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Re: Jolle zu Luvgierig

Von: Tobias Crefeld (tc-jus@myway.de) [Profil]
Datum: 09.06.2009 21:52
Message-ID: <B2WWNlyKxVB@tc-jus.myway.de>
Newsgroup: de.rec.sport.segeln
Uwe St?ckel meinte:
> "Jörg W. Kremer" <JWKr04-drss@yahoo.de> wrote:

>> Hat der 420er eigentlich (k)einen Traveller, den man entsprechend nach
>> Lee versetzen kann? (Beim Kat ist das nämlich das
"Wundermittel"(TM)
>> gegen zu viel Schräglage)
>> ;-)

> der Traveller in Lee( + Zug der Großschot) hat die gleiche Funktion
> wie ein Baumniederholer: Er schließt das Achterliek und macht das
> Segel allgemein flacher.

Bezieht sich das nun auf 420er oder Kats oder auf alle Sloops?
Als allgemeingültige Regel ist das jedenfalls falsch. Das ergibt sich
allein schon aus der Tatsache, dass die Großschot je nach Bootstyp an
anderen Stellen am Baum angreift und der Baumniederholer ebenfalls
bootstypabhängig an verschiedenen Stellen an Mast / Deck und Baum
angreift. In der sonnenbadetauglichen Variante einer Bavaria mit dem
Traveller vorm Niedergang ist der Unterschied sicher marginal, aber bei
Booten, bei denen der Traveller hinterm Steuermann verläuft, ziehst Du mit
einem weit nach achtern reichenden Baumniederholer viel mehr vertikalen
Bauch in die Mitte des Groß als Du das Segel horizontal flach bekommst.
Diesen Bauch hast Du dagegen bei einem weit achtern montierten Traveller
nicht.

Anderes Beispiel: Der Baumniederholer beim H-Boot verläuft in der
Rennvariante mit 32x-Übersetzung so flach, dass er bei Starkwind benutzt
wird, den Mast nach vorne durchzubiegen und so das Groß flacher zu trimmen
(wehe dem, der DANN die Großschot auffiert... =:). Am Achterliek bewegt
sich da gar nichts mehr, weil das orientiert sich nur noch daran, wie
dicht Du Achterstag und Großschot genommen hast.
--
Gruss,
Tobias.


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