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Re: CO2 umwandeln in Stein, Kalk oder sonstiges

Von: gUnther nanonüm (g-h-w@gmx.de) [Profil]
Datum: 06.07.2008 23:46
Message-ID: <48713cec$0$6559$9b4e6d93@newsspool3.arcor-online.net>
Newsgroup: de.sci.chemie
"Carla Schneider" <carla_sch@yahoo.com> schrieb im Newsbeitrag
news:48712C1F.C3EFCA65@yahoo.com...
..
> > wieso sollten sie? Die Taigawälder sind anfangs Birke, später dann
Fichte,
>
> In Nordeuropa ist das so. In Ostsibiren sind es Laerchen - Fichten
vertragen
> das Klima dort nicht.

Hi,
wo wächst dann die Sibirische Fichte? Am Südpol?

> Ja lohnt sich nicht, da die Baeume dort sehr lange brauchen.
> Wer jetzt eine Plantage anlegt kann in 100 Jahren ernten , fruehestens.

Ach je, schon wieder denkt da einer in  "früher, vor der Erderwärmung und
dem Abschmelzen war es da soo kalt, und jetzt, nachdem da alles auftaut, ist
es immer noch soo kalt..." kannst Du die Blutgrätsche nicht vollziehen, vom
jetzigen zum erwartbaren/abwartbaren Demnächst? Dort wirds deutlich wärmer,
der Permafrost taut auf, vermutlich bis an die Küste, man rechnet gar damit,
daß der unterseeische Permafrost (jaja, den gibts da) auch auftaut und dabei
jede Menge Methaneis freisetzt. Damit werden sich die derzeitigen Baumzonen
nach Norden verlagern, die Breite ist dieselbe wie Schweden, es werden also
rein wärmebedingt dieselben Baumarten dort überleben können....


>
> >
> > > > ...
> > > Torf enthält sehr wenige Mineralstoffe. Darum zersetzt er sich auch
nicht
> > so
> > > schnell wie z.B. Ahornlaub. Mit der Zufuhr von Mineraldünger
könnte
man
> > das
> > > vielleicht ändern, würde aber durch die beschleunigte
Zersetzung des
Torfs
> > > auch beschleunigt CO2 freisetzen.
> >
> > ?? Torf enthält Huminsäuren, die wegen der fehlenden (alkalischen)
> > Mineralien so sauer sind, daß sich nur wenige Pflanzen und Bakterien
darin
> > wohlfühlen.
>
> z.B. Heidelbeeren, aber auch diverse Nadelbaeume (Kiefern) kommen gut
damit
> zurecht, sobald das Moor entwaessert ist - das ist die vorraussetzung.

Nein, die kommen damit nicht zurecht. Kannst Du gut in Mooren sehen, die
bestehen nur aus Moos, da wachsen weder Heidelbeeren noch Kiefern. Nur am
Rand, oder mit Kontakt zum festen Boden geht das, Kiefern sind genügsam.
Mögen aber sandigen Boden lieber.

>
> > Um den per Dünger für die Verrottung attraktiver zu machen,
> > müßte man den mit Kalilauge tränken....dabei aber nicht das
andere
Extrem
> > riskieren, man bräuchte anstatt saurem Regen sozusagen "basischen
> > Regen"...etliche Jahre lang. Lustiger Gedanke.
> Ist auch ueberfluessig. Normalerweise nimmt man uebrigends Kalk dafuer.

Wie Du die fehlenden Mineralien nennst, ist mir wurscht. Man kann auch
"Dolomit" dazu sagen, oder "Kalksteinpulver"... diese Materialien
haben den
Vorteil, sich nur langsam zu lösen und nicht vom Regen weggespült zu werden,
in Mooren ist ja nur die oberste Schicht "lebendig", mangels Sauerstoff
verrottet tieferliegender Torf nicht, saugt aber durchaus Wasser und Dünger
weg.

> > >
> > > > Etwa Kondeswassersammler, Taufeuchtesammler für jede Bauminsel
jeweils
> > > > einen. Denk an "Dune", so etwa. Das Prinzip geht ja mit
modernen
> > > Werkstoffen
> > > > wirklich.
> > >
> > > Würde vermutlich nur am Westrand des Kontinents was bringen. Und ob
es
> > > wirtschaftlich wäre, ist fraglich (noch dazu da Du das 'Erntegut' ja
im
> > Meer
> > > versenken willst).
> >
> > Das bringt sogar in der Namib was.
>
> In der Namib ist die Luft nachts sehr feucht, sie kommt direkt vom Meer.

Wir sind auf Terra....hier ist die Luftfeuchte immer bei 20% oder höher.
Wenns weniger wird, weißt Du, Du bist in einer künstlichen Umgebung.
Woher ich das weiß? Weil überall Menschen leben, und deren Lunge geht bei
weniger Feuchte kaputt..husthust.

>
> > Oder im Llano Estacado...oder der
> > Kalahari. Morgentau gibts auf der Erde in jeder Gegend...vielleicht
nicht
> > jeden Tag, aber genug.
>
> Nein  im groessten Teil der Sahara gibt es nur selten  Morgentau.
> Momentan z.B liegt der Taupunkt in der Sahara unter 10°, teilweise sogar
unter 0°,
> die Temperaturen fallen aber Nachts auf Werte zwischen 20° und 30° - da
gibt
> es keinen Tau. Siehe  http://www.wetterzentrale.de/topkarten/fsavnafr.html

In der Sahara wurde des öfteren Eisbildung beobachtet, nachts...bzw am
frühen Morgen. Die sehr klare Luft geringer Feuchte läßt die
Bodenwärme gut
abstrahlen, am Morgen kommt es OFT zu Taubildung, weniger zu Nebel. Selbst
in der Namib...die trockenste Wüste in Afrika. In Wüsten wird es jede Nacht
sehr kalt. Weshalb wohl machen Reisende nachts ein Feuerchen an? Nur um
Fliegen anzulocken? Wie Du auf 30° kommst ist mir schleierhaft, bei den
Temperaturen könnte man in der Badehose bleiben....Du wärest am 2.Morgen
erfroren.
--
mfg,
gUnther



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