nntp2http.com
Posting
Suche
Optionen
Hilfe & Kontakt

Dynamische Gravitationstheorie vollständig vo n der Realität abgekoppelt

Von: Dieter Heidorn (d.heidorn@t-online.de) [Profil]
Datum: 05.04.2008 19:17
Message-ID: <ft8c7g$gq1$00$2@news.t-online.com>
Newsgroup: de.sci.alternativ
In dsp wurde zum wiederholten Mal die "Dynamische Gravitationstheorie"
(DGT) von Dieter Grosch (DG) diskutiert.

In dieser Theorie werden alle Teilchen als aus einem "elementaren
Teilchen" (eT) aufgebaut gedacht. So soll etwa gelten:

e-  = 1 eT ,  e+ = 1 eT
my- = 3 eT , my+ = 3 eT
p   = 5 eT , n   = 7 eT
usw.

Dafür liegt allerdings kein experimenteller Nachweis vor. Es wird auch
nicht angegeben, mit welchem Versuchsaufbau die direkte Zählung dieser
Teilchen jeweils vorgenommen wurde, obwohl DG sonst stets "direkte
Messungen" fordert.

Die Anzahl von eT soll bei allen Teilchenreaktionen erhalten bleiben.
Dafür liegt allerdings kein experimenteller Nachweis vor. Vielmehr führt
die "eT-Zahl-Erhaltung" bei allen beobachteten Teilchenreaktionen zu
Widersprüchen.

Die Masse des eT soll m_eT = 2,78e-28 kg betragen.
Dafür liegt allerdings kein experimenteller Nachweis vor. Es wird auch
nicht angegeben, mit welcher Art von Waage die direkte Messung dieser
Masse vorgenommen vorgenommen wurde, obwohl DG sonst stets "direkte
Messungen" fordert.

Weitere Details der DGT können der Homepage ihres Verfassers (DG)
entnommen werden:

http://www.grosch.homepage.t-online.de

Die in früheren Diskussionen hier in dsa entstandene Widerlegung der
Aussagen der DGT findet sich auf der Seite

http://www.d1heidorn.homepage.t-online.de/Physik/DynGravTh/Anmerkungen_zur_Theorie.html

In dsp konzentrierte sich die letzte Diskussion auf die
Myon-Paarerzeugung in (e+e-)-Reaktionen in Speicherringen:

e+ + e- --> my+ + my-

Dies führt für die DGT zu dem Widerspruch

1 eT + 1 eT --> 3 eT + 3 eT

Die zuletzt vorgetragene Abhilfe bestand in der Behauptung, dass diese
Reaktion tatsächlich so ablaufen müsse:

e+ + e- --> A
A  + A  --> B
e+ + e- --> A                 A + B --> C --> my+ + my-
e+ + e- --> A

Diese Reaktionsfolge steht in mehrfacher Hinsicht im Widerspruch zu
experimentellen Befunden, die modellunabhängig, d.h. ohne Verwendung
eines Modells der Myon-Paarerzeugung gewonnen wurden:

* Die DGT-Reaktion widerspricht der beobachteten räumlichen Verteilung
der erzeugten Myonen-Paare (~ differentieller Wirkungsquerschnitt).

* Die DGT-Reaktion widerspricht der beobachteten Anzahl von Reaktionen
(Myonen-Paarerzeugungen) pro Zeit (~ Wirkungsquerschnitt).

* Die DGT-Reaktion widerspricht der beobachteten Energie der
nachgewiesenen Teilchen (Energieerhaltung).

* Die DGT-Reaktion widerspricht der Leptonenzahlerhaltung.

* Die DGT-Reaktion widerspricht nicht zuletzt der Forderung nach größter
Einfachheit, die DG sonst stets erhebt.

Bei der Begründung der dargestellten "Myon-Paarerzeugung in drei
Stufen" wurde die Wechselwirkung bewegter geladener Teilchen auf rein
elektrostatische Wechselwirkung beschränkt. Anders ausgedrückt: Die
elektromagnetische Wechselwirkung wurde "abgeschaltet".

Das "Hauptargument" gegen vorliegende experimentelle Daten ist, dass der
Wirkungsquerschnitt "noch nie mit einem Maßstab gemessen" worden
wäre,
und die vorliegenden Daten nur Berechnungen eines Modells wären. Das
erste zeugt lediglich von einem absoluten Unverständnis des Begriffes
Wirkungsquerschnitt bei Teilchenreaktionen; das zweite ist nachweislich
eine falsche Behauptung.

Zu erwähnen ist noch, dass der Begriff des Wirkungsquerschnitts von DG
als "Modell" angesehen wird, das er in Frage stellt. Da der in der
Physik verwendete Begriff des Wirkungsquerschnitts aber inhaltlich mit
dem in der Chemie verwendeten Begriff des Reaktionsquerschnitts
übereinstimmt, wird also auch dieser in Frage gestellt. Damit wird
wichtigen chemischen Begriffen wie Reaktionsgeschwindigkeit und
Zeitgesetz die Grundlage entzogen. Auch Verfahren zur Bestimmung von
Reaktionsordnungen wie das Verfahren der Variation von Konzentrationen
werden damit in Frage gestellt.
Anders formuliert: Die DGT stellt sich nicht nur gegen die etablierte
Physik, sondern - zumindest in Teilen - auch gegen die etablierte
Chemie.

Zur Zusammenfassung der letzten Diskussion in dsp ist folgende Seite
erstellt worden:

http://www.d1heidorn.homepage.t-online.de/Physik/nFormel_HEP/nFormel_HEP.html

-----

Die DGT ist hinreichend weit von der Realität und deren Beschreibung
durch das Standardmodell entfernt, so dass sie hier in dsa erneut zur
Diskussion gestellt werden kann. Allen Interessenten an "alternativen
Theorien" wünsche ich dabei viel Vergnügen.

Dieter Heidorn

--
Irrtümer haben ihren Wert;
jedoch nur hier und da.
Nicht jeder, der nach Indien fährt,
entdeckt Amerika.    (Erich Kästner)

[ Auf dieses Posting antworten ]