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Re: Jolle zu Luvgierig

Von: Tobias Crefeld (tc-jus@myway.de) [Profil]
Datum: 10.06.2009 21:31
Message-ID: <B2$WOQgKxVB@tc-jus.myway.de>
Newsgroup: de.rec.sport.segeln
Gunther Diehl meinte:

> vielen Dank für die Antworten. Demnach müßte ich den 420er am Wind
> möglichst gerade halten. Das haben wir versucht. Mein Sohn im Trapez und
> ich ganz außen auf der Kante.

"Auf" der Kante ist zuwenig: Haxen in den Ausreitgurt und die Hälfte des
Oberschenkels muss überm Wasser sein.


> Allerdings war es nicht möglich, den Rumpf aufrecht zu fahren.

Doch, das geht immer: Du luvst solange an, bis Du aufrecht fährst.
Wenn die Segel nicht korrekt getrimmt sind, werden sie ganz fürchterbar zu
flattern anfangen, aber es geht immer - wenn man keine Angst vor nem
nassen Hintern hat...


> Da schein unser Gewicht im Trapez und auf der Kante zu gering zu sein.
> Was ich bei meinem 99 Kilo und 60 Kilo im Trapez nicht mehr viel toppen
> möchte.

Mal abgesehen davon, dass Ihr damit eh zu schwer für nen 420er seid (wobei
der Vorschlag, dass Du Dich ins Trapez hängst und der Sohnemann steuert
allein schon auf Gründen des besseren Längstrimms empfehlenswert ist), hat
das Gewicht nichts damit zu tun, ob man das Boot aufrecht fährt oder
nicht. Das geht immer.

Im übrigen gibt es nur eines, wenn Ihr überpowert seid (was ich mir
unterhalb 4 Bft. kaum vorstellen kann): Segel flach und flacher!
Also Fallen richtig (!) anknallen, Fockschot und Unterliekstrecker und
notfalls auch Cunningham _wirklich_ dichtnehmen. Falls vorhanden,
Traveller nach Lee und Großschon anknallen. Ggf. dasselbe mit den Wanten.
Bis 6 Bft. kommt Ihr dann mühelos klar. Erfahrungsgemäß trimmen die
meisten Anfänger Schoten, Fallen und Strecker viel zuwenig energisch um.

--
Gruss,
Tobias.


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