Medizintechnik: Eiserne Lunge versus Pullmotor (oder ähnlich)
Von: Michael Schmidt (ms250772@gmx.de) [Profil]
Datum: 20.10.2009 13:24
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Ich erinnere mich das ich vor Jahrzehnten als Kind mal in einem Medizinbuch etwas gelesen hatte über einserne Lungen mit entsprechenden Bildern und fand den Gedanken daren, ewig in so einer Röhre zu liegen entsetzlich. Bis heute bin ich solchen Geräten oder Leuten, die sie benötigen nicht mehr begegnet. Hier ist ein interessanter/erschreckender Artikel mit vielen Bildern über diese Thematik: http://einestages.spiegel.de/external/ShowTopicAlbumBackground/a5220/l20/l0/F.html#feature dEntry Was ich mich aber bei der Geschichte aus meinem heutigem Wissensstand frage: Eigentlich müsste es doch egal sein, ob man (Variante1- Eiserne Lunge) am Zwerchfell oder dem ganzen Unterkörper einen relativen Unterdruck anlege oder (Variante2 - per Pulmotor oder ähnlichem Gerät) in der Lunge einen relativen Überdruck gegenüber der Umgebung anlege und extern gesteuert einen Atemzyklus durchfahre. Bei beiden Varianten wird durch eine relative Druckdifferenz die Lunge trotzt ausgefallener Atemmuskulatur belüftet. In der Tauchtechnik sind seit Jahrzehnten auch diverse Verfahren bekannt um die Atmung zu unterstützen. Variante1 ist vermutlich von der Steuerung einfacher und bedarf keinem Gasdichten Abschluss an Mund und/oderNase, was schwieriger gealisierbar ist als eine einfache Halsmanschette. Auch ist eine Lungenüberfüllung Lungenriss hier nicht möglich. Allerdings sind die Einschränkungen für den Patienten in der Metallröhre extrem und die Versorgung (Waschen, Sanitäer) sehr aufwendig. Variante2 könnte in Form einer Art aktivem Atemgerätes ausgeführt sein und könnte (wenn keine Energieautarkie besteht und externe Stromversorgung erforderlich ist) zumindes am Kabel eine freie Bewegung innerhalb eines Zimmers/ Gebäudes ermöglichen und der Patient könnte sich weitgehend selbst versorgen. Gibt es Gründe, warum Variante 2 nicht zum Einsatz kam? Die bei einem Überdruckbeatmung auftretenden Dücke sind so gering das bzgl O2 Partialdruck keine Problem bestehen dürften. Auch vermute ich, dass die Belastungen durch die höhere Gasdichte bei dem um ein paar Millibar erhöhten Druck aus meiner Sicht für vernachlässigbar. Waren die verfügbaren Gerätesteuerungen in den 30er bis 50er Jahren noch so primitiv, dass Variante 2 nicht gefahrlos für den Patienten dauerhaft pannenfrei realisierbar war? Was war denn der Grund, warum nur Variante 1 zum Einsatz kam? Konnte der Patient in einer Einsernen Lunge denn seinen Atemrhytmus aktiv modulieren/verändern , d.h. in die Steuerung eingreifen und auf Wunsch tiefer oder schneller atmen? MS[ Auf dieses Posting antworten ]
Antworten
- brand (20.10.2009 15:04)
- Michael Schmidt (24.10.2009 10:24)
- Uwe Hercksen (20.10.2009 16:07)
- Joachim Pimiskern (20.10.2009 23:45)
- Julia Schmidt (24.10.2009 13:53)
- mat.voss (06.11.2009 12:55)
- mat.voss (21.10.2009 13:09)
- Michael Schmidt (24.10.2009 10:38)
