Kroatien 2009
Datum: 31.05.2009 17:21
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Newsgroup: de.rec.sport.segeln
Hallo zusammen, schon bin ich wieder zurück, so schnell vergeht eine Woche Segeln. Im Moment muss es mal die Kurzgeschichte tun. Wir sind zu Dritt auf einer Bavaria 46 Cruiser von Pula (Marina Veruda) über Susak (Hafen), Ist (Hafen), Zadar (Marina nahe der Altsstadt) und Zut (ACI Marina) nach Sukosan gesegelt. Das Wetter war überwiegend sonnig, am Anfang gut 30°C, ab Mitte der Woche ca. 23°C und es gab auch ein kräftiges Gewitter (Nachts) und am Freitag bedeckten Himmel mit reichlich Wind (7-8 Bft., in Böen bis 10 Bft.), so dass eine saunatuchgroßes Stück Genua und eine badetuchgroßes Stück Groß für 9 Knoten Fahrt durchs Wasser ausreichten. Da wir zwischen den Inseln waren, blieb die Welle mit 1,5 bis 2 Metern noch vergleichsweise gering. Für die freie See waren da 4 bis 5 Meter angesagt. Aber auch bei dem Wind kann man noch problemlos segeln, ohne sich eine Sekunde lang unsicher zu fühlen. Das Essen war durchweg gut und eigentlich auch bezahlbar. Für umgerechnet EUR 15,00 pro Person mit Vorspeise und inkl. 2 großer Bier kann man gut satt werden (Fleischgerichte). Fisch ist, wie inzwischen überall am Mittelmeer, deutlich teurer. Da ist man mit Vorspeisen und Beilagen schnell bei EUR 25,00 bis 30,00 inkl. Getränke. Die Häfen kosten für ein Schiff der genannten Größe ca. 25,00 EUR und die Marinas EUR 60,00 bis EUR 80,00. Als Fazit bleibt, dass so ein Schiff zu Dritt Luxus pur ist (wir wurden in fast jedem Hafen von den anderen Chartercrews beneidet), aber auch mit mehr Arbeit für den Einzelnen verbunden ist. Aber auch bei Starkwind bleibt das Schiff jederzeit beherrschbar und die Anlegemanöver müssen gut abgesprochen und ruhig durchgezogen werden. Und einen "beinahe" Motorbrand mit Notankermanöver in der Hafeneinfahrt von Ist hatten wir auch noch. Der Algenblüte sei Dank für dieses unvergessliche Erlebnis. Als es aus dem Niedergang komisch roch und anfing zu qualmen, konnte einem schon anders werden, aber der Skipper behielt die Ruhe und mein Ankermanöver klappte auch auf Anhieb, was will man mehr. Folge war ein Leck im Süßwasserkühlkreislauf, der uns einen Tag Aufenthalt in Zadar einbrachte (die Reparatur dauerte bis 15:00 Uhr, was ein Auslaufen auf Grund der aufziehenden Gewitter nicht mehr zuließ). So, dass soll erst mal reichen. Mehr zu den einzelnen Häfen erzähle ich noch, ob ihr wollt, oder nicht. ;-)) Gruß Thomas -- Wenn du ein Schiff bauen willst, dann trommle nicht die Männer und Frauen zusammen, um die Aufgaben zu vergeben, sondern lehre sie die Sehnsucht nach dem weiten, endlosen Meer.[ Auf dieses Posting antworten ]
