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Re: Meter und Meilen in der gewerblichen Seefahrt?

Von: Alexander Stielau (aleks@oerks.de) [Profil]
Datum: 17.06.2009 10:20
Message-ID: <slrnh3h9qe.sf8.aleks@gnargl.oerks.de>
Newsgroup: de.rec.sport.segeln
Am Wed, 17 Jun 2009 09:44:24 +0900 schrieb Michael Hess:
>>> Das funktioniert leider nur im Grossen Masstab des alltäglichen
>>> Lebens... ist aber leider eben wissenschaftlich spätestens
>>> problematisch aus vielen Gründen.
>>
>> Nenne einen.
>
> Korrektursekunde/Minute/stunde
> Schaltjahr

Ok, da hast Du Recht.
Ich sehe aber keinerlei Zusammenhang zur ursprünglichen Fragestellung.
Lies noch mal das Subject.

> Das Integral kartesisch zu lösen, weil ja Kugelkoordinaten so
> umständlich sind (häufiges Argument von Schülern und Studenten in
> Mathestunden und in der Physik), führt so ab der 2ten
> Differenziation ins Desaster (mathematisch fast nur mit immensen
> Zeitaufwand lösbar).

Lies noch mal das Subject.
Es ist total irrelevant für die Praxis in der kommerziellen
Seeschifffahrt, was Du im Schulunterricht für Aufgaben stellst.

In der Praxis wird inzwischen mit GPS-Kompass und ECDIS gearbeitet -
die Papierkarte ist ein Auslaufmodell, und Sextanten und HO-Charts eher
eine nostalgische, noch verpflichtende Idee.
Was sich nicht geändert hat: Das Bezugssystem, trotz zwischentzeitlicher
Nutzung von Hyperbelfunk-Navigationsverfahren (mit anderem Bezugssystem)
und ähnlichen Irrungen, trotz anderer technischer Möglichkeiten.

>> weil Du einen Maßstab anlegst, um die Ausdehnung einer Bogenminute in
>> der Ebene zu begreifen. Eine Bogenminute ist auch auf dem Jupiter oder
>> auf einem Fußball eine Bogenminute.
>
> Ja klar ist eine Bogenminute überall eine Bogenminute (solange
> ich mich im Euklidischen Raum bewege und Einstein artig außen vor
> lasse ;-) ) aber sie ist eben nicht überall 1852m lang und das
> ist die Länge auf der die nautische Meile (aka Seemeile)
> definiert wurde.

Verdammt - ich gebs auf. Welche Repräsentanz die Länge einer Bogenminute
in einem anderen Koordinatensystem hat, spielt überhaupt keine Rolle!

> Es geht darum das sich sphärische Geometrie, wie sie für
"Globen"
> gilt ganz böse mit dem normalen Verständnis des Menschen beisst,
> der ist nämlich kartesisch vorgeprägt.

Es geht bei See- und Luftfahrt nicht um 'normales Verständnis'.
Navigation ist Fachwissen einer speziellen Berufsgruppe, und hat sich
mit der Zeit eben genau wegen der Praktikabilität aus den Systemen, mit
dem Längen (und eben nur Längen) 'an Land' gemessen wurden,
herausgelöst.

So, und jetzt lies noch mal das Subject.

Witzigerweise wurden übrigens andere Längenbemassungen in der
Seeschifffahrt durchaus aufs metrische System umgestellt - und zwar
welche, die nicht mit dem Erdmodell zutun haben, wie z.B. Wassertiefe,
Tankinhalte.

> Klar Spärische Geometrie ist für "Rechner" einfach. Ist halt
> Vektorrechung in sphärischer Geometrie ;)
>
> Den Mensche von der Strasse den man das vorsetzt, da hakt es dann.

So, und jetzt lies noch mal das Subject.

> Versuch doch mal einem nicht Navigationsvorbelasteten zu erklären
> warum der Flug sagen wir mal New York - Oslo oder Berlin - Tokio

Den Link hatte ich im letzten Posting genannt.

> Du wirst feststellen das der Begriff Grosskreiskurs (eben
> besagtes Orthodrom) bei den meisten auf geometrisches
> Unverständniss stößt.

Und?
Es handelt sich um Fachwissen.

Abgesehen davon ändert sich dieses Problem auch nicht durch ein anderes
Koordinatensystem.

Es wird auch bei den meisten auf Unverständnis stössen, was bei einer
Umwandlung von Datenbankdumps aus utf-8 heraus in latin1 so alles
passieren kann und warum http://xkcd.com/327/ lustig ist.

Fachpublikum.

So, für mich ist hier Ende mit Dir, Dir scheint es um was anderes zu
gehen, daran hab ich kein Interesse weiter.

Aleks

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