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Gedankensplitter

Von: Mathias Grewin (mathias.grewin@gmx.de) [Profil]
Datum: 14.10.2009 23:15
Message-ID: <7jmt23F367muuU1@mid.individual.net>
Newsgroup: de.soc.weltanschauung.buddhismus
Wenn ich die Zeit messe, die eine meiner Wahrnehmungen
beim Zurücklegen einer Strecke braucht, dann ist das
für mich etwas durchaus Gewohntes und Alltägliches.

Auch wenn ich pünktlich sein will, ist die "Zeit"
für mich die Referenz.
Darauf, dass auch die Zeit relativ (lt. Einstein) ist,
will ich an dieser Stelle gar nicht eingehen - sondern
einfach mal feststellen:

Ganz egal, was auch am Ziel ankommt - es ist *nicht*
identisch mit dem, was einmal am Start war.
Eine Sonne, die im Osten einmal aufging gibt es nicht
mehr.
Wenn die Sonne im Westen untergeht...
dann geht im Westen allenfalls *die Wiedergeburt* einer
Sonne unter.

Auch meine Armbanduhr bleibt in keinem Augenblick
gleich - auch sie verändert sich langsam aber beständig,
bis ihr Funktionieren zerbricht.

Dazu kommt:
Wenn ich Zeit messe, dann orientiere ich mich an meiner
Erinnerung, um überhaupt den Start fixieren zu können...
doch dieser Start ist dann immer eine Welt, die es am
Ziel schon längst nicht mehr gibt...

Zeit ist also nicht nur nach Einstein relativ, sondern
bedingt sich mMn. im Wesentlichen aus dem menschlichen
Bedürfnis:

Konstanz und Sicherheit aus Erscheinungen abzuleiten,
die einander sehr ähneln.

M.

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