Verarschung von Rechts
Von: Norbert Müller (norm973.erasespam@gmx.at) [Profil]
Datum: 11.09.2006 00:22
Message-ID: <5724b$45049037$d52f6057$1178@news.chello.at>
Newsgroup: de.soc.politik.misc
Datum: 11.09.2006 00:22
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am österreichischen Bespiel von Jörg Haider und seiner rechtspopulistischen Partei FPÖ und BZÖ: http://www.nlp.at/hl/ Leseprobe: "Was wir seit Anfang 2002 erleben durften, folgt dem zweite Szenario: die "apokalyptische Paranoia" [238], die in einer sektenähnlichen Bewegung dann ausbricht, wenn feststeht, dass die geweckten Heilserwartungen nicht eingelöst werden können und die Anhängerschar schrumpft. Jetzt wird die dunkle Verschwörungs- und Bedrohungs-Welt noch schwärzer: das "System" ist offensichtlich drauf und dran, der eigenen "Bewegung" das Lebenslicht auszublasen. "Die Jünger müssen" jetzt [so habe ich auf Seite 238 geschrieben], "besonders gehorsam sein" (sogar die eigenen Minister mussten gedemütigt werden), "der Ton wird militaristischer" (Personen mit rechtsradikalen Tönen bekommen vermehrt Einfluss) und eine "Endzeit-Stimmung entsteht" (Haiders depressive Phasen). In einer solchen Stimmung wird vieles möglich. Sollte Haider in den Meinungsumfragen weiter an Stimmen verlieren, dann wird er weitere Eskalations-Schritte setzen [220ff.] bis hin zu einem wirklichen Crash, - mit unabsehbaren Folgen auch für das ganze Land. Die Regierungs-Krise im September 2002 war die Folge der bei Regierungseintritt von Haider ausgeheckten Strategie. Haider übergibt die Partei-Führung an eine Person, die sich über viele Jahre als bedingungslos gehorsam erwiesen hat (sie gehört dem innersten Macht-Kern an [125]), und inszeniert einen Schein-Rücktritt [134]. Dieser soll das Image von Haider noch radikaler von dem der FPÖ trennen, - ein Phänomen, wie es für eine Sekte typisch ist: in einer Sekte gilt der Guru als unfehlbar [36] und alle Misserfolge werden den "fehlbaren" Gefolgsleuten in die Schuhe geschoben. Die Metapher von der Sekte ist in der Tat für ein Verständnis der FPÖ angebracht, und eine logische Folge ihres Welt-Bildes. Eine "Bewegung" in Analogie zu einer Sekte befolgt zwei Prinzipien: a.. der Guru besitzt erstens ein Höchstmaß an Macht über alle Mitglieder [119ff.] und trennt b.. zweitens sein Image von dem der Organisation, soweit dies möglich ist. Falls erforderlich trennt man sich schnell von eigenen Leuten: mit DENEN hat man nichts zu tun gehabt [160]. " Alles in Österreich inzwischen eingetreten. In Deutschland vielleicht noch Zukunft, falls die NDP mehr Wähler gewinnen sollte - der Trend scheint aber ohnehin abwärts zu gehen. MfG, NM[ Auf dieses Posting antworten ]
