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Saalfrank - die "Super-Nanny"

Von: Hermann Meier (nept@nurfuerspam.de) [Profil]
Datum: 05.05.2007 07:23
Message-ID: <463c14bd$0$23134$9b4e6d93@newsspool1.arcor-online.net>
Newsgroup: de.sci.paedagogik
Sehr geehrte Frau Saalfrank,

ich habe letzte Woche das erste Mal Ihre Sendung komplett gesehen und
war erschüttert.

Da war ein Junge 12 Jahre hin und hergeschubbst zwischen dem
gewaltätigen Vater und der unfähigen Mutter. Dieser Junge
hat nie
gelernt Vertrauen zu entwickeln, er hatte nie einen Fürsprecher in der
Familie gehabt. Dann ruft die Mutter sie Frau Saalfrank um ihn aus der
Familie zu entfernen. Was ich auch verstehen kann. Nach einem halben
Jahr ist die Situation für den Jungen nicht besser geworden. Die Mutter
kümmert sich immer noch nicht unm den Sohn. Er bekommt sein Essen und
das war es wohl. Emmotionale Zuwendung wohl nicht. Er funktioniert immer
noch nicht, woher auch. Er hat es ja nie gelernt. Der Sohn hat immer
noch keinen Fürsprecher, er stört nur und ist
lästig. Er soll nun weg.
Da kommen Sie wieder im Auftrag der Mutter. Und sie erfüllen Ihre
Aufgabe, zwar wiederwillig aber immerhin. Ich kann den Sohn verstehen.
Wenn sie sich auch das Verhalten in den zwei Tagen im
Outdoor-Trainingslager ansehen. Er lässt keinen körperlichen
Kontakt zu
weil er es nie kennengelernt hat und weil er kein Vertrauen zur Mutter
hat. Sie die Mutter hat ja nie für das Kind Partei ergriffen.
Aber gut, er das Kind muss weg. Und soll ruhig dabei zusehen. „OK, dann
geh ich mal tschüß und danke für den Fisch“.
Er handelt aber so wie er
es in dieser Familie gelernt hat. Er tat mir leid. Hat man auch gesehen
als er sie nachts rief. Die Mutter tat das was sie wohl immer tut, sich
abseilen und sich nicht um die Kinder kümmern. Er wollte doch nur das
auch jemand sich um ihn kümmert, Partei für ihn ergreift.
Aber die
„Super-Nanny“ ist wieder doch nur ein verlängerter Arm der
Mutter und
stellt ihn in den Senkel. Nicht die arme Frau, welche wie immer das
Opfer gewaltätiger Männer ist. Auch später in
der Talkshow medienwirksam
bei Günther Jauch.
Denjenigen um den sie sich eigentlich kümmern sollten ist nicht die
untätige Mutter sondern den bei dem noch was zu holen ist, beim Sohn.
Aber das geht wahrscheinlich nicht. Stattdessen wird er nun auf ihrer
RTL-Seite Medienwirksam im Bildzeitungsstil verrammscht.
„Halbwüchsiger
Sohn kämpft mit seiner Mutter“ steht da. Wow, geil.

Um es kurz zu machen: Die „Super-Nanny“ hat mich nicht
überzeugt und sie
funktionieren halt medienwirksam und voll im Klischee.

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