1. Lesung des Gesetzentwurfs Stünker zur Patientenv erfügung am 19. Juni
Von: Werner-Fuss-Zentrum (werner-fuss@gmx.de) [Profil]
Datum: 28.05.2008 10:39
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Der Termin 19.6. wird am Ende eines gemeinsamen Schreiben der Abgeordneten Joachim Stünker (SPD), Michael Kauch (FDP), Dr. Luc Jochimsen (Die Linke) und Jerzy Montag (Bündnis 90/Die Grünen)genannt. Es setzt sich kritisch mit den Einwänden auseinander, welche die Deutsche Bischofskonferenz und die Evangelischen Kirche Deutschlands an die Vorsitzenden der Fraktionen im Deutschen Bundestag zur geplanten gesetzlichen Regelung der Patientenverfügung gerichtet hatten. Dieser Termin für die erste Lesung wurde uns aus informierten Kreisen in der SPD Fraktionsspitze bestätigt. Damit ist der Plan von MdB Bosbach gescheitert, die erste Lesung mindestens bis nach den Sommerferien zu verzögern. Im Schreiben von Stünker, Kauch, Jochimsen und Montag heißt es u.a.: << ... Die Kirchen fordern die Stärkung des Vorsorgebevollmächtigten. Was damit gemeint ist, bleibt diffus. Durch die Genehmigungspflicht des Vormundschaftsgerichts wird die heutige Stellung des Bevollmächtigten im Gegenteil geschwächt. Die Kirchen machen in ihrem Schreiben geltend, Ausdruck recht verstandener Selbstbestimmung und gebotener Fürsorge sei, Wünsche und Entscheidungen einer Patientenverfügung nicht einfach als das letzte Wort eines Patienten zu nehmen. Möglicherweise sei die Festlegung in Unkenntnis der Möglichkeiten medizinischer Behandlung oder einer späteren medizinischen Entwicklung abgegeben worden. Nach unserem Entwurf hat der Betreuer daher zu prüfen, ob die in der Patientenverfügung getroffenen Festlegungen auf die aktuelle Lebens- und Behandlungssituation des nicht mehr entscheidungsfähigen Patienten zutreffen. Das schließt auch die Prüfung ein, ob sein aktuelles Verhalten Anhaltspunkte dafür bietet, dass er den schriftlich geäußerten Willen nicht mehr gelten lassen will. Damit wird der Patient davor geschützt, an eine Patientenverfügung gebunden zu sein, die er so nicht mehr gelten lassen will ... >> Detaillierte Argumente und eine Liste der bisherigen Unterstützer im Bundestag findet man auf dieser Website: http://www.patientenverfuegung-jetz t.de Dies ist eine Mitteilung des Werner-Fuß-Zentrum im Haus der Demokratie und Menschenrechte Greifswalder Str. 4 10405 Berlin http://www.psychiatrie-erfahrene.de[ Auf dieses Posting antworten ]
