Re: GEZ - Einnahmen, Ausgaben, Informationen
Von: Tom Berger (usenet@archtools.de) [Profil]
Datum: 07.02.2007 19:42
Message-ID: <6y2wzlsq3yjv$.1eojf14v0934a$.dlg@40tude.net>
Newsgroup: de.soc.medien.rundfunkfinanzierung
Datum: 07.02.2007 19:42
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Newsgroup: de.soc.medien.rundfunkfinanzierung
Am Wed, 07 Feb 2007 19:04:13 +0100 schrieb Hans Glück: > GEZ - Einnahmen, Ausgaben, Informationen > > Nachfolgend die Entwicklung der Gebühreneinnahmen: > > 1996 4,73 Milliarden Euro > 2000 5,92 Milliarden Euro > 2004 6,85 Milliarden Euro > 2005 7,12 Milliarden Euro > > Von 1996 - 2005 sind die Gebühreneinnahmen um über 50 Prozent gestiegen, > was einer jährlichen Einnahmeerhöhung von ca. 5 Prozent entspricht. Die Gebühren sind inflationsbereinigt seit Einführung der Gebühr trotz eines enorm höheren Angebots gerade mal um 18% gestiegen. Diese Steigerung ist jedoch hauptsächlich auf die durch die Einführung des Privatfunks enorm verteuerten Ausstrahlungs- und Übertragungsrechte zurück zu führen - die höhere Ausschöpfung des Gebührenpotentials alleine konnte diese Kostensteigerung nicht wettmachen. Bis zur Einführung des Privatfunks sind die Rundfunkgebühren stetig bis auf 70% des Werts bei Einführung 1953 gesunken. > Die gerade vollzogene Erhöhung dürfte nochmals mehrere hundert Millionen > Euro in die Kassen spülen. Und schon wird über eine neuerliche Erhöhung > diskutiert. Die letzte "Erhöhung" hat noch nicht mal die Inflation seit der vorletzten Erhöhung ausgeglichen - inflationsbereinigt war das also eine Gebührensenkung. > Man sieht daran, dass die Konkurrenz zu den Privaten zunehmend dem > Gebührenzahler teuer zu stehen kommt, weil der Öffentlich-Rechtliche > Rundfunk seine "Grundversorgung" in Richtung gleichwertiges > Rundumversorgungsangebot mit Soaps, Telenovelas, Talkshows und > Quizsendungen ausgebaut und die Bieterpreise für Sportübertragungen durch > die Konkurrenzsituation mit den Privaten mit in die Höhe getrieben hat. Ja, das ist korrekt. Schafft das Privatfernsehen ab, und schon können die Rundfunkgebühren bestimmt um 30 bis 50% gesenkt werden. > Der undemokratische Aufbau des Öffentlich-Rechtlichen Rundfunks in > Deutschland gepaart mit der "Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs > der Rundfunkanstalten" machen eine wirtschaftlichere Auseinandersetzung > mit den vorhandenen Gebühren praktisch unmöglich. Die demokratische Kontrolle des ÖRR garantiert zuverlässig, dass der ÖRR ausreichend alimentiert wird, um seinen Verfassungsauftrag zum Wohle aller Bürger erfüllen zu können, und gleichzeitig garantiert diese Kontrolle die Angemessenheit und Sozialverträglichkeit der Rudnfunkgebühr. > Der Rundfunk sagt der Kommission also, wieviel Geld sie haben möchten. Und > die Kommission gibt diese Forderung in einem Bericht an die > Landesregierungen weiter (so jedenfalls war es in der Vergangenheit). Das ist falsch und von Dir schlicht erlogen. > Auch > wenn die Landesregierungen das letzte Wort haben, ist der Vorschlag der > KEF de facto bindend. Ja, aber der Vorschlag der KEF folgt keineswegs blind dem Antrag des ÖRR, wie Du es behauptest. Die steigenden Kosten für Ausstrahlungs- und Übertragungsrechte machen allen Rundfunkanstalten weltweit schwer zu schaffen. Dass der deutsche ÖRR dabei besonders gut wirtschaftet, ist u.a. daran ablesbar, dass die deutschen Rundfunkgebühren vor 5 Jahren noch die zweithöchsten in Europa waren, heute aber nur noch Platz 8 belegen. Tom Berger -- ArchTools: Architektur-Werkzeuge für AutoCAD (TM) ArchDIM - Architekturbemaßung und Höhenkoten ArchAREA - Flächenermittlung und Raumbuch nach DIN 277 Info und Demo unter http://www.archtools.de[ Auf dieses Posting antworten ]
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- .Evàristo. (07.02.2007 19:54)
- Tom Berger (07.02.2007 21:19)
- Mike Horn (07.02.2007 19:54)
- Ruediger Schwarz-Linek (08.02.2007 19:32)
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- Mike Horn (09.02.2007 18:56)
- Falk Duebbert (13.02.2007 14:16)
- Falk Duebbert (13.02.2007 14:12)
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- Falk Duebbert (13.02.2007 15:54)
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- Jan Hladik (14.02.2007 12:19)
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