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Jüdische Geschichte - jüdische Religion 26 - Mord und Völkermord

Von: HappyHippo XVI © (me@privacy.net) [Profil]
Datum: 07.11.2009 17:52
Message-ID: <hd48k1$g02$1@hoshi.visyn.net>
Newsgroup: de.soc.politik.misc
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Über den Autor:
Israel Shahak (* 28. April 1933 Warschau; † 2. Juli 2001 in Israel) war
Professor für Biochemie an der hebräischen
Universität von Jerusalem.

Als Überlebender des Konzentrationslagers Bergen-Belsen konnte er als
Jugendlicher noch vor der Gründung Israels nach Palästina
emigrieren.
Nach dem Studium in Israel studierte Shahak auch in Stanford und
leistete anschließend seinen Wehrdienst in der Armee ab. Über seinen
Fachbereich hinaus wurde er bekannt als zeitweiliger Vorsitzender der
Liga für Menschenrechte in Israel und als scharfer Kritiker des Zionismus.
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---------- 26

[...]Nach der jüdischen Religion ist der Mord an einem Juden ein
Kapitalverbrechen und eine der drei schwersten Sünden (die beiden
anderen sind Götzenanbetung und Unkeuschheit). Jüdische
religiöse
Gerichte und weltliche Autoritäten müssen jeden, der sich
des Mordes an
einem Juden schuldig gemacht hat, bestrafen, auch über die Grenzen der
normalen Rechtsprechung hinaus.

Ein Jude, der den Tod eines anderen Juden indirekt verursacht,
verstößt
jedoch nur gegen das, was das talmudische Gesetz eine Sünde gegen die
"Gesetze des Himmels" nennt, und ist von Gott und nicht von den Menschen
zu bestrafen.

Die Sache sieht ganz anders aus, wenn es sich bei dem Opfer um einen
Nichtjuden handelt. Ein Jude, der einen Nichtjuden ermordet, begeht nur
eine Sünde gegen die Gesetze des Himmels und kann deshalb nicht von
einem Gericht bestraft werden. Verursacht er indirekt den Tod eines
Nichtjuden, so hat er überhaupt keine Sünde begangen.

Daher meint einer der drei bedeutendsten Kommentatoren des Schulchan
Aruch, daß man gegen einen Nichtjuden "nicht den Arm heben darf, um ihm
ein Leid zuzufügen. Man darf ihm jedoch indirekt Schaden
zufügen, indem
man z.B. eine Leiter wegnimmt, nachdem er in einen Felsspalt gefallen
ist ... hier gibt es kein Verbot, da es nicht direkt geschah".

Er weist jedoch darauf hin, daß eine Handlung, die direkt zum Tod eines
Nichtjuden führt, immer dann verboten ist, wenn sie Feindschaft
gegenüber Juden schürt. Ein nichtjüdischer
Mörder, der zufällig unter
die jüdische Rechtsprechung fällt, ist immer hinzurichten,
gleichgültig,
ob das Opfer Jude war oder nicht.

Handelte es sich jedoch beim Opfer um einen Nichtjuden und tritt der
Mörder zum Judaismus über, so erfolgt keine Bestrafung. All
dies hat
einen direkten und praktischen Bezug zu den Realitäten im Staate Israel.
Die Strafgesetze des Staates unterscheiden nicht zwischen Juden und
Nichtjuden, wohl aber bestimmte orthodoxe Rabbiner, die ihre Gläubigen
nach der Halacha führen. Von besonderer Bedeutung ist der Beistand, den
sie ihren religiösen Soldaten gewähren.

Da aber das wenig strikte Verbot der Ermordung von Nichtjuden nur für
"Nichtjuden, mit denen wir [die Juden] keinen Krieg führen" gilt,
zogen
verschiedene rabbinische Kommentatoren früher den logischen Schluß,
daß
im Krieg alle Nichtjuden, die zu einer feindlichen Bevölkerung
gehören,
getötet werden können oder sogar müssen. Seit
1973 wird diese
Lehrmeinung bei der Unterweisung religiöser israelischer Soldaten
öffentlich propagiert. Eine erste solche offizielle Aufforderung
enthielt ein Büchlein, das die Zentrale Regionale Kommandatur der
israelischen Armee veröffentlichen, zu deren Gebiet das besetzte
Westjordanland gehört. In diesem Büchlein schreibt der
Heeres-Oberrabbiner:

"Wenn unsere Streitkräfte während eines Krieges oder
bei einer
Verfolgung oder bei einem Angriff Zivilisten antreffen und es nicht
sicher ist, ob diese unsere Streitkräfte schädigen
können, so können und
müssen sie gemäß der Halacha getötet
werden...

Unter keinen Umständen ist einem Araber zu trauen, auch wenn er den
Eindruck eines zivilisierten Menschen erweckt...

Wenn unsere Streitkräfte im Krieg gegen den Feind vorgehen,
dürfen sie
nicht nur, sondern müssen sogar nach der Halacha auch harmlose
Zivilisten töten, d.h. auch Zivilisten, deren Harmlosigkeit von
vornherein feststeht."

Dieselbe Lehrmeinung vertritt ein Rabbiner gegenüber einem jungen
israelischen Soldaten in einem Briefwechsel, der im Jahrbuch einer der
renommiertesten religiösen Hochschulen des Landes, Midraschijatt Noam,
veröffentlicht wurde, in der viele Führer und Aktivisten der
nationalen
religiösen Partei und des Gusch Emunim ausgebildet wurden.
[...]


--
"Given all this, for the first time since the 2003 war, fewer than half
of Iraqis, 42 percent, say life is better now than it was under Saddam
Hussein, whose security forces are said to have murdered more than a
million Iraqis."
http://www.factcheck.org/UploadedFiles/1033aIraqpoll.pdf


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