nntp2http.com
Posting
Suche
Optionen
Hilfe & Kontakt

Re: Kastration von Stute

Von: Luise Sanders (luisesanders@yahoo.de) [Profil]
Datum: 22.07.2006 18:14
Message-ID: <1153584864.158327.230910@m79g2000cwm.googlegroups.com>
Newsgroup: de.rec.tiere.pferde

> > Hat jemand von Euch weitere Erfahrungen oder Kenntnisse zu diesem
> > Thema?.
> > Besondere Risiken des Eingriffs - Rekonvaleszens - Nachsorge  -
> > Probleme in der Nachsorge- hormonelle Störungen - weitere Nutzung
> > als Reitpferd?.

Hallo Kathi,

danke erst mal für die Antwort. Inzwischen ist die Stute wieder zu
Hause, und es geht ihr wieder ganz gut - der Stress des
Klinikaufenthaltes ist zwar noch sichtbar - aber sie hat sich in der
gewohnten Umgebung bereits entspannt.

>Also die hormonelle Therapie von sogenannten "festsitzenden
Gelbkörpern"
>ist gang und gebe und auch nicht wirklich tragisch.

OK gut zu wissen. Der TA will auch erst die Hormonbehandlung für ca. 3
- 6 Wochen
abwarten und dann erneut die Hormonwerte überprüfen bzw. beobachten,
ob auch unter der Hormonbehandlung die Krämpfe wieder auftreten.
Möglicherweise könne man auch einen Dreimonatschip implantieren -
damit ich nicht täglich dem Pferd die Hormönchen ins Maul spritzen
muss . ;-) Der Hormonstatus hat inzwischen  ergeben, daß die Stute
für ein weibliches Tier viel zu hohe Testosteronwerte hat. Worauf kann
das hinweisen?  Zysten? die sind ja nachweisbar.  Tumor??

>Wegen
>persistierenden Follikeln gleich das Ovar entfernen zu wollen halte ich
>doch für etwas übertrieben.

Da scheinst Du mit dem  derzeit behandelnden TA aus der Klinik einer
Meinung zu sein.  Also wird erst die Hormonbehandlung abgewartet -
aber die Ovariektomie ist mir  halt als weitere Möglichkeit genannt
worden. Einfach so aus Spaß schicke ich die Stute sicher nicht unters
Messer - aber wenn es die ultima ratio wäre, um die häufigen
Koliken und Schmerzen zu beenden,  würde ich es doch machen lassen.

>Aber vielleicht erübrigt sich das Thema ja
>durch die Hormonbehandlung.

Ja  das wäre die beste Lösung - ich hoffe es auch sehr.

>Andere Frage: wird deine Stute überhaupt rossig?

Ja sie ist in all den Jahren regelmässig rossig gewesen - nun ja
einen Rossekalender habe ich nie geführt - aber man merkt es ja
doch. Ausserdem gibt ein Blick unter den Schweif schon weiteren
Aufschluss.

>Und wenn ja: wie verhält sie sich in der Rosse?

Normalerweise ist sie auch in der Rosse händelbar und reitbar -
vielleicht etwas zickiger am Bein, dann kickt sie gerne mal dagegen an
- aber auch das habe ich reiterlich in den Griff gekriegt. Als junges
Pferd war es ätzender, aber es ist mit den Jahren - vielleicht auch
mit der Ausbildung deutlich besser geworden.

>Das sollte nämlich deine Entscheidungsfindung beeinflussen, denn
>aufgrund anderer hormoneller Regelmechanismen werden ovariektomierte
>("kastrierte") Stuten in der Regel nachher dauerrossig....

Aha! das hat mir noch keiner gesagt. Gute Info. Da werde ich nachhaken,
wenn das Thema wieder zu überlegen ist. Komischerweise hat mir ein
anderer TA in der Klinik gesagt, daß ein Kollege in Süddeutschland in
seiner Praxis sehr häufig die Ovariektomie  bei Reitstuten
durchführen würde - damit sie hinterher *besser* reitbar seien?
Passt das mit der Dauerrosse zusammen?  Na ja der TA wollte mir damit
wohl nur sagen, daß die Ovariektomie inzwischen ein Routineeingriff
sei.


Viele Grüsse
Luise


[ Auf dieses Posting antworten ]