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Verleger fordern Bestandsgarantie für "Kulturgut Zeitung"

Von: Alwin Frogmann (frogger@killrgames.com) [Profil]
Datum: 25.04.2009 11:35
Message-ID: <1iyq7fk.1f4olfkbe7q6iN%frogger@killrgames.com>
Newsgroup: de.rec.buecher de.soc.medien.misc de.talk.tagesgeschehen
Kutscher fordern Bestandsgarantie für "Kulturgut Droschke":


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"Die nordrhein-westfälischen Verleger fordern eine Bestandsgarantie für
das "Kulturgut Zeitung". "Zeitungen sind der Garant für eine lebendige
Demokratie", sagte der Vorsitzende des Zeitungsverlegerverbands NRW,
Clemens Bauer, am Donnerstag bei der Jahrestagung des ZVNRW in Bonn.
Deshalb bräuchten Verlage, ähnlich wie der öffentlich-rechtliche
Rundfunk, "eine Art Bestands- und Entwicklungsgarantie - aber nicht
durch Gebühren und Subventionen, sondern durch faire Rahmenbedingungen",
sagte Bauer. Nur wirtschaftlich gesunde Unternehmen könnten
Qualitätsjournalismus liefern."

http://www.heise.de/newsticker/Verleger-fordern-Bestandsgarantie-fuer-Kulturgut-Zeitung--/
meldung/136698

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Was den "Qualitätsjournalismus" betrifft: Die meisten Zeitungen bieten
keinen Journalismus, sondern plumpe "Meinungsmache".

Würde es gute Zeitungen in Deutschland geben, dann würden die auch
gelesen werden. Leider gibt es kaum noch gute Zeitungen.

In den meisten Fällen erdreisten sich die Journalisten, die Leser
belehren zu wollen. Anstatt Information zu bieten, versuchen sie den
Leser zu erziehen.

Den Zeitungen wäre geholfen, wenn sie:

1. Dazu übergehen würden Fakten anstelle der politischen Überzeugungen
ihrer Redaktionen zu bieten.

2. Politiker wirklich kritisch hinterfragen würden. Mittlerweile sind
die meisten Zeitungen noch reine PR-Blätter geworden. Journalisten
bringen sogar schon gemeinsam mit Politikern deren Biographien heraus.
Wo ist da noch die Unabhängigkeit?

3. Fachleute einstellen würden. Jawohl: Fachleute, nicht Journalisten.
Ein Journalist kann vielleicht Informationen zusammenfassen, aber
alleine auf Grund seiner Ausbildung ist er kaum in der Lage Fachthemen
überhaupt richtig zu erfassen. Die Folge sind die üblichen
katastrophalen Artikel zu Fachthemen.

3. Aufhören würden die Kampagnen der Politik zu unterstützen. Ich lese
auch deshalb keine Zeitung mehr, weil ich diese kritiklose Übernahme,
dieses sofortige Befolgen der Berichterstattungswünsche der Politiker
nicht mehr unterstützen will.

4. Informationen auch bieten würden. Es kann doch nicht sein, dass aus
politischer Korrektheit ständig Informationen unterschlagen werden.
Neuerdings kommt es z.B. zu Fahndungsersuchen der Polizei in der Presse,
in denen nach einem "Mann mit Jeans und dunkler Jacke" gesucht wird,
weil die Mehrheit der Zeitungen Ausländerkriminalität nicht mehr
veröffentlichen wollen. Oder die Ausländerkriminalität wird unter dem
ominösen, politisch-korrekten Wort "Südländer" versteckt.

Einen Informationsmehrwert kann man der Zeitung in diesem Fall nicht
mehr entnehmen. Warum sollte man sie also kaufen?

Alwin

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