nntp2http.com
Posting
Suche
Optionen
Hilfe & Kontakt

Re: GEZ - Einnahmen, Ausgaben, Informationen

Von: Falk Duebbert (falkd@duebbert.com) [Profil]
Datum: 13.02.2007 14:12
Message-ID: <MPG.203bd7a9339cb084989680@192.168.0.2>
Newsgroup: de.soc.medien.rundfunkfinanzierung
In article <6y2wzlsq3yjv$.1eojf14v0934a$.dlg@40tude.net>,
usenet@archtools.de says...

> Am Wed, 07 Feb 2007 19:04:13 +0100 schrieb Hans Glück:
> 
> > GEZ - Einnahmen, Ausgaben, Informationen
> > 
> > Nachfolgend die Entwicklung der Gebühreneinnahmen:
> > 
> > 1996	4,73 Milliarden Euro
> > 2000	5,92 Milliarden Euro
> > 2004	6,85 Milliarden Euro
> > 2005	7,12 Milliarden Euro
> > 
> > Von 1996 - 2005 sind die Gebühreneinnahmen um über 50 Prozent gesti
egen,
> > was einer jährlichen Einnahmeerhöhung von ca. 5 Prozent entspricht.
> 
> Die Gebühren sind inflationsbereinigt seit Einführung der Gebühr tr
otz
> eines enorm höheren Angebots gerade mal um 18% gestiegen. 

Dabei wurde in Arbeitsstunden des berüchtigten "durchschnittlichen
Arbeitnehmers" alles *billiger*.

Problem dabei ist: die Berufsgruppen, die unter dem Durchnitt liegen
hatten fast durch die Bank weg in den letzten 32 Jahren kontinuierlich
Realeinkommensverlust.

Und 2005 hatten bereits 12% der _arbeitenden_ Deutschen kein frei
verfügbares Einkommen in der Tasche. Dieser Wert war im Westen in den
Achtzigern bei etwa 0,6%. Was das für Spielräume von Gebührenerhöhu
ngen
bedeutet darf man sich selbst ausmalen.

> Die letzte "Erhöhung" hat noch nicht mal die Inflation seit der
vorletz
ten
> Erhöhung ausgeglichen - inflationsbereinigt war das also eine
> Gebührensenkung.

Die Inflation sagt nichts über die Realeinkommen aus.

> Ja, das ist korrekt. Schafft das Privatfernsehen ab, und schon können d
ie
> Rundfunkgebühren bestimmt um 30 bis 50% gesenkt werden.

Schafft man den ÖRR ab, liegt man bei 0%.

> Die demokratische Kontrolle des ÖRR garantiert zuverlässig, dass der 
ÖRR
> ausreichend alimentiert wird, 

Verschwendung wird nicht verhindert.
Der ÖRR entzieht sich ja der Auschreibungspflicht, damit man weiterhin
schön Vettern und Freunde füttern oder in den Puff fahren kann. Das abe
r
vermutlich nicht mehr lange.

> garantiert diese Kontrolle die
> Angemessenheit und Sozialverträglichkeit der Rudnfunkgebühr.

Dann müsste sich deren Entwicklung an dem geometrischen Mittel der
Einkommen orientieren, allerdings tut sie das allenfalls am
arithmetischen, das durch Ackermänner (Aufspaltung der Forke) allerdings

zu hohe Zahlen vorspiegelt.

> Ja, aber der Vorschlag der KEF folgt keineswegs blind dem Antrag des ÖR
R,
> wie Du es behauptest.

Die maximale Abweichung von der Bedarfsanmeldung waren 6%.

> Die steigenden Kosten für Ausstrahlungs- und Übertragungsrechte mache
n
> allen Rundfunkanstalten weltweit schwer zu schaffen. 

Die Sat1Pro7-Media gibt nicht mehr für Lizenzen aus als vor 5 Jahren.
RTL Media

> Dass der deutsche ÖRR
> dabei besonders gut wirtschaftet, ist u.a. daran ablesbar, dass die
> deutschen Rundfunkgebühren vor 5 Jahren noch die zweithöchsten in Eur
opa
> waren, heute aber nur noch Platz 8 belegen.

Blinde, Einäugige...

Falk

[ Auf dieses Posting antworten ]

Antworten