Deutschlands Souveränität
Von: Mueding (mueding@web.de) [Profil]
Datum: 06.11.2009 23:54
Message-ID: <251so5p5xjc7.1cx3c8grfkvw7.dlg@40tude.net>
Newsgroup: de.soc.politik.misc
Datum: 06.11.2009 23:54
Message-ID: <251so5p5xjc7.1cx3c8grfkvw7.dlg@40tude.net>
Newsgroup: de.soc.politik.misc
Ende April 1945. Auch die kleine brandenburgische Kleinstadt Treuenbrietzen war durch Stalins rote Horden "befreit" worden. Viele seiner Einwohner sogar vom Leben und nicht nur von der Gesundheit oder dem persönlichen Eigentum. Im Rahmen einer der vielen vorverlegten Siegesfeier, der 9. Mai war noch nicht erreicht, wurde mehrere hundert Zivilisten, darunter Frauen und Kinder, von den Befreiern zusammengetrieben und einfach mal so ermordet. Bei dem Massaker soll es sich angeblich um eine Vergeltungsaktion für den Tod eines sowjetischen Oberstleutnants gehandelt haben, der dem Anschlag eines SS-Angehörigen zum Opfer gefallen war. Nun hat es Vergeltungsaktionen während des Krieges auf beiden Seiten immer wieder gegeben, sie waren leider durch das geltenden Kriegsrecht gedeckt. Allerdings wurden und werden solche Aktionen, wenn sie von deutscher Seite aus vorgenommen wurden, nach wie vor als Kriegsverbrechen verfolgt und auch geahndet, wie der Fall Boere gerade wieder aktuelle zeigt. Auch er soll dafür zur Verantwortung gezogen werden, dass für die Ermordung deutscher Militärangehöriger drei unschuldige Niederländer erschossen wurden. Für den Fall Treuenbrietzen gibt es allerdings noch eine andere Version für die Angelegenheit. Danach heißt es, daß der sowjetische Offizier im Streit mit einem anderen Rotarmisten getötet worden sein könnte. Auch das ist natürlich im Suff nicht ausgeschlossen. Unter Umständen konnten man sich über die Beute nicht einigen, denn in Treuenbrietzen wurde genauso mit Duldung der Armeeführung geplündert wie in anderen deutschen Städten auch. Im Fall von Treuenbrietzen jedenfalls hat die Staatsanwaltschaft Potsdam die Ermittlungen gegen die Täter des Massakers eingestellt. Wie der stellvertretende Leitende Oberstaatsanwalt Helmut Lange auf Nachfrage mitteilte, könne seine Behörde die Ermittlungen nicht fortsetzen, da ein sogenanntes Strafverfolgungshindernis vorliege. Nach Artikel III des Kontrollratsgesetzes Nr. 4 vom 20. Oktober 1945 sind ¥strafbare Handlungen, in die Militärpersonen der Alliierten Streitkräfte oder Alliierte Staatsangehörige verwickelt sind´, von der Zuständigkeit deutscher Gerichte ausgenommen. Dies habe laut einer Stellungnahme des Bundesministeriums für Justiz nach wie vor Gültigkeit, sagte Lange. Besatzungsrecht gilt also nach wie vor. Deshalb prüfe man derzeit, ob eine Übergabe an russische Strafverfolgungsbehörden möglich sei, die natürlich immer möglich ist, allerdings nichts bringen wird, da die Verunglimpfung der ruhmreichen Roten Armee während des heroischen Vaterländischen Krieges dort mit Strafe bedroht ist. So ist eine Strafverfolgung und ggf. Bestrafung der Täter völlig ausgeschlossen. Er gehe davon aus, daß dies in etwa zwei Wochen abgeschlossen sei, so der Oberstaatsanwalt. Die Ermittlungen gestalteten sich für die Staatsanwaltschaft unter anderem schwierig, weil es offenbar keine Zeugen vom Tatzeitpunkt gibt, sondern lediglich Personen, die die Zusammentreibung der Zivilisten beobachtet hatten. Diese Staatsanwaltschaft ist sich wirklich für keine dämliche Bemerkung zu fein. Keine Zeugen der Tat, kein Wunder - die sind natürlich alle tot und die Staatsanwaltschaft wundert sich. Verbrechen haben immer nur Deutsche begangen und wenn man schon mal nicht an Kriegsverbrechen der anderen Seite vorbeikommt, dann kann man sie eben nicht verfolgen, dafür sperrt man Deutsche für Taten ein, die legal, wenn auch bedauerlich waren. Für die tausende polnische Toten von Katyn, nachweislich Opfer des sowjetischen Geheimdienstes NKWD, hat man sogar "geständige" deutsche Soldaten und Offiziere vor einem sowjetischen Militärtribunal angeklagt, verurteilt und sogar hingerichtet. Auch dafür nicht einmal eine Entschuldigung, keine Rehabilitierung. Deutsche sind nun mal von Geburt schuldig und wofür man sie bestraft, ist doch egal, Hauptsache man bestraft sie. Übrigens, ein interessantes Detail noch am Rande: Die Opfer des sowjetischen Massakers wurden in der DDR sogar noch regelmäßig geehrt, als Opfer des angloamerikanischen Bombenterrors - perverser gehts wohl kaum noch. mueding[ Auf dieses Posting antworten ]
Antworten
- Frank Sinatro (07.11.2009 00:43)
- Andreas Gumtow (07.11.2009 08:50)
- Erich Pfennig (07.11.2009 09:32)
- Lars Braesicke (07.11.2009 19:55)
- . (07.11.2009 13:41)
- Frank Sinatro (07.11.2009 14:13)
- Lars Braesicke (07.11.2009 19:54)
- Matthias Kern (07.11.2009 19:57)
- Matthias Kaern Matthias Kern (07.11.2009 21:36)
