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"Schülerinnen als Rassisten gebrandmarkt"

Von: Schorsch (bartelq77@yahoo.com) [Profil]
Datum: 04.02.2007 15:24
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Schülerinnen als Rassisten gebrandmarkt
Weil sie bewusst verweigerten, an einer gutmenschlich ausgerichteten
Demonstration ihrer Schule unter dem Motto "Diskriminierung und rechte
Gewalt" teilzunehmen, wurden zwei 16-jährige Schülerinnen von Lehrern
und Mitschülern regelrecht an den Pranger gestellt. Sie hätten
angeblich die Schule "in Verruf" gebracht und mussten sich vor der
Schulleitung schriftlich erklären, was dann sogleich die nächste
Empörung verursachte. Die Schülerinnen wehren sich gegen die
Darstellung, sie seien Rassistinnen.

Westerholt. Dass zwei Schülerinnen bewusst nicht an der Demonstration
gegen Rassismus teilgenommen haben, sorgt an der Martin-Luther-Schule
für Gesprächsstoff.
Wie berichtet, demonstrierten rund 270 Schüler vor einer Woche auf der
Bahnhofstraße und vor der St.-Martinus-Kirche gegen Diskriminierung
und rechte Gewalt. Motto: "Zeig Rassismus die rote Karte." Zwei
Schülerinnen haben es abgelehnt, sich an dieser Aktion zu beteiligen.
"Nun stehen wir öffentlich als Rassisten da", sagen Sarah und Farina,
beide 16 Jahre alt. Ein Eindruck, den sie so nicht stehen lassen
wollen.

Ein weiterer Vorfall hat die Situation noch verschärft. Während der
Demonstration mussten die beiden Schülerinnen im Sekretariat die
Gründe für ihre Ablehnung aufschreiben. Dabei vertraten sie die
Auffassung, Ausländer sollten sich der "deutschen Art" anpassen. Eine
Formulierung, die Schulleiterin Marie-Luise Bock ebenso ablehnt wie
die Klassenlehrerin. Beide sehen hier mindestens eine Tendenz zu Nazi-
Vokabular.

Ein Vorwurf, den Sarah und Farina zurückweisen. "Wir sind gegen
Rassismus!", sagen sie. Sarah führt aus: "Viele Ausländer sind zum
Arbeiten nach Deutschland gekommen, und wir danken ihnen, dass sie das
Land mit aufgebaut haben. Aber sie sollen sich an unsere
Lebensbedingungen und unsere Kultur anpassen und die deutsche Sprache
lernen." Kultur, Sprache, unsere Lebensweise - das hätten sie mit
"deutsche Art" gemeint, betonen Sarah und Farina. Keinesfalls hätten
sie an Nazi-Wörter wie "Herrenrasse" gedacht.

Eine Argumentation, die Schulleiterin und Klassenlehrerin nicht
teilen. Das Dritte Reich sei im Unterricht und an den Projekttagen vor
der Demonstration ausführlich behandelt worden. Dabei sei intensiv
über Nazi-Vokabeln wie "Arier", "Herrenrasse" und "deutsche
Art" sowie
über deren Bedeutung gesprochen worden. Die Klassenlehrerin: "Es kann
nicht sein, dass 16-Jährige diese verfänglichen Begriffe verwenden und
später sagen, sie hätten das anders gemeint."

Wir kennen die beiden Schülerinnen nicht. Wir gehen aber davon aus,
dass sie von der Political Correctness einfach nur die Nase voll
hatten. Die Nase voll davon, heute energischen und mutigen Widerstand
gegen Hitler, die Nazis und das Dritte Reich zu leisten, und Gewalt,
Diskriminierung, Rassismus und Antisemitismus nur im klassischen
rechten Lager zu verorten. Es ist ja sogar noch viel schlimmer: Wer
auch nur wagt zu sagen, dass eben genau diese Dinge durchaus kein
Privileg der berüchtigten Rechten sind, sondern vielfach, wenn nicht
sogar inzwischen mehrheitlich, von moslemischen Migranten verübt
werden, der ist sofort selbst ein "Rassist". Wir freuen uns jedenfalls
über den Mut der beiden Schülerinnen, sich dem auf sie ausgeübten
Druck nicht gebeugt zu haben, an der verordneten politisch korrekten
Empörung teilzunehmen. Ähnliche Erfahrungen machten übrigens auch
zahlreiche Schüler, die sich vor und unmittelbar nach Beginn des Irak-
Krieges weigerten, an Anti-Bush-Demonstrationen teilzunehmen.

Update: Impressionen der "Projekttage gegen Rassismus"
http://www.politicallyincorrect.de/2007/01/schulerinnen_als_rassisten_geb_1
.html
</quote>


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