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[DP] Legalisierung: Cannabis auf Rezept

Von: Sven Konietzko (maniac@alheris.com) [Profil]
Datum: 22.08.2007 23:04
Message-ID: <013d7d49$0$1625$c3e8da3@news.astraweb.com>
Newsgroup: de.soc.drogen
Zum ersten Mal erteilt die Bundesopiumstelle einer Frau die Erlaubnis,
ihre Schmerzen mit Cannabis bekämpfen zu dürfen.

Zum ersten Mal darf eine Multiple-Sklerose-Patientin in Deutschland
Cannabis in der Apotheke kaufen. Eineinhalb Jahre, nachdem sich die vor
14 Jahren erkrankte Frau mit einem entsprechenden Antrag an die
Bundesopiumstelle gewandt hatte, erteilte die Behörde ihr einen
positiven Bescheid, wie die „Süddeutsche Zeitung“
berichtete. Bis Mai
2005 hatte das Amt solche Anfragen pauschal abgelehnt, dann ordnete das
Bundesverwaltungsgericht die Prüfung jedes Einzelfalls an.

Wie auch LSD und Heroin fällt Cannabis unter das
Betäubungsmittelgesetz, allerdings gibt es Stimmen, die es
für die
Behandlung von Schmerzen, insbesondere bei MS, Krebs und Aids,
empfehlen. Untersuchungen hierzu haben bislang widersprüchliche
Ergebnisse gezeitigt. Auch gestalten sich die Studien schwierig, da der
sonst übliche Vergleich mit Scheinmedikamenten bei Cannabis aufgrund
seiner berauschenden Wirkung nicht möglich ist. Dennoch sind, so eine
Umfrage des Instituts für Demoskopie in Allensbach, drei von vier
Deutschen dafür, Hanfextrakte als Behandlungsmittel zuzulassen. In den
Niederlanden dürfen Ärzte Cannabis schon seit 2003 verschreiben;
ähnliche Vorhaben gibt es auch in Spanien und Kanada. rik

Quelle: http://www.tagesspiegel.de/magazin/wissen/Cannabis;art304,2362619
--
Sven Konietzko
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