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GEZ-Schergen: ?Das Gebührensystem grenzt an Erpressung"

Von: Bobby Lee Bibelgurtel (bobbylee@biblebelt.com) [Profil]
Datum: 28.04.2009 02:09
Message-ID: <gt5hg5$btr$1@aioe.org>
Newsgroup: de.soc.medien.rundfunkfinanzierung de.soc.politik.misc
Lesenswert:

http://www.pi-news.net/2009/04/das-gebuehrensystem-grenzt-an-erpressung/

____________________

Ich bin notleidender Freiberufler (nach langer Arbeitslosigkeit) und
halte mich mit Ãśbersetzungen und Korrektur lesen gerade so über
Wasser.
Eine Familie ist zu ernähren, ein Haus abzubezahlen, Urlaub kenne ich
seit Jahren nur vom Hörensagen. Seit 1999 bezahle ich meine
jährlichen
Gebühren für ein Fernsehgerät, das ich
überwiegend für DVDs, Videos
etc. benutze, ansonsten für den Empfang britischer Sender (habe lange
Zeit in GB gelebt). Deutsche Programme schaue ich mir nie an, zu
unprofessionell, zu blöde, zu politisch korrekt.

2006 betrat ein GEZ-Schnüffler mein Grundstück und verlangte
eine
Anmeldung für das Autoradio. Nun wird das Auto nie für die
freiberufliche Tätigkeit benutzt, sondern nur privat. Ich konnte die
GEZ überzeugen, dass ich nicht bezahlen muss (”Wir streichen Sie
von
der Liste”). Mitte 2007 - ich hatte von der Gebühr
für neuartige
Rundfunkapparate noch nicht gehört - ein Anruf von der
Erpresserzentrale in Köln: “Sie müssen doch das
Autoradio bezahlen.”
“Nein”, sage ich, “bin doch von der Liste gestrichen”.
“Nein, sind Sie
nicht”, so die Erpresserbande in Köln. “Wie verfahren Sie mit
Ihren
Aufträgen?” “Nun: meist auf dem Postweg”
(dafür gibt es Gott sei Dank
noch keine Rundfunkgebühren), “und gelegentlich, vor allem
Ãśbersetzungen, per E-Mail”. “Aha, Sie haben Internet! Jetzt sind
Sie
dran!”

Darauf brüllte ich die provozierende Ziege in Köln an und
legte auf.
Mehrere Aufforderungen zu zahlen folgten, Androhungen, Mahnbescheide
etc. Ich schrieb mehrere Briefe an den NDR und an die Erpresserzentrale:

"bezahle doch schon für einen Fernseher, sehe doch nie auf dem PC
fern (da ich ohnehin keine deutschen Programme sehe), weiÃź gar nicht,
wie das geht etc., auÃźerdem steht der PC ein paar Schritte neben dem
TV-Gerät, das seit 1999 angemeldet ist."

Antwort:

"Nein, Sie müssen bezahlen, Sie sind selbständig, Sie
haben ein
hohes Einkommen und blablabla …"

Ich:

"Habe doch aber nicht darum gebeten, dass man auf dem PC fernsehen
kann! Zahle doch nur für Leistungen. AuÃźerdem benutze ich den PC zu
95
Prozent privat (u.a. für PI)."

Die Drohungen wurden heftiger. Ich wandte mich in einer Petition an den
Landtag in Hannover. Erklärte die Umstände und dass es
unsinnig sei,
dass ich für zwei Empfangsgeräte (davon ein echtes), die
praktisch nur
durch wenige Meter getrennt sind, doppelt bezahlen solle. Auch dort die
erste Antwort: Ja, ich müsse zahlen, denn der PC werde beruflich
genutzt. Also hatten auch die nichts begriffen (oder wollten nichts
begreifen). Dann verwandte sich eine freundliche Dame in der Kanzlei
für mich, rief beim NDR an und mailte mir freudestrahlend:

"Sie sind befreit von der PC-Gebühr. Sie zahlen ja schon
für ein
echtes TV-Gerät und benutzen Ihren PC fast nur privat. AuÃźerdem
stehen
beide Geräte in einer Wohneinheit."

Na endlich, nun hatte es bei den Doofen geklickt …. Dabei habe ich
gerade diese Umstände in mehreren Schreiben angegeben.

Wochen später: Vollstreckungsbescheid vom NDR, wenn ich nicht innerhalb
von vier Wochen meine PC-Gebühr bezahle! Da rief ich wutentbrannt beim
NDR an, der mir dann vor wenigen Tagen schriftlich bestätigte, ich sei
von der Gebühr befreit. Hat mich Stunden über Stunden Arbeit
gekostet,
nur weil die bei der GEZ und beim NDR zu blöde (oder zu gierig?) sind,
Schreiben zu lesen und zu verstehen.

Das Gebührensystem grenzt an Erpressung. AuÃźerdem werden zu viele
Gebührengelder regelrecht verschwendet!


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