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Re: Bischof Mixa: Europa von Neuheidentum und aggressiven atheistischen Ideen bedroht

Von: Sven Konietzko (groups@sven.konietzko.net) [Profil]
Datum: 05.07.2008 20:18
Message-ID: <g4odtt$ukp$1@online.de>
Newsgroup: de.soc.politik.misc de.soc.weltanschauung.christentum
On 2008-07-05 19:57:19 +0200, Wolfgang Amadeus Kieloben
<amadeus@kieloben.es> said:

> Der Bischof von Augsburg, Walter Mixa, redet Klartext:
>
>
> «Die europäischen Völker seien heute
erneut von Neuheidentum und
> aggressiven atheistischen Ideen bedroht, betonte Mixa. Das christliche
> Menschenbild, das Europa seit der Missionierung durch den Heiligen
> Paulus selbst tief geprägt habe, werde heute durch Abtreibung,
> Euthanasie, Genmanipulation, Aushöhlung der Familie und
> materialistische Ausbeutung des Menschen entstellt, sagte der Bischof
> in seiner Festpredigt vor über tausend Zuhörern in der
Augsburger St.
> Ulrich Basilika.

Na wo er recht hat er recht. Gut so, das nennt man gesunden religiösen
Wettbewerb. Neben Jesus Christus, dem Lieben Gott und dem heiligen
Geist, gibt es eben auch noch Thor, Odin, Belzebub, Aiwass, Gaia, die
dreifaltige Muttergöttin, das fliegende Spaghettimonster, Leviathan,
Mammon, Pan, Zeus, Jupiter, Thoth und hunderte mehr, als konkurierende
Gottheiten.

Ich nenne das Ganze religiösen Mix ohne Dogmen, denn Neuheiden haben
nicht die Angewohnheit Christen zu verbrennen, als Rache quasi. Sie
haben verziehen und sind nicht nachtragend. :-)

>
> „Europa wird auch in Zukunft christlich sein, oder es wird
überhaupt
> nicht mehr Europa sein“, so Mixa. Wenn man nur versuchsweise alles aus
> Europa wegdenken würde, was durch christlichen Geist und
christlichen
> Glauben gewachsen sei - vom Bildungswesen über Kunst und Literatur
bis
> zu den sozialen Einrichtungen - dann würde sich der
europäische
> Kontinent in eine unmenschliche geistige, kulturelle und soziale
Wüste
> verwandeln.»

Das halte ich für eine Lüge. Ich würde sagen,
dass gerade der
fundamentalistische Glaube der letzten zwei Jahrtausende viele Formen
der Bildung und Kunst einfach auf den Scheiterhaufen geworfen hat.
Vielleicht wären wir inzwischen zweihundert Jahre weiter,
hätte es kein
Menschenfeindliches Christentum gegeben. Ich sage nur: Giordano Bruno,
Jacques de Molay, Jeanne d’Arc oder Balthasar Hubmeier etc etc.
Hinzu die Bücherverbrennungen, Unterdrückung der
Wissenschaft und des
Andersdenkenden, das war Stagnation jeglichen Fortschritts.

MfG
--
Sven Konietzko
ICQ: 45571052
YIM: maniac_sven


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