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Das Bildungsministerium und der Umgang mit der Wahrheit

Von: hubsi (rehub@freenet.de) [Profil]
Datum: 25.01.2008 10:10
Message-ID: <47997601$0$15094$9b622d9e@news.freenet.de>
Newsgroup: de.soc.familie.vaeter

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung gab dereinst eine Studie in
Auftrag. Diese wurde unter dem Titel

"Bildungs(miss)erfolge
von Jungen und Berufswahlverhalten
bei Jungen/männlichen Jugendlichen"

zurückgegeben. Leider entsprach sie nicht dem was man/frau so
hören wollte. Es
kam nämlich -mal wieder- heraus, daß die Jungs die großen
Bildungsverlierer in
diesem Lande sind.
Sie werden bei gleicher Leistung schlechter benotet, selbst bei gleichen
Schulnoten weniger für weiterführende Schulen vorgeschlagen
usw.

Die Taktik des Ministeriums war von Anfang an, diese mißliebige Studie
(Bildungs_missefolg_ für Jungs nicht bekannt werden zu lassen.

Dies hat Anfangs nicht geklapp.
Einige Zeitungen berichteten darüber, obwohl die Presse nicht
darüber
unterrichtet wurden, was bei sonstigen mainstreamgerechten Studien durchaus mit
großem Trara gemacht wird.
Nicht einmal im Unterverzeichnis „Presse“ auf der Homepage des BMBF war
eine
Mitteilung zu finden.
Obwohl sie schon Ende November vorlag, verlegte das Ministerium die
heimlich-still-und leise-Veröffentlichung auf den 21. Dezember. Die Hoffnung
war
wohl, daß sie im Weihnachtsrummel untergehen würde.

Nun wollte man sie Anfang Januar wieder still und leise von der Homepage des
Ministeriums entfernen. Es gab nur noch eine Fehlermeldung und den Hinweis:

"Fehler!
Die von Ihnen gewählte Seite kann nicht angezeigt werden...
Sicherlich finden Sie andere interessante Themen in unserem Angebot über
die
Homepage oder die Suche. Viel Spaß!"

Gendergerechten Mainstream meinte Schavan wahrscheinlich.

Eine Anfrage von http://www.wgvdl.de/forum/forum_entry.php?id3528 wurde so
beantwortet, daß ein paar Fehler ausgebügelt werden
müßten. Dies würde "ein paar
Tage" dauern. Offensichtlich war das aber eine Lüge, denn es verging
Woche für
Woche. Man hoffte, es würden schon nicht so viele merken.

Die Proteste nach der gänzlichen Herausnahme aus den Seiten des BMBF waren
aber
wohl so stark, daß befürchtet werde mußte, die Presse
würde davon Wind bekommen.
Also wurde sie -am 21. Januar 2008 wieder eingestellt. Und zwar 1:1 ohne jede
Korrektur!
http://www.bmbf.de/pub/Bildungsmisserfolg.pdf

_Aber_

Genaus still und leise wie beim ersten mal. Nein, sogar ganz heimlich wurde sie
wieder eingestellt. Es gibt auf der BMBF Seite nicht mal mehr einen Link, der
auf die unliebsame Studie verweist.
Selbst die ministeriell Suchfunktion weigert sich diese Studie zu kennen.
Gewollt -vermute ich mal!

==> Sie ist zwar da, aber auch wieder nicht. Denn sie ist nicht zu finden.
Nur wer den Link schon hat, kann sie auch finden. Wenn der admin des von dir
verlinkten wgvdl-Forums nicht täglich unter der ihm bekannten Adresse
nachgesehen hätte (und vielleicht noch ein paar Andere) _es
wäre, als hätte es
diese Studie nie gegeben.

Und das ist auch das Ziel. Da niemand sonst sie finden kann, wird es auch kaum
Zugriffe darauf geben. Die geringen Zugriffszahlen wird das Ministerium der
Schavan dann zu Anlass nehmen, sie endgültig zu entfernen. Ein ganz linkes
und
hinterhältiges Spiel ist das.

Das Ganze zeigt uns wie wir regiert werden. Völlig autoritär
und absolutistisch
Werden teure Studien in Auftrag gegeben, werden sie nur verbreitet, wenn sie der
Regierung in ihr Geschäft passen. Werden unbequeme Wahrheiten gefunden,
werden
sie unter den Teppich gekehrt und dem Souverän, der nur noch auf dem Papier
so
heißt, vorenthalten.

So machte das einst der Klerus, der allein wissen durfte, was in der Bibel
steht. Denn er allein konnte die lateinisch verfassten Bücher lesen. Und
genau
so, wird heute uns vorenthalten, was wir nicht wissen sollen. Und so kann
über
alle Köpfe hinweg regiert werden.

Ich nenne das undemokratisch, autoritär, demagogisch und wie einem
Propagandaministerium entsprungen.


hubsi

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