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Raus aus dem Gold?

Von: Manuel Rodriguez (aa5@gmx.net) [Profil]
Datum: 07.11.2009 11:35
Message-ID: <97348bc2-1ded-4b60-91a1-9b0649b83e4b@v25g2000yqk.googlegroups.com>
Newsgroup: de.soc.politik.misc
In sehr kurzer Zeit ist der Goldpreis von 1000$/Feinunze auf 1100$
gestiegen. Für manche Spekulanten ist das genug. Sie streichen ihren
10% Gewinn ein, nehmen Gewinne mit. Zumindest bei Aktien war Gier noch
nie ein guter Ratgeber, besser nur 10% Gewinn als vielleicht am Ende
etwas zu verlieren.
Tja, dann verkaufen wir eben Gold, aber in was investiert man
stattdessen? Wo ist der sichere Hafen, wenn der Goldpreis fällt? Ich
denke nicht, dass Währungen wie Yen, $ sicherer sind als Gold; und
Aktien erst recht nicht. Wer also dem hohen Goldpreis nicht traut,
verkauft seine Barren nur um anschließend wieder Gold zu kaufen.
In Krisenzeiten werden häufig Immobilien und Grundstücke
empfohlen. Aber der Häusermarkt war ja gerade ein Hauptauslöser der
Krise 2007-2009. Insofern könnte man das Risiko nur noch dadurch
verringern indem man seinen Vermögensbestand insgesamt senkt. Wer
beispielsweise 1 Mio $ in Goldbarren angelegt hat trägt ein gewisses
Risiko. Wer aber nur 0,5 Mio in Gold investiert hat -- für den ist das
Portfolio-Risiko in absoluten Zahlen weitaus geringer. (Wer nichts hat
kann auch nichts verlieren).
Goldbestände können also nur dadurch reduziert werden indem man
sie in Arbeit umwandelt und dadurch an das Proletariat als Stundenlohn
auszahlt!

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