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Der Kürbis als Volkstod

Von: ANDREAS GUMTOW (test@test.de) [Profil]
Datum: 07.11.2009 07:39
Message-ID: <4dkyaofydz7g$.13vtjgio8dkqx.dlg@40tude.net>
Newsgroup: de.soc.politik.misc

Der Kürbis als Volkstod


ââMama, beeil Dich, es ist schon fast um vier!â So und so
ähnlich klingt es
am Nachmittag des 31. Oktober 2009 zumindest in den Häusern der
südbrandenburgischen Stadt Ruhland, in denen noch Kinder wohnen.â


So oder so ähnlich beginnen die Irr-, pardon Spreelichter einen
bemerkenswerten Beitrag über einen gelungenen Halloween-Gag. Aber bevor es
soweit ist, schaffen die Neonazis erst die richtige Atmosphäre zum Gruseln:

Dem deutschen Volk widerfährt der Tod! Schleichend, heimlich, nicht
erwähnt von den Machthabern und in den
Medienveröffentlichungen
demografischer Zahlen nur für die erkennbar, für die
âVolkâ sich von
âBevölkerungâ unterscheidet: Für die, die
â ohne Erklärungen abwarten zu
müssen â instinktiv wissen, dass die Zukunft einer Kulturnation
niemals
durch ein Auffüllen seiner Volkssubstanz mit artfremden Menschen aus aller
Welt gesichert werden kann.

Glück im Unglück, so die lichterloh Brennenden, denn
zumindest in
Südbrandenburg werde die âVolkssubstanzâ nicht mit
âartfremden Menschenâ
aufgefüllt. Allerdings sei es so âkein Wunder, dass die
Einwohnerzahl
Ruhlands von 5.664 im Jahre 1950 auf 4.106 im Jahre 2005 gesunken istâ,
beklagen die Spreelichter. Und diese Gruselstimmung
überträgt sich dem
Bericht zufolge dann auch auf den Halloween-Umzug in der fast
menschenleeren Stadt:

Spielmannszüge beginnen zu musizieren, verkleidete Kinder und ihre
Eltern folgen ihnen. Grotesk wirkt der Umzug fröhlicher Kinder in der
nasskalten Dämmerung und im eisigen Wind, als würde die
Natur selbst in
diesem Moment unbeschwerter Heiterkeit mahnend auf das drohende Ende
hinweisen, das unausweichlich erscheint, je länger niemand die Machthaber
in ihrem Tun hindert.

Bekommt man von Kürbissuppe eigentlich Wahnvorstellungen, wenn man diese
Hektoliterweise zu sich nimmt, oder muss man die Matschepampe erst trocknen
und dann rauchen? Oder gleich spritzen? Auf jeden Fall braucht man schon
guten Stoff, um Wind und Regen im November als Indiz für die Richtigkeit
der eigenen politischen Ãberzeugung anzuführen und Kinder auf einen
Halloween-Umzug so einzuheizen:

Viel besser als die bunten Verkleidungen und das Lachen der Kinder
passt da das Bild, welches sich dem Beobachter am StraÃenrand gegen Ende
des Umzuges bietet: Vier junge als âSensenmännerâ
verkleidete Leute mit
blass geschminkten Gesichtern tragen ein schwarzes Transparent vor sich
her, auf dem in groÃen weiÃen Buchstaben schon von weitem zu lesen ist,
was
so mancher hier bereits weiÃ: âDie Demokraten bringen uns den
Volkstodâ.


Die "Spreelichter" beim Kinder erschrecken. Nach eigener Darstellung kam
die Aktion gut an.

Wer nun aber glaubt, diese Halloween-Verkleidung würde dem amerikanischen
Spuk endlich ein Ende bereiten und die wenigen Blagen würden wieder in ihre
Häuser laufen, der sieht sich getäuscht:

âWas steht denn da oben?â fragt ein Kind neugierig seine Mutter, die
interessiert das Flugblatt zu lesen beginnt.

Die Folgen des Auftritts der vier Neo-Sensemänner könnte
weitreichende
Folgen für die Lebensplanung der verbliebenen Kinder haben: Flucht. Und der
folgende Absatz des Neonazi-Halloween-Abenteuers düfte sich daher als
selbsterfüllende Prophezeiung erweisen:

Auch auf dem Halloween-Fest in Ruhland kann vor dieser Entwicklung
niemand die Augen verschlieÃen. Diejenigen, die noch mit Kindern hier
wohnen, wissen aus Berichten anderer um die Befürchtung, dass vielleicht
noch sie selbst, keinesfalls aber ihre Kinder in dieser Region werden leben
können.

Denn im Ernst: Wer möchte schon in einem Kaff leben, geschweige denn seine
Kinder aufwachsen lassen, in dem ein paar Gestörte solche Psycho-Auftritte
hinlegen und sich damit dann auch noch im âWeltnetzâ
brüsten? Ein
Kommentator schrieb dann auch passend zu dem ganzen Spuk:

Sich an Halloween als Neonazi zu verkleiden halte ich für eine
gelungene Idee. Das ist fast so gruselig wie Freddy Krüger!

Wohl wahr.




Quelle und Bilder zu dieser spinnerten Aktion unter:

http://npd-blog.info/2009/11/05/der-kurbis-als-volkstod/




Die Rechtsradikalen merken es nicht wie lächerlich sie sich machen.



Freundliche GRüÃe


Andreas Gumtow


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"Ich bin für ein NPD-Verbot, weil intelligentes Leben und Nazis
einfach
nicht zusammen passen!"

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