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Kroatien 2009

X-FaceVon: Thomas Erstfeld (the007@nurfuerspam.de) [Profil]
Datum: 31.05.2009 17:21
Message-ID: <1dk3ibewqxrmx.dlg@usenet2.erstfeld.de>
Newsgroup: de.rec.sport.segeln
Hallo zusammen,

schon bin ich wieder zurück, so schnell vergeht eine Woche Segeln.

Im Moment muss es mal die Kurzgeschichte tun. Wir sind zu Dritt auf
einer Bavaria 46 Cruiser von Pula (Marina Veruda) über Susak (Hafen),
Ist (Hafen), Zadar (Marina nahe der Altsstadt) und Zut (ACI Marina) nach
Sukosan gesegelt.

Das Wetter war überwiegend sonnig, am Anfang gut 30°C, ab Mitte der
Woche ca. 23°C und es gab auch ein kräftiges Gewitter (Nachts) und am
Freitag bedeckten Himmel mit reichlich Wind (7-8 Bft., in Böen bis 10
Bft.), so dass eine saunatuchgroßes Stück Genua und eine badetuchgroßes
Stück Groß für 9 Knoten Fahrt durchs Wasser ausreichten. Da wir zwischen
den Inseln waren, blieb die Welle mit 1,5 bis 2 Metern noch
vergleichsweise gering. Für die freie See waren da 4 bis 5 Meter
angesagt.

Aber auch bei dem Wind kann man noch problemlos segeln, ohne sich eine
Sekunde lang unsicher zu fühlen.

Das Essen war durchweg gut und eigentlich auch bezahlbar. Für
umgerechnet EUR 15,00 pro Person mit Vorspeise und inkl. 2 großer Bier
kann man gut satt werden (Fleischgerichte). Fisch ist, wie inzwischen
überall am Mittelmeer, deutlich teurer. Da ist man mit Vorspeisen und
Beilagen schnell bei EUR 25,00 bis 30,00 inkl. Getränke.

Die Häfen kosten für ein Schiff der genannten Größe ca. 25,00 EUR und
die Marinas  EUR 60,00 bis EUR 80,00.

Als Fazit bleibt, dass so ein Schiff zu Dritt Luxus pur ist (wir wurden
in fast jedem Hafen von den anderen Chartercrews beneidet), aber auch
mit mehr Arbeit für den Einzelnen verbunden ist. Aber auch bei Starkwind
bleibt das Schiff jederzeit beherrschbar und die Anlegemanöver müssen
gut abgesprochen und ruhig durchgezogen werden.

Und einen "beinahe" Motorbrand mit Notankermanöver in der Hafeneinfahrt
von Ist hatten wir auch noch. Der Algenblüte sei Dank für dieses
unvergessliche Erlebnis. Als es aus dem Niedergang komisch roch und
anfing zu qualmen, konnte einem schon anders werden, aber der Skipper
behielt die Ruhe und mein Ankermanöver klappte auch auf Anhieb, was will
man mehr.

Folge war ein Leck im Süßwasserkühlkreislauf, der uns einen Tag
Aufenthalt in Zadar einbrachte (die Reparatur dauerte bis 15:00 Uhr, was
ein Auslaufen auf Grund der aufziehenden Gewitter nicht mehr zuließ).

So, dass soll erst mal reichen. Mehr zu den einzelnen Häfen erzähle ich
noch, ob ihr wollt, oder nicht. ;-))

Gruß
Thomas

--
Wenn du ein Schiff bauen willst, dann trommle nicht die Männer und
Frauen zusammen, um die Aufgaben zu vergeben, sondern lehre sie die
Sehnsucht nach dem weiten, endlosen Meer.

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