Re: Jolle zu Luvgierig
Von: Uwe St?ckel (my_mail@gmx.com) [Profil]
Datum: 11.06.2009 14:40
Message-ID: <gst135dmgsol3kjdpqpsa6uu4vf0lll64t@4ax.com>
Newsgroup: de.rec.sport.segeln
Datum: 11.06.2009 14:40
Message-ID: <gst135dmgsol3kjdpqpsa6uu4vf0lll64t@4ax.com>
Newsgroup: de.rec.sport.segeln
Moin Tobias, tc-jus@myway.de (Tobias Crefeld) wrote: >Bezieht sich das nun auf 420er oder Kats oder auf alle Sloops? die Grundregel (was schon mal bedeutet, daß es fast so viele Ausnahmen wie Gültigkeiten gibt ;o) ) gilt zunächst mal unabhängig von Rumpf und Bootsbauweise. >Als allgemeingültige Regel ist das jedenfalls falsch. s. O. >Das ergibt sich >allein schon aus der Tatsache, dass die Großschot je nach Bootstyp an >anderen Stellen am Baum angreift und der Baumniederholer ebenfalls >bootstypabhängig an verschiedenen Stellen an Mast / Deck und Baum >angreift. In der sonnenbadetauglichen Variante einer Bavaria mit dem >Traveller vorm Niedergang ist der Unterschied sicher marginal, aber bei >Booten, bei denen der Traveller hinterm Steuermann verläuft, ziehst Du mit >einem weit nach achtern reichenden Baumniederholer viel mehr vertikalen >Bauch in die Mitte des Groß als Du das Segel horizontal flach bekommst. >Diesen Bauch hast Du dagegen bei einem weit achtern montierten Traveller >nicht. stimmt >Anderes Beispiel: Der Baumniederholer beim H-Boot verläuft in der >Rennvariante mit 32x-Übersetzung so flach, dass er bei Starkwind benutzt >wird, den Mast nach vorne durchzubiegen und so das Groß flacher zu trimmen >(wehe dem, der DANN die Großschot auffiert... =:). Am Achterliek bewegt >sich da gar nichts mehr, weil das orientiert sich nur noch daran, wie >dicht Du Achterstag und Großschot genommen hast. auch richtig (selbst 1:32 im Baumniederholer gehabt, war mir aber zu viel Leine in der Plicht. Deshalb lieber 1:24 und etwas kräftiger reißen...) Wir stellen uns nun mal ein ganz einfaches Rigg vor: Das Fall zieht den Kopf nach oben Die Cunningham zieht den Hals nach unten Der Unterliekstrecker zieht das Schothorn nach hinten. Wenn nun Wind in das Segel greift, will der Baum nach oben. Da er am Lümmelbeschlag nicht kann, steigt er eben an der Nock. Zwei Trimmeinrichtungen hindern den Baum dran: die Großschot und der Baumniederholer. Der Baumniederholer 'stützt' sich am Mast ab und biegt ihn nach vorne, so er nicht durch irgendwelche Wanten daran gehindert wird. Diese Bewegung ist aber bei mehr Wind durchaus gewollt, weil damit das Segel flacher getrimmt wird. Die Großschot zieht ebenfalls den baum nach unten. Es hängt aber dann davon ab, wo und in welchem Winkel gezogen wird. Ein Traveller in Baummitte und Luv zieht recht wenig nach unten, ein Schotholepunkt in Lee und weiter zur Nock kann das Achterliek stark spannen. Dies nutzt man z. B. bei kleinen Jollen am Wind. Wenn man da bei mehr Wind und Traveller in Lee etwas Schot ausgibt, steigt zunächst der Baum und im oberen Segelteil wird Druck abgelassen, ohne daß die gesamte Segelleistung einbricht. Aber wie geschrieben, das ist nur sehr allgemein beschrieben.[ Auf dieses Posting antworten ]
