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Fehlerhafte Expertensysteme (KI) und Medien

Von: Peter Munstermann (pmunster-july2008@arcor.de) [Profil]
Datum: 29.05.2008 14:16
Message-ID: <pan.2008.05.29.12.12.54.95893@arcor.de>
Newsgroup: de.sci.informatik.ki

''S T A T U S P A P I E R
zur informationstheoretischen Analyse der
Entstehung und Entwicklung sowie der Auswirkungen
nicht oder nicht mehr funktionsfähiger technischer
und nichttechnischer Kommunikationsstrukturen
und Informationssysteme''


Durch die Steigerung der technischen Leistungsfähigkeit
(Geschwindigkeit, Reichweite, Kapazität) von Systemen der
Informations- und Kommunikationstechnik (ITK) um mehrere
Zehnerpotenzen seit den 1970er Jahren, sowie der rasanten
weltweiten Durchdringung der Bevölkerung mit "Informationsknoten"
(Telekommunikationssysteme, Internet), welche sowohl den Abruf, als
auch das Einspeisen von Information ermöglichen, zeigt sich, daß
ITK-Systeme, insbesondere verbunden mit Massenmedien (ICB:
Information, Communication, Broadcast), potentiell als Waffe
mißbraucht werden können, und auch schon so eingesetzt werden.

Bei diesen durch Kommunikationsfälschungen beeinflußten
ICB-Systemen handelt es sich um eine neue Art von breit streuenden
Waffen gegen die Bevölkerung. Die Wirkung ist einer Verbindung aus
halluzinogenem Kampfgas (wie LSD) mit Informations-Kettenreaktionen
vergleichbar.

Die psychologische Wirkung ist um Größenordnungen intensiver als
bei den seit Jahrzehnten bekannten psychologischen Waffen, wie z.B.
Propaganda, und führt teilweise innerhalb kürzester Zeit zu einem
völligen Realitätsverlust und einer weitgehenden Denkblockade bei
den betroffenen Personen. Im Ggs. zum klassischen Kampfgas besitzt
diese Waffe jedoch keinen physikalischen Träger und wird deswegen
derzeit noch nicht als potentielle Waffe, genauer Kriegswaffe,
eingestuft.

Ähnlich der Infektionsausbreitung von Seuchen, wie der Pest im
Mittelalter, können durch ICB-Systeme verbreitete falsche
Informationen heutzutage lawinenartig weitere, meist mutierte,
häufig Panik auslösende, falsche Informationen erzeugen.

Bei einer vergleichbaren nuklearen Kettenreaktion ist das
entscheidende Kriterium für das Eintreten einer solchen, die
Anreicherung des Materials mit stark strahlenden radioaktiven
Isotopen einerseits, und das Bremsen der atomaren Teilchenstrahlung
durch Moderatorenmaterial andererseits.

Durch Einsatz der modernen ITK-Systeme sind die einzelnen
Informationsknoten "näher zusammengerückt" (hoch angereichert), da
es keine Rolle mehr spielt, auf welcher Stelle der Erde sich ein
Informationsknoten befindet. Informationen umlaufen heute die Erde
und verteilen sich über die Massenmedien dramatisch schneller als
vor Jahrzehnten.

Durch den Einsatz unqualifizierten Personals und nicht
funktionierender, auf Katastrophe programmierter
Nachrichten-Computer (falsche Expertensysteme) werden Medien-Enten
und Falschmeldungen praktisch ungebremst weitergeleitet (fehlendes
Moderatorenmaterial) und erzeugen lawinenartig weitere
Falschmeldungen. Diese Informations-Kettenreaktion kann schon bei
kurzfristig extrem intensiver, gezielter Einspeisung falscher
Informationen, wie bei einer Atombombe explosionsartige
Auswirkungen erreichen.

Falschinformationen sind so alt wie die Menschheit und
normalerweise ungefährlich wie die natürliche Radioaktivität. In
einem langfristig gewachsenen Umfeld, das eine entsprechende
ethische, moralische und psychologische Reife entwickelt hat, sind
auch hochleistungsfähige ITK-Systeme ungefährlich, da sie
hilfreiches Werkzeug der Menschen sind.

Dieser Fall liegt zumindest in Mitteleuropa nicht vor, da sich in
einem Bodensatz der Bevölkerung innerhalb seit der Antike
bestehender Geheimlogensysteme (heute: soziale Netzwerke) noch
zutiefst mittelalterliche Denkstrukturen (Feudalsystem,
Leibeigenschaft, Rassismus, Hexenverbrennungen, Himmel und Hölle,
Quacksalber (heute "Experten") etc.) und Eigenschaften (u.a.
Bildungsmangel, Legasthenie) erhalten haben. Diese Logen benutzen
die fast ungesicherten leicht fälschbaren und stark durch sie
unterwanderten ICB-Systeme in zunehmenden Ausmaß für ihre Zwecke
und Obsessionen ohne Rücksicht auf Realitäten und andere Personen.

Ohne in dieser Frühphase der Arbeit eine mathematisch formelmäßige
Ableitung geben zu können, ist jedoch anzunehmen, daß sich das
mitteleuropäische, eventuell sogar das gesamte ICB-System im Euro-
und Dollarraum, an einem kritischen Punkt befindet, der bei
Überschreitung irreversibel ist, und, wie die Pest im Mittelalter
mit bis zu 80% Mortalität in der Gesamtbevölkerung, schwerste
Schäden durch völligen Realitätsverlust und Lähmung der
Denkfähigkeit mit der Folge krassester Fehlentscheidungen auf allen
Ebenen, quer durch sämtliche Bevölkerungsgruppen- und Schichten,
anrichtet.

Zwar stehen heutzutage andere Mittel der Seuchenbekämpfung zur
Verfügung als im Mittelalter, diese "informationspsychologischen
Krankheitserreger" (Informationsknoten gekoppelt mit nicht
funktionierenden Expertensystemen = Pseudo-KI) besitzen jedoch im
Ggs. zu den Pesterregern ein bisher unerkanntes hochgradiges
Suchtpotential. Dieses ist in der Langfristwirkung vergleichbar mit
einem permanenten LSD-Rausch, der zu einem völligen
Realitätsverlust führt. Die Kurzfristwirkung entspricht Drogen wie
Morphium oder Crack, die sofort und intensiv - jedoch nur
kurzfristig - den auftretenden Spannungsschmerz zwischen objektiver
Realität und subjektivem Rauscheindruck lindern.

Vorläufige Zusammenfassung durch den Autor
Peter Munstermann, Dipl.-Ing. (U) Elektrotechnik,
Fachrichtung Nachrichtenverarbeitung und Informationstheorie




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