Regelwerke und auswirkungen auf Gruppendynamiken in BLOGS
Von: darina.schmidt@web.de [Profil]
Datum: 24.08.2007 23:04
Message-ID: <1187989457.497473.298440@r23g2000prd.googlegroups.com>
Newsgroup: de.sci.soziologie de.sci.psychologie
Datum: 24.08.2007 23:04
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Hallo, liebe Psychologen bzw. Soziologen! XING hat ein neues Regelwerk für Moderatoren verabschiedet, in welchem ab dem 24. August 2007 neue Regelwerke (CoC - code of conduct) eingeführt werden. Welche Auswirkungen auf die Gruppendynamiken sind dann wohl zu erwarten, bzw. welche sind vorherzusehen? Interessierte Grüsse, Darina Liebe Moderatoren, wir möchten heute bekannt geben, dass wir mit sofortiger Wirkung die ,,Eine-Gruppe-pro-Thema"-Policy ändern werden. Bisher wurde in der Regel pro Thema nur eine Gruppe vergeben. Aufgrund der hohen Anzahl an Gruppenanträgen können wir jedoch die bisherige Exklusivitäts-Regelung nicht dauerhaft erhalten. An Stelle des Exklusivitätsrechtes wird ein gesunder Wettbewerb zwischen den Gruppen beginnen, wie anderswo im Internet bereits üblich. Dieses wird in der Folge auch die vielen mit dieser Regelung verknüpften Konflikte beseitigen, denn wer mit einem Moderator unglücklich ist oder die Atmosphäre in der einen Gruppe nicht mag, kann in eine andere wechseln. Für unsere Mitglieder bedeutet dies mehr Vielfalt und ein größeres Spektrum. Wir werden unseren Moderatoren künftig ihren Einsatz für ihre Gruppen erleichtern. Wir arbeiten bereits an Funktionen, die helfen, aktive, qualitativ hochwertige und vitale Gruppen in der Zukunft weiter in den Vordergrund zu rücken. Wir werden Sie in den nächsten Monaten genauer über die geplante Umsetzung informieren. Beste Grüße, Silke Schippmann __________________________ Ausführliche Erklärung und Erläuterungen Code of Conduct für Moderatoren auf Xing: 1. Moderatoren kennen und respektieren unsere ,,Allgemeinen Geschäftsbedingungen". Dies gilt auch für das Verhalten des Moderators auf der Plattform. Eine Missachtung der ,,Allgemeinen Geschäftsbedingungen" oder der Verhaltensregeln kann zum Entzug der Moderationsrechte oder zum Ausschluss aus der Plattform führen. Der Moderator befasst sich mit Verletzungen der ,,Allgemeinen Geschäftsbedingungen", nationaler und internationaler Bestimmungen, sofern diese auftreten. Je nach Schwere des Verstoßes kann der Moderator sich dabei an XING wenden (community@xing.com). 2. Moderatoren behandeln andere stets respektvoll, dies gilt besonders für die Veröffentlichung von Beiträgen. Einseitige Meinungsäußeru ngen über Religion, Rasse oder sexuelle Neigung werden in Gruppenbeiträgen vermieden. 3. Moderatoren übernehmen eine aktive Rolle in ihrer Gruppe. Sie halten mit ihren Mitgliedern über Newsletter Kontakt, organisieren Gruppen-Events und melden sich regelmäßig zu Wort. Wenn die Gruppenaktivität nachlässt, bringen Moderatoren die Aktivität über neue Beiträge, Veranstaltungen und/oder Foren wieder in Gang. Im Falle sehr hoher Inaktivität, schickt XING eine offizielle Mitteilung an die Moderatoren der inaktiven Gruppe. Wenn die Aktivität auch nach zwei offiziellen Mitteilungen nicht steigt, behält sich XING das Recht vor, die Gruppe aufzulösen oder den Moderator zu ersetzen. Moderatoren erhalten im Forum ,,Tipps und Tricks" der Moderatoren- Gruppe Hilfestellung etwa dazu, wie die Aktivität in der Gruppe beibehalten oder gesteigert werden kann. 4. Jeder Moderator gibt einen Überblick über den Zweck seiner Gruppe, die erwarteten Diskussionen, die Zielgruppe, welche Mitglieder in die Gruppe aufgenommen bzw. nicht aufgenommen werden sowie die öffentliche Sichtbarkeit der Gruppe (Gruppen können entweder nur für ,,Gruppenmitglieder", ,,alle XING-Mitglieder" oder für ,,alle" sichtbar sein). Moderatoren halten sich an die von XING festgelegten ,,Verhaltensregeln für Mitglieder", sie können zusätzlich gruppenspezifische Regeln festlegen. Ist dies der Fall, werden die Mitglieder der betreffenden Gruppe darüber informiert. Moderatoren teilen ihren Gruppenmitgliedern grundsätzlich mit, wenn einer der hier genannten Punkte geändert wird. 5. Moderatoren sind neutral und gehen mit den ihnen übertragenen Aufgaben verantwortungsvoll um. Verlässt ein Moderator seine Gruppe, so darf er auch dann der Gruppe nicht schaden. Beabsichtigt der Moderator das XING-Netzwerk zu verlassen und es steht kein Ersatz zur Verfügung, sollte zunächst ein Community Manager von XING informiert werden. 6. Moderatoren sind grundsätzlich mit Werbung zurückhaltend und nutzen diese niemals für direkte finanzielle Vorteile, obwohl XING werbende Inhalte in den Gruppen nicht verbietet. Newsletter enthalten hauptsächlich gruppenbezogene Themen. In den Foren wird eine Vielzahl von Themen diskutiert. Foren sind keinesfalls nur auf die Eigeninteressen des Moderators ausgerichtet (z. B. Firma, Produkte oder Dienstleistungen). Es ist nicht gestattet, aus einer Gruppe direkten finanziellen Nutzen zu ziehen. Moderatoren entscheiden nach eigenem Ermessen, ob sie Werbung durch Mitglieder innerhalb der Gruppe zulassen. Ist dies der Fall, hat die Werbung einen Bezug zum Gruppenthema. Jedem Mitglied ist auf XING die Werbung für Plattformen von Wettbewerbern untersagt. Banner- und Logobereiche dürfen ebenfalls nicht für Werbung, mit Ausnahme für die Gruppe selbst, genutzt werden. 7. Moderatoren sind für die Beilegung von Kontroversen innerhalb der Gruppe verantwortlich. Sie sind Vermittler und damit neutral. Sie heben bei der Schlichtung die Gemeinsamkeiten der Konfliktparteien hervor. Dies gilt in besonderem Maße, wenn der Moderator selbst kritisiert wird. 8. Moderatoren bearbeiten oder löschen Teile eines Artikels nur, falls Begriffe, Namen oder Teile davon problematisch sind (z. B. bei Verletzung der ,,Allgemeinen Geschäftsbedingungen" von XING, nationaler oder internationaler Bestimmungen, Netiquette usw.). In einigen Fällen kann es ratsam sein, den problematischen Artikel in ein internes Moderationsforum zu verschieben (z. B. ein nur für Moderatoren sichtbares Forum). So können Moderatoren den Artikel zu einem späteren Zeitpunkt besprechen; gleichzeitig dient dies zukünftig als Beweis für die Regelverletzung. Bei einer schweren Vertrags- (AGB) oder Rechtsverletzung informiert der Moderator XING über community@xing.com. Wird ein Beitrag bearbeitet, gelöscht oder verschoben, so wird der Verfasser darüber vom Moderator per E-Mail oder persönlicher Nachricht informiert. Moderatoren erklären außerdem den anderen Gruppenmitgliedern in einer kurzen Stellungnahme, die nicht beantwortet werden kann, warum ein Beitrag, Artikel oder Forum nicht mehr öffentlich zugänglich ist. Moderatoren löschen Beiträge nicht, wenn diese lediglich eine Meinung repräsentieren, die nicht der eigenen entspricht. Sollte ein problematischer Artikel einen Gruppenkonflikt hervorrufen, wird der Verfasser des betreffenden Beitrags so schnell wie möglich durch den Moderator informiert. Außerdem bemüht sich der Moderator sofort um eine Beschwichtigung. Moderatoren entscheiden selbst ein Forum zu schließen, sofern dort keine konstruktiven Kommentare mehr eingestellt werden. Moderatoren kommen dabei den Mitgliedern entgegen und verfassen eine abschließende Stellungnahme zu den Beweggründen. Moderatoren können ebenso entscheiden, ob sie einen Artikelbaum verschieben oder schließen, sofern die Diskussion zu sehr vom ursprünglichen Beitrag oder vom Thema des Forums abweicht. Dadurch bleibt die vorgesehene Struktur in der Gruppendiskussion erhalten. 9. Obgleich Moderatoren aufgefordert werden, ein hohes Maß an Aktivität in der Gruppe sicherzustellen, können sie nicht auf jeden Beitrag reagieren. Moderatoren antworten allerdings auf jeden Beitrag, der an sie persönlich gerichtet ist. Im Idealfall hält sich der Moderator täglich über die Gruppe auf dem Laufenden, dies ist jedoch keine Pflicht. Jeder Moderator sollte am besten mindestens einen Co-Moderator haben, der ihn in seinen Aufgaben unterstützt. Wenn der Moderator seinen Pflichten nicht nachkommen kann (z. B. im Urlaub), sollte der Co-Moderator alle Aufgaben selbstständig übernehmen können. 10. Vor Einstellung oder Weiterleitung einer Nachricht, E-Mail oder eines Artikels eines XING-Mitglieds muss der Moderator das Einverständnis des Verfassers einholen. 11. Moderatoren einer zwei- oder mehrsprachigen Gruppe stellen in allen Gruppensprachen ein hohes Maß an Aktivität sicher. Dazu sollten Moderatoren in den entsprechenden Sprachen flüssig kommunizieren können. Zumindest jedoch sollten Co-Moderatoren benannt werden, die in den jeweiligen Sprachen kommunizieren können. Moderatoren achten außerdem darauf, dass die für ein Forum ausgewählte(n) Sprache(n) eingehalten werden, indem nur Beiträge in der gewählten Forumsprache zugelassen werden. 12. Moderatoren müssen andauernde Störungen, die sich gegen die eigene Person oder die Gruppe richten, nicht hinnehmen. Um in einer solchen Situation effektiv handeln zu können, legen Moderatoren im Vorfeld verschiedene Stufen zur Verwarnung von Mitgliedern fest. In etwa: Bei der dritten Verwarnung erfolgt der Ausschluss; diese Vorgehensweise hat sich als angemessen und effektiv erwiesen. Moderatoren verwarnen das Mitglied persönlich, auf nicht-öffentlichem Wege (E-Mail, Telefonanruf usw.) und legen dar, welche der drei Stufen aus welchem Grund erreicht wurde. Das Mitglied erhält außerdem Gelegenheit, darauf persönlich zu reagieren und falls nötig darauf wiederum eine Stellungnahme zu erhalten. Falls die letzte Stufe erreicht wird und der Ausschluss erfolgt, wird das Mitglied darüber informiert.[ Auf dieses Posting antworten ]
