Universalethik ist natürlich bedingt
Von: klaus.roggendorf051254283 (klaus.roggendorf051254283@news.arcor.de) [Profil]
Datum: 19.07.2008 13:38
Message-ID: <4881d248$0$6615$9b4e6d93@newsspool2.arcor-online.net>
Newsgroup: de.sci.philosophie
Datum: 19.07.2008 13:38
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Universalethik ist natürlich bedingt Sie formuliert menschensprachlich nur einen natürlichen - philosophisch unüberholbaren Grundsatz - der von allem, was lebt, unbewußt und/oder bewußt schon immer gelebt wird: Lebe so nachhaltig lebensförderlich, wie es dir möglich ist. Wir Menschen hängen mit unserer Lebensgestaltung leider viel stärker von der Natur ab, als uns dies bisher bewußt und lieb sein kann. Deshalb ist eine Kritik an menschlichen Begriffswelten die notwendige Voraussetzung für eine realistische natürlich bedingte Ethik. Denn nur eine realistische Begriffswelt führt zu realistischen Selbst- / Weltbildern und zu einer ebensolchen einsichtig gelebten, naturangepaßten Ethik. Erkenntnisabhängig kam es jedoch, vom Unbewußten angetrieben, zu unrealistischen, idealistischen Philosophien,... und Begriffen, z. B. von der Freiheit, der Würde, der Willensfreiheit ...., welche, "aufgebläht und vielfach schändlichst mißbraucht", das individuelle und das gesellschaftliche Leben auch ethisch verformten. Die Reflexion philosophischer Gegenstände, politischer Theorien, Kultur- und Gesellschaftsformen wurden folglich ebenso unrealistisch, menschlich selbstüberhoben, leidvoll und naturschädlich, beeinflußt und - wie am Zustand der Welt sicht- und meßbar - existentiell verhängnisvoll. Zahlreiche philosophische Theorien und ethisch-moralische Schlußfolgerungen sind offensichtlich falsch und haben sich systembedingt qualitativ und existentiell verhängnisvoll lebenspraktisch ausgewirkt. Die Freiheit des Menschen ist durch die natürlichen Lebensbedingungen relativ begrenzt und das evolutiv phylogenetisch noch junge Bewußtsein erst pubertär entwickelt wie der Zustand der Welt zeigt. Dies zeigt sich nicht nur in seinem unrealistischen Willens- und Freiheitsverständnis, sondern auch seinem sich selbst angemaßten besonderen Würdebegriff. Auch die philosophischen/ theologischen Begriffswelten unterliegen den Einflüssen eines noch dominanten Unbewußten. Sie sind unbewußt ethisch idealistisch oder zweckorientiert unrealistisch angetrieben/verformt und vielfach schändlichst mißbraucht. Beschrieben ist hier mit einer "Universalethik" die Dynamik, wie aus den natürlichen, unbewußt dominant wirkenden Antrieben und Verhaltenszwängen evolutiv, durch die bewußt-ethische Reflektion derselben, die schädlichen dominanten unbewußten Antriebe, durch bewußt leicht einsehbare, natürlich- sinnvolle ethisch-moralische Grundsätze gezügelt und überwunden werden können. Universalethik ist, weil sie natürlich bedingt ist, die wichtigste Einsicht, der höchste Ausdruck und das wichtigste Kriterium menschlichen Handelns und seines bewußten Seins im Ganzen. Folglich sind die ethische Bewußtseinsbildung und ebensolche Lebenspraxis die die wichtigsten Grundlagen menschlichen Seins - einer philosophisch nachvollziehbaren, optimal naturangepaßten Lebenskunst. Die Universalethik ist natürlich: Evident und nachweisbar gibt es universelle natürliche Prinzipien, die den Entwicklungen von einfachen zu komplexen Strukturen, von molekularen zu vielfältigsten hochkomplexen Lebensformen und Seinweisen zugrundeliegen. Letzte Fragen sind nur spekulativ/hypothetisch beantwortbar und hier nicht thematisiert. Das Streben, das Leben, um beinahe jeden Preis zu erhalten, ist allem, was lebt, eigen. Das natürlich entscheidende Kriterium und der be- u. unbewußte Sinn allen Lebens ist folglich das Streben nach gelingendem Leben im Ganzen. Die Ethiken des Menschen, seiner Kulturen, Religionen und Gesellschaftsformen sind der Ausdruck der vielfältigen Suche nach optimalen Lebensformen und bewußten Seinsweisen. Diese seinsbewußte Suche ist - evolutiv sehr jung - die Fortsetzung einer Milliarden von Jahren währenden, phylogenetisch unbewußten körperlichen und geistigen Anpassungsversuche an die jeweiligen natürlichen und gesellschaftlichen Lebensbedingungen. Diese gemeinsame unbewußte und/oder bewußte Suche nach optimaler Anpassung an die Lebensbedingungen oder deren Gestaltung verbindet alles, was lebt. Die Widersprüche von Mensch und Tier, Gläubige und Ungläubige, Wissenschaft und Glaube, Stärke und Schwäche, Macht und Ohnmacht... sind nur durch eine im Konsens gelebte Universalethik zu minimieren bzw. aufhebbar. Die natürlichen / konstitutionellen gesellschaftlichen Gegebenheiten bestimmen mit ihren Kausalbeziehungen unseren Lebensraum, die Bedingungen und Grenzen unseres Seins und somit auch unseres "ethisch-richtigen "Sollens zu gedeihlichem Leben. Deshalb ist die emotionale und rationale Bildung, die Selbst-und Welterkenntnis - v o r a l l e m aber - das ethische Bewußtsein - die Basis gelingenden menschlichen Lebens. Sinnvoll, vernünftig und gut ist folglich universell stets das n a c h h a l t i g optimal l e b e n s f ö r d e r n d e Tun und Lassen, so wie die Mitwirkung eines jeden an der Gestaltung des Ganzen. Jeder so gut er kann, aber nicht weniger. Dieses grundsätzliche Streben ist nicht nur die Basis des individuell und gesellschaftlich glückenden, gelingenden Lebens in größtmöglicher Freiheit, sondern das n a t ü r l i c h e und damit entscheidende Kriterium und der Maßstab für menschliches Verhalten. Alles ist nichts, wenn es nicht so nachhaltig wie möglich ist: Was nutzen höchste Bildung, perfektes Wissen, tiefe Gläubigkeit und der Besitz starker Macht und großen Ruhmes, wenn sie nicht nachhaltig lebensförderlicheWirkung entfalten, sondern und zunehmend bzw. verhängnisvoll von psychopatisch mißbraucht werden. Was nutzt die Erfindung des Rades und die Entdeckung der Atomkernkraft, wenn wir sie maßlos und leidträchtig mißbrauchen? Des Menschen Sprache, sein Wähnen, Glauben, Denken und Handeln sind nur sinnvoll und richtig, wenn sie so nachhaltig lebensförderlich wie möglich sind. Die ethische Bewußtseinsbildung hat deshalb höchste Bedeutung für die Zukunft der Menschheit. Der Stand der wissenschaftlichen und ethischen Erkenntnisse ist geignet, um vom ethischen Gewissen getragen, wahrheitsnahe und universell-ethische sinnvolle moralische Entscheidungen zu treffen. Gott und die Vollkommenheit der Wahrheit Worte trennen - die Wahrheit verbindet - aus dem NG-Archiv de.sci.philosophie: Obiges, nur ausführlicher,-) Die sprachlichen Mißverständnisse, die unterschiedlichen kulturellen Lebensverhältnisse und gesellschaftlichen Widersprüche sind natürlich entwicklungsgeschichtlich - dominant unbewußt bedingt - entstanden. Sie werden aber zunehmend bewußt manipulativ/systematisch, systembedingt kränkend und leidvermehrend verschärft, wie am Zustand der Menschheit, Natur und Welt offensichtlich ist. So übersieht der angeblich erkenntnistheoretische Widerspruch der Kulturen und der Widerspruch von Glauben und Wissen deren dialektisch-evolutiven Gemeinsamkeiten, die aus dem unbewußten Wahrheitsstreben/-erkennen stammen und dass diese unserem bewußten Denken vorgelagert sind. Diese evolutiven Gemeinsamkeiten und deren wahrheitsorientierte Genese finden in den vielfältigen Arten von Lebewesen mit ihren unterschiedlichsten und andersbewußten Erkenntnisformen - den alles Leben verbindenden - höchsten Ausdruck universellen Wahrheitsstrebens. Teilwahrheiten sind Teile der unfaßbaren, abstrakt und rational begründet annehmbaren Vollkommenheit der Wahrheit aller Gläubigen und all derer, die sich dieser hypothetisch - geglaubten - Vollkommenheit der Wahrheit wissenschaftlich anzunähern suchen. Diese erfahrungs- und rationalbegründete Annahme - einer Vollkommenheit der Wahrheit - ist faktisch auch der Kern aller lebensförderlichen Religionen und allen wissenschaftlichen und arbeitshypothetischen Strebens. Glauben und Wissen sind historisch und wissenschaftlich belegbar, dialektisch Teile eines evolutiven Prozesses im Ganzen. Nur aus einer universell wahrheitsorientierten Ethik und deren global gelebten Moral heraus kann mit der notwendigen Verantwortung und Vernunft den selbstüberhobenen menschlichen Fehlern, mit deren - in jedem Sinne - klimatischen Folgen, begegnet werden. Die Wahrheitssuche und gelebte Wahrhaftigkeit verbindet bewußt oder u n b e w u ß t nicht nur alle Menschen, sondern alles was lebt. Auch die " Ungläubigen " streben nach der Vervollkommnung der Wahrheitserkenntnis, damit das Leben gelinge. So ist auch der Dissens zwischen Gläubigen und Ungläubigen evolutiv nur durch menschliche Wahrhaftigkeit und die permanent zu vervollständigende Wahrheitserkenntnis ethisch bewußt überwindbar und aufhebbar. Die Wahrheit verbindet alles, was lebt und macht frei. So, wie die Wahrheit einerseits so erstaunlich einfach sein kann, so ist und bleibt sie andererseits unfaßbar komplex in ihrer wundervollen Vollkommenheit und pragmatischen Wirksamkeit für die menschliche Lebensgestaltung. Die verschiedenen Gesellschaftsformen, Religionen u. Wissenschaften sind immer nur Teile einer menschenmöglichen Wahrheitserkenntnis, Teilwahrheiten, nie aber die ganze Wahrheit, auch weil sich die Wahrheit selbst in einem prozessualen Wandel befindet. Das Wahrheitsstreben, die prioritäre Bedeutung der Wahrheits- u. Glaubens-Erkenntnisse sind Ausdruck der Sehnsucht von allem, was lebt, nach einer ( nachhaltig ) gedeihlichen Lebensgestaltung. Dieses evidente, evolutionär-universelle Streben als anpassungs-wirksame Tatsache macht deutlich, daß die Gläubigkeit des Menschen, wie die Erkenntnissuche der Wissenschaften, als ein alles, was lebt, verbindendes Wahrheitsstreben identifizierbar ist. Alle menschliche Kultur, Religion und alle Wissenschaft dreht sich bildungsabhängig, direkt oder indirekt, bewußt und unbewußt um eine lebensförderliche, besser noch, um eine möglichst n a c h h a l t i g lebensförderliche Wahrheitserkenntnis für ein gedeihliches Leben hier auf Erden. Nachhaltige Entwicklungen folgen vorausschauend und freiwillig den menschlich- ethischen Einsichten in die natürlichen und/oder menschengemachten Not-Wendigkeiten. Nachhaltigkeit heißt hier, Um-/Mitweltgesichtspunkte gleichberechtigt mit sozialen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten vorrangig ethisch berücksichtigen. Ethisch zukunftsfähiges Wirtschaften zielt folglich darauf hin, uns und unseren Kindern ein intaktes ökologisches, soziales und ökonomisches Umfeld zu hinterlassen - ein gedeihliches menschliches Überleben zu ermöglichen. Die Götter der Religionen wie die Lehren der Wissenschaften haben wesentlich zur nachhaltig lebensförderlichen Wahrheitserkenntnis u. Lebenspraxis beigetragen. Sie sind andererseits aber immer wieder dogmatisch begründet, mißbraucht worden und haben zu Irrlehren und Aberglauben geführt, weil wir Menschen in unserem evolutionär-kurzsichtigen, stammhirnbetont-egozentrischen Verhalten all zu oft nicht erkennen, nicht wahr haben wollen, daß unsere Teilwahrheiten nicht das Ganze der Vollkommenheit der Wahrheit zu spiegeln oder darzustellen vermögen. Jede Behauptung, allein im Besitze der Wahrheit zu sein, ist so spekulativ wie sie töricht ist und hat nichts mit der Weisheit und Würde zu tun, die sich der Mensch namentlich als homo sapiens sapiensis selbst zuschrieb. Insbesondere von den Religionsführern, den Machthabern und Finanzoligarchen müssen deshalb vorbildliche Wahrhaftigkeit und nachhaltig lebensförderliche Verhaltensweisen tatsächlich gelebt und politisch wie religiös von jedem Menschen aktiv im Miteinander eingefordert, ja, demokratisch erzwungen werden, wenn der interkulturelle Frieden gesichert und ein gedeihlicheres Leben global ermöglicht werden soll. Wenn Menschen, Religionen und Wissenschaften nachhaltig lebensförderlich wirksam sind, dann sind sie auf dem richtigen, auf einem guten Weg, dann nähern sie sich ganz natürlich-sinnvoll, wissenschaftlich und religiös den vollkommenen Wahrheiten und damit auch der ökologischen und sozialen Gerechtigkeit an. Diese wissenschaftlich und evidenzbasierten, historisch belegbaren Zusammenhänge zeigen, dass Wissen und Glauben einander bedingen. Wer tiefe Naturerkenntnis hat, der hat auch Religion, wie das schon Goethe formulierte. Die Frage ist nicht Wissen oder Glauben, sondern Glauben, Empathie und rationales Wissen als Weisheit und universelles Ziel einer alles verbindenden universellen Religion. Eine Universalreligion wäre dann zugleich und eine Universalethik, die natürlich bedingt, die menschlich aufrichtende Wahrhaftigkeit im Denken und Handeln als globalen, ethisch nachhaltigen Konsens - existentiell notwendig - gebietet. Dr. Klaus Roggendorf[ Auf dieses Posting antworten ]
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- Thomas Richter (19.07.2008 22:49)
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- I&O Roeschke (02.08.2008 17:59)
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- I&O Roeschke (03.08.2008 20:38)
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- Martin Blumentritt (03.08.2008 02:00)
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- klaus.roggendorf051254283 (05.08.2008 13:19)
- Sina Da Ponte (02.08.2008 11:53)
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- Helmut Leitner (28.07.2008 19:50)
- klaus.roggendorf051254283 (29.07.2008 11:55)
- Helmut Leitner (29.07.2008 21:05)
- klaus.roggendorf051254283 (30.07.2008 15:43)
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- Helmut Leitner (03.08.2008 12:39)
- klaus.roggendorf051254283 (03.08.2008 17:02)
- Helmut Leitner (04.08.2008 08:46)
- klaus.roggendorf051254283 (04.08.2008 11:52)
- Helmut Leitner (04.08.2008 16:17)
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- klaus.roggendorf051254283 (23.07.2008 12:26)
- Thomas Richter (23.07.2008 18:18)
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- Thomas Richter (25.07.2008 08:47)
- klaus.roggendorf051254283 (25.07.2008 10:09)
- Thomas Richter (25.07.2008 18:07)
