Verständnisfrage "Frequenz- und Phasen gang des Menschen im Regelkreis"
Von: Michael Domhardt (nofearmaniac@web.de) [Profil]
Datum: 01.07.2009 17:18
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X-Post: de.sci.mathematik, de.sci.informatik.misc, de.sci.ing.misc F'up 2: de.sci.mathematik (bei Bedarf anpassen) Hallo NGs, ich habe ein kleines halbfertiges Projekt übernommen, bei dem der Frequenz- und Phasengang des Menschen im Regelkreis bestimmt werden soll (Bode-Diagramm). Ich soll das beenden und einen Praktikumsversuch für Studenten daraus erstellen. Doch bevor ich mich um die Didaktik kümmere, muss ich sicher stellen, dass ich auch alles richtig verstanden und bisher richtig implementiert habe. Bisher existiert ein Joystick für Nutzereingaben und ein Programm in C++ für die Anzeige und die Berechnungen. Das Programm erzeugt eine Anzeige mit einem Fadenkreuz und einem Cursor. Eine quasistochastische Führungsgröße w(t) mit Frequenzen von null bis zwei Hertz ist für die horizontale Auslenkung des Cursors verantwortlich. Der Joystick wird vom Programm abgefragt und mit dieser Stellgröße u(t) entsprechend des eingestellten Streckenverhaltens (proportional, integrierend, 2-fach integrierend und differential) die Regelabweichung e(t) berechnet. Die Anzeige stellt nur die Regelabweichung e(t) dar, die der Mensch mit dem Joystick ausregeln soll. Es handelt sich also um eine Kompensationsaufgabe. Der geschlossene Regelkreis mit Mensch entspricht diesem Bild [0]. Während des Versuchs werden kontinuierlich Samples aus Versuchsdauer t, Regelabweichung e(t) (Cursorposition), Regelgröße u(t) (Joystickauslenkung) und Führungsgröße w(t) in ein LogFile geschrieben. Diese Datei wird im Anschluss an den Versuch ausgewertet. Dazu werden Autoleistungsdichte der Regelabweichung e(t) und Kreuzleistungsdichte der Stellgröße u(t) zur Regelabweichung e(t) gebildet. Beide werden mittels diskreter Fouriertransformation in den Frequenzbereich transformiert, so dass ein Autoleistungsdichtespektrum und ein Kreuzleistungsdichtespektrum entsteht. Aus diesen beiden komplexen Funktionen lässt sich über komplexe Division punktweise der Frequenz- und Phasengang des Menschen im offenen Regelkreis bestimmen. Würde ich die so entstandene Übertragungsfunktion des Reglers Mensch G_H mit dem Verhalten der Strecke G_S multiplizieren, bekäme ich die Gesamtübertragungsfunktion des offenen Regelkreises G_0. Sind in dieser Überlegung irgendwelche Denkfehler? Weitere Hinweise, Kritiken, Ergänzungen, ...? Schon einmal danke für die Hilfe! Grüße und so Michael [0] *Bild: Mensch im Regelkreis, 53kB, Quelle: ETH Zürich* http://img233.imageshack.us/img233/7994/regelkreismitmensch.png[ Auf dieses Posting antworten ]
Antworten
- JCH (03.07.2009 08:12)
- Volker Staben (04.07.2009 07:25)
