wie Zorn, negatives Denken, den Hang zur
Selbstzerstörung usw. Also wirst du in der neuen Situation nicht das finden was
du dir erhofft hast, da du immer noch voll negativen Gedanken bist.

Ein Ortswechsel um die Problem zu entgehen wird dir nichts bringen, da die
Probleme in dir mit dir gehen. Verändere dich selber zuerst, behebe deine
charakterlichen Schwächen. Wenn du nicht willst das die Menschen egoistisch sind
dann sei selber kein Egoist, wenn du Grosszügigkeit verlangst dann sei selber
grosszügig, wenn du Toleranz erwartest dann sei selber tolerant.

2. Du hast die Kontrolle

"Niemand kann dir wehtun ohne deiner Zustimmung."

Was du fühlst und wie du reagierst liegt immer an dir. Es gibt wohl die
"übliche"
Art zu reagieren, aber du kannst deine eignen Gedanken, Reaktionen und Emotionen
aussuchen. Man muss nicht negativ handeln, auch wenn es manchmal verständlich
ist und spontan passiert. Niemand ausserhalb kann kontrollieren wie du fühlst
und deshalb kannst du deine Gedanken zum Positiven wenden. Damit wird das Leben
viel leichter und besser für dich.

3. Verzeihe und vergesse

"Die schwachen können nie verzeihen. Die Verzeihung ist ein Attribut der
Starken."

"Auge um Auge führt nur zur Erblindung der ganzen Welt."

In dem man das Übel mit Übel bekämpft wird niemanden geholfen. Wie ich
vorher
geschrieben habe, man kann immer wählen wie man auf etwas reagiert. Realisiere,
dass die Vergebung und das Loslassen der Vergangenheit dir und der Welt mehr
gutes tut. Sich mit schlechter Erfahrung zu belasten hilft dir nicht weiter.
Dadurch erfährt man nur mehr Leid und man behindert sich selber das richtige im
Jetzt zu tun.

In dem man nicht vergibt, lässt man die Vergangenheit und Personen die dich
verletzt haben deine Gefühle kontrollieren. In dem man vergibt befreit man sich
von diesen Fesseln und man kann sich völlig auf das Neue und zum Beispiel auf
den nächsten Punkt konzentrieren.

4. Wenn man nicht handelt kommt man nirgends wo hin

"Ein Gramm Handeln ist mehr wert als eine Tonne der Predigt."

Ohne zu handeln wird sich wenig ändern. Nur handeln bedeutet innere Überwindung
und ist schwer. Deshalb gehen die Menschen lieber her und predigen, wie Gandhi
sagt, oder sie lesen und studieren nur, meinen damit kommt man vorwärts. Aber
dadurch ändert sich nichts in der Realität. Deshalb, wenn man etwas erreichen
will, sich selber und die Welt verbessern will, muss man handeln. Wissen alleine
genügt nicht, man muss was tun und das Wissen in Aktionen umwandeln.

5. Lebe in diesen Augenblick

"Ich will die Zukunft nicht voraussehen. Ich bin damit beschäftigt die Gegenwart
zu bewältigen. Gott hat mir keine Kontrolle über den nächsten Moment
gegeben."

Der beste Weg den inneren Widerstand zu überwinden welches uns oft von
Handlungen abbringt ist in der Gegenwart zu bleiben und sie zu akzeptieren. Es
macht keine Sinn sich über die nächsten Momente zu sorgen die man nicht
kontrollieren kann. In dem man sich die negativen Konsequenzen der Zukunft
vorstellt, die wiederum auf vergangenes Versagen beruhen, verliert man die Kraft
zu handeln. Deshalb ist es leichter wenn man sich auf den Augenblick
konzentriert und dort sein bestes gibt.

6. Jeder ist ein Mensch

"Ich behaupte ein einfaches Individuum zu sein und Fehler mache wie jeder andere
Sterbliche auch. Ich habe genug Bescheidenheit um meine Fehler zuzugeben und
meine Schritte zu überdenken."

"Es ist nicht weise zu sicher über seine eigene Weisheit zu sein. Es ist gesund
daran erinnert zu werden, dass die Starken schwach werden und die Weisen sich
irren."

Es ist wichtig immer daran zu denken, jeder ist nur ein Mensch, egal wer er ist.
Man darf aus Menschen keinen Mythos machen, auch wenn sie aussergewöhnliches
geschaffen haben. Dadurch fühlt man sich klein und meint nie etwas ähnliches
erreichen zu können. Wir sind alle nur Menschen die durchaus Fehler machen.
Andere an zu hohen Massstäben messen wird nur unnötige Konflikte in einem selber
auslösen. Sich selber über eigene begangene Fehler zu bestrafen ist auch
nutzlos. Stattdessen soll man in Klarheit sehen was man falsch gemacht hat und
von seinen Fehlern lernen und es wieder versuchen.

7. Sei beharrlich

"Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie
dich,
dann gewinnst du."

Sei beharrlich. Mit der Zeit wird die Opposition um dich verschwinden. Aber auch
der innere Widerstand und die Tendenz der Selbstbehinderung die einen
zurückhalten und dort bleiben lassen wo man ist werden schwächer werden. Finde
heraus was du wirklich am liebsten machst, dann findet man auch die Motivation
um immer weiter zu gehen.

Einer der Gründe warum Gandhi mit seiner Methode der Gewaltlosigkeit so
erfolgreich war, weil er und seine Anhänger so beharrlich waren. Sie haben nie
aufgegeben.

Erfolg oder Sieg wird selten so schnell passieren wie man es sich wünscht. Der
Grund warum viele Menschen nicht das erreichen was sie wollen ist einfach
deshalb weil sie zu früh aufgeben. Die Zeit die sie meinen notwendig ist um das
Ziel zu erreichen ist meistens geringer als in der Wirklichkeit. Dieser falsche
Glaube kommt aus der Welt in der wir leben, in der uns erzählt wird es gibt die
schnelle Lösung, die Wunderpille für alles, einfach schlucken und sofort ist die
gewünschte Wirkung da. Diese Einstellung ist der Grund für viele Probleme. Nur
durch Beharrlichkeit und Geduld erreicht man Resultate und mit einer guten
Portion Humor wird man auch die grössten Hindernisse überwinden und schwersten
Zeiten überstehen.

8. Sehe das Gute in den Menschen und hilf ihnen

"Ich suche nur die guten Qualitäten in Menschen. Da ich selber nicht fehlerlos
bin suche ich nicht die Fehler bei anderen."

"Der Mensch wird grossartig in dem Masse wie er für das Wohlergehen seiner
Mitmenschen agiert."

"Ich meine Führung wurde zu einer Zeit mit Kraft gleichgesetzt; aber Heute
bedeutet es wie man mit den Menschen auskommt."

Die meisten Menschen haben etwas gutes in sich und Sachen die nicht so gut sind.
Man kann wählen auf was man sich konzentriert und wenn man das Gute wählt dann
ist es nützlicher. Dadurch wird das Leben leichter und Beziehungen angenehmer
und positiv. Wenn man das Gute in den Menschen sieht dann ist es leichter sich
zu motivieren für sie da zu sein und ihnen zu dienen. In dem man mehr gibt als
man nimmt bekommt man auch vieles zurück. Den Menschen denen man hilft werden
wiederum eher anderen helfen und so werden alle zusammen eine Spirale nach oben
an positiven Veränderungen bewirken, die wächst und stärker wird. In dem
man
seine soziale Kompetenz stärk, hat man mehr Einfluss auf seine Mitmenschen und
kann noch mehr bewirken.

9. Sei einheitlich, authentisch, sei du selber

"Glücklich sein ist wenn was du denkst, sagst und was du tust in Harmonie
ist."

"Ziele immer auf eine völlige Harmonie deiner Gedanken, Worte und Taten.
Versuche deine Gedanken zu reinigen und alles wird gut."

Der beste Weg seine soziale Kompetenz zu verbessern ist wenn man einheitlich
handelt und es authentisch kommuniziert. Die Mitmenschen schätzen eine Person
die echt wirkt. Wenn die Gedanken, die Sprache und die Handlungen übereinstimmen
dann fühlt man sich sicherer und besser, man kann selbstbewusster auftreten und
fühlt sich gut dabei.

Diese Harmonie wird im Ton der Stimme und in der Körpersprache übertragen und
bei den Menschen sofort registriert. Deine Botschaft wird dadurch besser
ankommen, sie werden zuhören was man sagt. Falschheit, eine aufgesetzte Fassade,
Widersprüche zwischen dem was man ausspricht und tut, merkt man sofort und man
wird unglaubwürdig und nicht akzeptiert.

10. Wachse und entwickle dich weiter

"Kontinuierliche Entwicklung ist das Gesetz des Lebens und Menschen die immer
versuchen ihre Glaubenssätze zu erhalten um dadurch konstant zu wirken
manövrieren sich in eine falsche Position."

Man kann immer seine Fähigkeiten verbessern und seine Beurteilung neu
überdenken. So erreicht man ein besseres Verständnis über sich selber und
der
Welt. Es macht keinen Sinn an Meinungen festzuhalten nur um konstant zu wirken,
wenn man innerlich weiss es ist mittlerweile falsch und man steht im Abseits.
Sich ständig zu entwickeln und zu wachsen ist der richtige Weg, denn damit wird
man glücklicher und auch nützlicher für seine Mitmenschen.

Geposted von Freeman um 09:00 32 comments





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