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Gibt's noch Dokus ohne "nachgespielte Geschichte"?

Von: Jan Hladik (hladik@web.de) [Profil]
Datum: 15.06.2008 11:43
Message-ID: <4854e3f5$0$6606$9b4e6d93@newsspool2.arcor-online.net>
Newsgroup: de.rec.tv.misc
Hi,

Ich glaube, dass es irgendwann in den 90ern angefangen hat, bei der BBC
oder dem History Channel, dass Dokumentationen durch von
Laiendarstellern nachgestellte Szenen (Caesar spricht vor dem Senat,
Ramses nimmt eine Parade ab, Goebbels schreibt in sein Tagebuch, ...)
spannend oder unmittelbar gemacht werden sollten.

Heute gibt es nicht mal mehr auf 3sat oder Phoenix Dokus, die ohne
solche Szenen auskommen. Ich finde das einfach nur unserioes, und es
sieht immer billig aus. Die Schlacht von Hastings mit 30 Statisten. Ein
Schauspieler, dem niemand eine Nebenrolle in einem Fernsehfilm geben
wuerde, stellt Alexander den Grossen dar. In einem Kostuem, dem man
ansieht, dass es nicht mehr als 200 Euro kosten durfte. Vor gerenderten
Kulissen.

Bin ich der einzige, den diese "Infotainment"-Dokus stoeren und der
lieber zeitgenoessische Darstellungen (Gemaelde, Reliefs, ...) der
entsprechenden Szenen sehen wuerde, auch wenn die sich nicht bewegen?
Frueher ging's doch auch...

Gruss,

Jan

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