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Re: GEZ - Einnahmen, Ausgaben, Informationen

Von: Mike Horn (mikeechohotel@hotmail.com) [Profil]
Datum: 07.02.2007 19:32
Message-ID: <en6ks2h2d6oo01vnjqkqtuj8hgl0u1ug2j@4ax.com>
Newsgroup: de.soc.medien.rundfunkfinanzierung
Ausnahmsweise 'mal TOFU

Gut recherchiert. Dem ist nix hinzuzufügen.
Es handelt sich um die übliche Gier der Rundfunk-Beamten in einer
schönen Nische. Major Tom: Völlig losgelöst von der Erden.



On Wed, 07 Feb 2007 19:04:13 +0100, Hans Glück
<invalid@invalid.invalid> wrote:

>GEZ - Einnahmen, Ausgaben, Informationen
>
>Nachfolgend die Entwicklung der Gebühreneinnahmen:
>
>1996	4,73 Milliarden Euro
>2000	5,92 Milliarden Euro
>2004	6,85 Milliarden Euro
>2005	7,12 Milliarden Euro
>
>Von 1996 - 2005 sind die Gebühreneinnahmen um über 50 Prozent gestiegen,
>was einer jährlichen Einnahmeerhöhung von ca. 5 Prozent entspricht.
>
>(http://www.gez.de/pics/content/diverse/gesamtertraege2005.jpg)
>
>Von 1990 - 2002 sind die Gebühren von 9,71 Euro auf 16,15 Euro um 66
>Prozent gestiegen, was einer jährlichen Erhöhung von ca. 5 Prozent
>entspricht.
>
>(http://www.gez.de/pics/content/diverse/geb_entw_gr.gif)
>
>Die gerade vollzogene Erhöhung dürfte nochmals mehrere hundert Millionen
>Euro in die Kassen spülen. Und schon wird über eine neuerliche
Erhöhung
>diskutiert.
>
>Man sieht daran, dass die Konkurrenz zu den Privaten zunehmend dem
>Gebührenzahler teuer zu stehen kommt, weil der Öffentlich-Rechtliche
>Rundfunk seine "Grundversorgung" in Richtung gleichwertiges
>Rundumversorgungsangebot mit Soaps, Telenovelas, Talkshows und
>Quizsendungen ausgebaut und die Bieterpreise für Sportübertragungen durch
>die Konkurrenzsituation mit den Privaten mit in die Höhe getrieben hat.
>Der Kampf um Senderechte wird damit zunehmend auf dem Rücken der
>Gebührenzahler ausgetragen.
>
>Der undemokratische Aufbau des Öffentlich-Rechtlichen Rundfunks in
>Deutschland gepaart mit der "Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs
>der Rundfunkanstalten" machen eine wirtschaftlichere Auseinandersetzung
>mit den vorhandenen Gebühren praktisch unmöglich. Dass dabei die eigenen
>Sender ihre Gebührenfreundliche Ansicht bei jeder Diskussion um die
>Gebühren regelmäßig in den eigenen TV-und Nachrichtenmagazinen auf
ARD und
>ZDF darstellen, zeigt was der ÖR unter einer "unabhängigen"
>Grundversorgung versteht.
>
>Zitat des Geschäftsführers der GEZ, Auszug aus der Internetseite der GEZ:
>
>"Der Rundfunkfinanzierungsstaatsvertrag sieht vor, dass die
>Rundfunkanstalten alle zwei Jahre ihren Finanzbedarf anmelden. Diesen
>Finanzbedarf prüft die unabhängige Kommission zur Überprüfung
und
>Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) und gibt dazu
>einen Bericht an die Landesregierungen. In diesem Bericht wird vor allem
>Stellung dazu genommen, ob, in welcher Höhe und zu welchem Zeitpunkt eine
>Änderung der Rundfunkgebühr notwendig ist."
>
>Der Rundfunk sagt der Kommission also, wieviel Geld sie haben möchten. Und
>die Kommission gibt diese Forderung in einem Bericht an die
>Landesregierungen weiter (so jedenfalls war es in der Vergangenheit). Auch
>wenn die Landesregierungen das letzte Wort haben, ist der Vorschlag der
>KEF de facto bindend. Bindend deshalb, weil der politische Einfluss auf
>die Gebührenhöhe praktisch nicht vorhanden ist, dass haben Gerichte in der
>Vergangenheit schon klargestellt.
>
>Da wundert es auch nicht, dass der ÖR keinerlei Handlungsbedarf bei der
>Einsparung von Finanzen sieht. Anders kann man sich nicht erklären, wie im
>Jahr 2005 diese Mittelverteilung zustande kommt:
>
>Bayerischer Rundfunk  843.991.492,48
>Hessischer Rundfunk  396.902.452,02
>Mitteldeutscher Rundfunk  563.302.551,04
>Norddeutscher Rundfunk  921.270.030,99
>Radio Bremen  42.278.984,50
>Rundfunk Berlin-Brandenburg  347.487.093,78
>Saarländischer Rundfunk  65.856.886,61
>Südwestrundfunk  960.707.274,15
>Westdeutscher Rundfunk   1.106.115.693,87
>ARD (insgesamt)  5.247.912.459,44
>Zweites Deutsches Fernsehen  1.690.520.399,59
>Deutschlandradio  184.536.657,14
>Gesamt  7.122.969.516,17
>
>(http://www.gez.de/door/gebuehren/gebuehrenverteilung/index.html)
>
>So kostet alleine das Deutschlandradio (http://www.dradio.de/) mit seinen
>beiden Radiosendern Deutschlandfunk und Deutschlandradio Kultur dem
>Gebührenzahler sage und schreibe 184,53 Millionen Euro im Jahr. Die
>meisten der Gebührenzahler dürften wohl nicht einmal wissen, dass es
>solche Sender überhaupt gibt. Welcher Private Sender würde in dieser
>Niesche schon einen Etat von 184 Millionen Euro erhalten?
>
>Mit 184 Millionen Euro könnte man 6.100 Arbeitsplätze im öffentlichen
>Dienst schaffen (okay, das ist ein schlechtes Beispiel) oder alle zwei
>Jahre eine neue Allianz-Arena für den FC Bayern bauen, für 17.000
>Langzeitarbeitslosen eine Jahres-Vollzeit-ABM-Stelle finanzieren und
>100.000 zusätzlichen Kindern das Kindergeld zahlen...

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