Freiheit ist eine Negation der Wirklichkeit
Von: klaus.roggendorf051254283 (klaus.roggendorf051254283@news.arcor.de) [Profil]
Datum: 13.06.2008 13:00
Message-ID: <485253da$0$6556$9b4e6d93@newsspool3.arcor-online.net>
Newsgroup: de.sci.philosophie
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Das Bewußtsein steht evolutiv auf den Schultern des Unbewußten und die Bewußtheit sollte den ethisch weiteren, Horizont haben, der es den Menschen ermöglichen können sollte, seinen besonderen Würdeansprüchen auch wirklich gerecht zu werden und ihn befähigen ein gedeihlicheres Leben hier auf Erden nachhaltig zu gestalten. Zwischen dem Bewußtsein, der Bewußtseinslosigkeit und der Bewußtlosigkeit gibt es alle möglichen fließenden Übergänge. Die menschlichen "Begriffe" trennen, was dynamisch zusammen gehört. Das angeblich "tierisch unbewußte" Leben hat sich durchaus evolutiv bewährt, während das "bewußt" menschengestaltete sich gerade in einem existentiell bedrohlich labilen, "pubertären" Bewährungsstadium befindet. Existentiell bedrohlich, weil die unbewußten, noch dominant wirksamen Antriebe den Menschen in eine evolutive Falle geraten lassen, wenn es ihm nicht gelingt, diese ethisch durch eine bewußt zeitgemäßere, demokratisch zu errarbeitende, vernünftige und verantwortungsvolle-Werteordnung zu zügeln. Die Freiheit und der "freie Wille" gibt es immer nur relativ ....und bleibt naturabhängig bestimmt. Der systemimmanente Freiheitsspielraum wird relativ größer, für Psychopathen, wenn diese den Freiheitsgedanken manipulativ egozentrisch, pur-kapitalistisch...mißbrauchen oder er wird für die Mehrheit der Menschen größer, wenn das Sein ethisch wahrheitsorientiert, moralisch bewußt, nachhaltig lebensförderlich gestaltet, realisiert wird. Je wahrheitsnäher das (unbewußte und das bewußte) Sein ist, desto freier von Nöten, desto glückender (und beglückender) ist gelingendes Leben möglich. S o optimal bewußt gestaltbar ist das Leben (das Sein und Sollen) allerdings nur, wenn der Mensch sich ethisch-moralisch b e w u ß t strikt an den Naturwahrheiten orientiert - sich ihnen lebenspraktisch nähert und anpaßt! D.h.: Die Natur bestimmt -auch via Bewußtheit - unser ganzes Sein, also letztlich auch unser Wollen. Das unbewußte und das bewußt wirksame unüberholbare - " G e b o t der Natur steht - so lange es Leben gibt - gnadenlos fest: Was lebt hat sich den Lebens-Notwendigkeiten anzupassen oder ihnen auszuweichen. Zeitgemäßer und menschen-ethisch formuliert: Lebe stets so nachhaltig lebensförderlich, wie es Dir möglich ist - aber nicht weniger. Eine bewußt gestaltete, gedeihlich lebbare und global für alle Menschen verbindliche Werteordnung steht noch aus, wenn man es nicht bei ideellen Menschenrechten und selbstüberhobenen idealistischen Menschenbild ohne Menschenpflichten bewenden lassen "will". Dann jedenfalls wird geschehen, was immer schon geschah. Klaus Roggendorf[ Auf dieses Posting antworten ]
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- Hans Joss (13.06.2008 13:22)
- Frank Müller (13.06.2008 13:44)
