Meinung gefragt: Plötzliche BZ-Senkung ? über me hrere Tage! (Achtung: Lang & nur für Experten ...)
Von: K.U.Schmidt@online.de (k.u.schmidt@online.de) [Profil]
Datum: 08.07.2009 01:01
Message-ID: <e8c009e9-c7a1-461b-b213-5bf10f644096@32g2000yqj.googlegroups.com>
Newsgroup: de.sci.medizin.diabetes
Datum: 08.07.2009 01:01
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Newsgroup: de.sci.medizin.diabetes
Hallo, ist eine lange Email, mit vielen Daten, aber ich weià gerade nicht mehr weiter. Versuche mich normalerweise selbst so weit wie möglich zu informieren, ob Internet, Fachliteratur oder Ãrzte. Aber im Moment ist es schwierig. Vielleicht kann mir hier jemand Tipps geben, da hier IMO einiges an Fachkompetenz versammelt ist. Wäre schön. Um es vorweg zu sagen, eigentlich ist das Ganze sehr positiv, aber ich würde es gern verstehen und noch zweifle ich, bevor ich mir zu groà e Hoffnungen mache ... Bin massiv übergewichtig, schon seit Jahrzehnten (bin 44, Ãbergew icht seit Pubertät). Bin Typ II (seit ca. 3 Jahren bekannt â August 2006), nehme zur Zei t Janumet 2 x 50 mg / 1000 mg, seit ca. einem Jahr (davor nur Metformin 2 x 1000 mg). Die Diagnose Diabetes Typ II erfolgte etwa ca. 3 Monate nachdem ich wegen einer Schilddrüsen-Unterfunktion mit Hormonen angefangen habe. Pille, Allopurinol (s.u.), Betablocker nahm ich zu diesem Zeitpunkt schon. Dann kamen Thyroxin und Thybon dazu (Schilddrüse). Davor hatte ich mit dem BZ nie Probleme (trotz des massiven Ãbergewichts, das war immer das Erste, was die Ãrzte checkten ... ;-), o.k., verständlich! Sowohl Nüchtern-BZs, letzter OGTt (April 2006 ) als auch HbA1c waren immer o.k. In verschiedenen Quellen habe ich damals nachgelesen, dass Schilddrüsenhormone den BZ-Spiegel erhöhen können. Da ich ab er auf diese nicht verzichten konnte / auch nicht wollte, habe ich mich irgendwann mit dem Diabetes abgefunden. Hat allerdings ne Weile gedauert ... Dann habe ich ca. 30 kg abgenommen, was ja erst mal kein Schaden ist ;.). Wobei die Entdeckung meiner Schilddrüsen-Unterfunktion (Hashimoto Thyreoditis) und deren endlich adäquaten Behandlung eine groÃe Rolle gespielt hat. Denn so sehr hat sich meine Ernährung g ar nicht verändert! (Gebe ironischerweise seit Jahren (1999) Ernährungs- und Kochkurse, schreibe Kochbücher â veröffentlicht -, daher behaupte ic h mal, ich hab halbwegs ne Ahnung von gesunder Ernährung ...) Jedenfalls: Mein HbA1c liegt/lag im Schnitt (seit ca. 18-20 Monaten) zwischen 6,2 bis 6,7 (höchster je gemessener Wert lag bei 7,8, ganz am Anfang). Bis vor ca. 1-2 Monaten lagen meine BZ-Werte, nach einer â meiner Meinung nach - normalen Mahlzeit 1 Stunde bzw. 2 Stunden danach meistens bei 160-170, auÃer ich habe mal über die Stränge geschlagen ;-). Dann ging es maximal auch schon mal auf 200-220 hoch. Hauptproblem war zu diesem Zeitpunkt, dass mein BZ vor allem sehr, sehr langsam gesunken ist (kann man auch in dieser newsgroup unter meinem Namen danach googeln). Daher auch dann der Wechsel zu Janumet (Juni/Juli 2008?). Wurde dadurch aber nur geringfügig etwas besser. März 2009 - Rauchen aufgehört (2 Schachteln am Tag) - BZ-Verhalten hat sich nicht geändert April 2009 - Pille abgesetzt - BZ-Verhalten hat sich nicht geändert Mai 2009 - heftige Lungenentzündung + bronchialer Infekt, mit Notarzt ins KH - lag im Krankenhaus (20 Tage) - bekam hochdosiert 3 verschiedene Antibiotika (intravenös + Dragà ©es) - zu dem Zeitpunkt hatte ich keinen Hunger, so dass ich 10 kg in 20 Tagen abgenommen habe - mein BZ wurde im KH 3 x am Tag gemessen (lag in der Spezialabteilung für Diabetes / Onkologie â was ne Kombination! Das fand ich etwas daneben, weil ich ein Lungenproblem hatte, aber für diese newsgroup passt es ja ganz gut ï, denn mein BZ wurde 3-5 x täglich/nächtlich gemessen.) - Während der akuten Phase lag mein BZ anfangs (ohne, dass ich etwas bzw. kaum gegessen habe â täglich 1/8 Brötchen ???) bei ca. 130-140. O.k. das war der Infekt. Da ist der BZ höher. - als der Infekt allmählich verschwand, aber weder Hunger noch Appetit wiederkehrten, lag der BZ im Schnitt bei 110. - Im KH zu Beginn der Laborwerte, erhöhter Kreatinwert bei 1,6. Im Verlauf (nach 2 Tagen) sank dieser auf Normalwerte, im unteren Normbereich. Es gab weitere 5 Werte, die laut Labor & Referenzbereiche optimal waren - BZ-Verhalten hat sich nicht wirklich geändert bzw. kann ich nicht beurteilen, da ich so krank war Juni 2009 - Da meine Schilddrüsenwerte im Krankenhaus verrückt gespielt hat ten, bin ich am Tag nach meiner Entlassung sofort zu meinem Schilddrüsenarzt, der u.a. auch den Kreatinin-Wert bestimmen lieÃ. Der lag dieses Mal wiederum â leider - zu hoch, bei 1,6. - als die Gesundheit wiederkehrte, damit auch der Appetit, nahm ich wieder 4 kg zu, was jetzt auch nicht besonders erstaunlich ist, da sich der Magen wieder füllte + mehr Wasser wieder aufgenommen wurde (habe extrem wenig getrunken in der Zeit davor). - Allopurinol abgesetzt (Medikament zur Reduzierung hoher Harnsäurewerte) - Die hohen Kreatinin-Werte hatten mich allerdings irritiert, daher habe ich meine Hausärztin (auch Diabetologin) danach gefragt. - Sie hat den Wert erneut kontrolliert, der wiederum perfekt war, hat mir aber trotzdem eine Ãberweisung in ein nephrologisches Zentrum ausgeschrieben (Termin: Montag, 13. Juli), den ich auf jeden Fall wahrnehmen werde. - BZ-Verhalten hat sich im Juni nicht geändert ??? Weià ich nicht wirklich! Da ich keine Sticks zur Verfügung hatte, und ehrlich gesagt. auch andere Themen (Familie, Beruf etc.) im Vordergrund standen. Lange Rede, kurzer Sinn, bis dahin war alles âfastâ normal. Juli 2009 - da ich als Typ 2 nur 50 Sticks zur BZ-Messung im Quartal erhalte (ich mir auch ehrlich gesagt, auch mit dem Ablauf meiner gesundheitlichen Situation in dieser Zeit, keine Gedanken darüber gemacht habe), die im letzten Quartal aufgebraucht waren, habe ich erst im Juli wieder neue bekommen und diese mir vor ca. einer Woche verschreiben lassen - Freitag letzte Woche habe ich das erste Mal gemessen, nach einem â für mich â normalen Mittagessen (Nudeln mit Lauch-Bechamel- Sauce). Der BZ war bei der ersten Messung nach 2 Stunden bei 124. Da war ich zwar überrascht, hatte eher mit einem Wert zwischen 150-170 gerechnet. Beschweren wollte ich mich jedoch nicht ... - Nun ja, das Ganze (wenn auch mit Abwechslung im Speiseplan ï) wiederholte sich auch Samstag und Sonntag. Das fand ich jetzt doch etwas â positiv â seltsam - also habe ich es gestern, Montag, mal darauf angelegt. Habe ein Mittagessen gewählt, welches ich mir sonst mittlerweile nur nach ca. 40-50 Minuten Schwimmen gönne, da ansonsten mein BZ auf ca. 220 schieÃt (wen es exakt interessiert: 2 Laugenbrötchen mit ca. 100 g Roastbeef, 2 TL Meerrettich, 2 Tomaten & 2-3 EL Mayo + ½ l Kaba). Mit Schwimmen hält es sich in Grenzen ;-), da geht es nur bis 170-180, für mich jedenfalls akzeptabel ... - also dieses Mal ohne Schwimmen oder sonstige körperliche Aktività ¤t, und der BZ lag nur bei 145! Nach 3 Stunden war er bei 108! Hatte ich noch nie ... - Vorher: Heute, das gleiche Spiel: 2 Brötchen (WeiÃbrot), Butter , Marmelade bzw. Lyoner + 2 Karamellbonbons (die liebe ich, habe ich mir seither meistens verkniffen ...). 2 Stunden danach BZ 124. Um einen Messfehler auszuschlieÃen, Hände gewaschen, nochmal gemessen, BZ 129. Einen Messfehler bezüglich des Messgeräts (Ascencia von Bayer) ha be ich insofern ausgeschlossen, als ich mir gestern bei einer Aktion meiner Apotheke für 5 Euro ein weiteres Gerät + 10 Sticks besorgt habe und einen Wert von 122 erhalten habe, zweite Messung 119. Hat irgendjemand eine Erklärung für diese BZ-Entwicklung? Ich hab e zwar Vermutungen, möchte diese im Moment aber noch nicht äuà ern, um eventuelle Antworten nicht zu beeinflussen. Daher habe ich versucht, die letzten Monate so objektiv als möglich zu schildern. Ach ja, was eventuell auch noch IMO interessant ist: Mein Blutdruck ist ebenfalls gesunken! Um ca. 20-30 mg, sowohl systolisch als auch diastolisch. Ohne dass ich etwas an den Medikamenten geändert habe. Ich würde jetzt gern mal testen ï, ob ich das Janumet absetzen kann. Einfach nur um mal zu schauen, was passiert. Was sind Eure Meinungen dazu? Ist das Quatsch, oder einen Versuch wert? Wie geht es jetzt weiter? Generell: Ich denke, dass ich auf jeden Fall eine Diabetes-Kandidatin bin. So realistisch bin ich. O.k. ungern ... Auch das gebâ ich â nicht gern - zu. Da meine berufliche Existenz u. a an der Kulinarik hängt, hätte ich am liebsten dieses Teil immer noch nicht an der Backe â obwohl ich vieles mittlerweile, ohne Genussverlust, darauf eingerichtet habe. Aber kann es nicht doch sein, dass ich zumindest für einen gewissen Zeitraum, ohne Medikamente diesbezüglich leben kann? Oder riskiere ich damit dann doch Langzeitschäden? Nehmt mir meine Illusionen und Hoffnungen ... (Wehe!!! ;-), ich werde mich wehren!) Liebe GrüÃe, Karina[ Auf dieses Posting antworten ]
Antworten
- K.Schmidt (08.07.2009 03:06)
- Christoph 1 (08.07.2009 12:25)
- K.Schmidt (08.07.2009 13:31)
