nntp2http.com
Posting
Suche
Optionen
Hilfe & Kontakt

Schweiz: Teilverbot für Glaxos Schweinegrippe-Impfstoff Pandemrix

Von: Tom Former (terraformer@writeme.com) [Profil]
Datum: 30.10.2009 13:44
Message-ID: <hcen2s$5gc$02$1@news.t-online.com>
Newsgroup: de.soc.politik.misc de.sci.medizin.misc de.alt.naturheilkunde

Der Schweinegrippe-Impfstoff Pandemrix darf in der Schweiz nur beschränkt
eingesetzt werden. Die
Arznei-Zulassungsbehörde des Landes entschied, dass der Impfstoff nicht bei
schwangeren Frauen,
Kindern unter 18 Jahren und Senioren über 60 Jahren angewandt werden darf.

Das Paul-Ehrlich-Institut sieht es gelassen: "Was die Schweiz macht, ist
ihre Sache."
»Großes Bild
Der Impfstoff des britischen Pharmakonzerns GlaxoSmithKline enthält
quecksilberhaltige
Konservierungsstoffe. In Deutschland soll die Bevölkerung hauptsächlich mit
Pandemrix geimpft
werden. Das Bundesgesundheitsministerium hat mehrfach betont, dass der
Impfstoff völlig
ungefährlich sei. Allerdings hat die Bundeswehr für ihre Soldaten den
Impfstoff Celvapan
bestellt, der als verträglicher gilt als Pandemrix. Auch wichtige
Regierungspolitiker erhalten
Celvapan.

Das Paul-Ehrlich-Institut wies heute darauf hin, dass Pandemrix alle nötigen
Tests durchlaufen
habe, um die europäische Zulassung zu erhalten. "Was die Schweiz macht, ist
deren Sache - das
wollen wir auch nicht kommentieren", erklärte eine Sprecherin dem änd. Es
sei falsch, wenn im
Zusammenhang von Celvapan und Pandemrix immer von einem guten und einem
schlechten Impfstoff
gesprochen werde. "Das ist seit der Bild-Meldung leider überall im
Gespräch.
Es stimmt aber so
nicht. Das sind lediglich andere Wirkprinzipien"

Gerade bei Celvapan als Ganzkeimimpfstoff könne nicht von einer besseren
Verträglichkeit für
Schwangere gesprochen werden. Eher sei vermutlich das Gegenteil der Fall.
"Ansonsten kann ich
nur immer wieder auf die STIKO-Empfehlungen verweisen. Es wird empfohlen -
bis zum vorliegen
weiterer Daten - die Schwangeren mit nicht-adjuvantierten Spaltimpfstoffen
zu impfen." Bis ein
zugelassener nicht-adjuvantierter pandemischer H1N1-Impfstoff in Deutschland
zur Verfügung
stehe, könne die Impfung mit Pandemrix "im Rahmen einer sorgfältigen
Nutzen-Risiko-Abwägung"
sinnvoll sein.

Umstritten beim Impfstoff Pandemrix ist derzeit der Konservierungsstoff
Thiomersal, der rund zur
Hälfte aus Quecksilber besteht. Thiomersal tötet Erreger und wird daher seit
den 1930er Jahren
Impfstoffen beigemischt, um sie steril zu halten. Die "Süddeutsche Zeitung"
berichtete kürzlich
ausführlich über die Diskussion um Thiomersal - gab aber zu bedenken: "Die
Menge an Thiomersal,
die mit der Impfung gegen die Schweinegrippe einmalig aufgenommen wird, ist
gering. Sie beträgt
maximal 25 Mikrogramm - davon sind 12,4 Mikrogramm Quecksilber. Zum
Vergleich: Nach Analysen der
Verbraucherschutzkommission der EU aus dem Jahr 2008 nehmen Europäer jede
Woche durchschnittlich
96 Mikrogramm Quecksilber durch Nahrungsmittel auf, zum Beispiel Fisch."



[ Auf dieses Posting antworten ]