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Re: BM kentern

Von: Helmut Fischer (h_fischer@gmx.de) [Profil]
Datum: 27.05.2009 19:51
Message-ID: <1j0e323.eokrh9t8zv6aN%h_fischer@gmx.de>
Newsgroup: de.rec.sport.segeln
Ignatios Souvatzis <u502sou@beverly.kleinbus.org> wrote:

> Eine Gruppe aus meinem Segelkurs hat's bei 5 Bft. auch hinbekommen,
> vor 16 Jahren. Wir waren schlauerweise rechtzeitig in der Hütte.
>
> Und Leute mit mehr Ahnung vom Geschäft als ich haben's auch schon geschafft:
>
> <http://photos.16m2.nl/default.asp?image_name‡200845140.jpg&folder_id
> 887&image_id)6730&page=main> und folgende.
>
> bzw.
>
> <http://www.rheinwoche.org/2006/Galerie%20der%20Rheinwoche%202006/3.Etappe
> _files/P1000690.jpg>

Sehr nett - ich habe bis jetzt nur Kats umgeworfen, die gehen deutlich
weniger auf Tiefe.


>
> > Aber letztes Jahr haben wir in einer Bö beinahe eine
> > Polyvalk flachgelegt. Lt. Vercharterer bekommt man die nicht mehr
> > alleine aufgerichtet.
>
> O weh, ernsthaft? Der Auftriebskörper ist dort zwar der doppelte Boden...
> macht das soviel Unterschied am Drehmoment aus?

keine Ahnung - sie sind mit 650 kg auch deutlich schwerer als eine BM.
Und zumindest das Alu-Rigg (Holzrigg hatte ich, glaube ich, nur ein Mal)
wiegt auch ganz gut. Merkt man, wenn einem beim Segel setzen oder bergen
mal das Piekfall ausrauscht ;-)

(Das ist übrigens auch ein Grund, mal eine "Randmeer" auszuprobieren.
Dann haben auch die Mädels (hoffentlich) auch Lust mal das Groß zu
setzen.)

Der Vercharterer jedenfalls meinte, eine Valk könne er nur mit
Motorboot-Hilfe aufrichten. Ich will es lieber nicht ausprobieren.

Aber die Valken sind schon sehr stabil, wohl durch den Knickspant. Ich
hatte früher nie das Gefühl, auch nur in die Nähe einer instabilen Lage
zu kommen. Bei unserer Fast-Kenterung (wenn es denn eine war - das
Wasser fing gerade an ins Boot zu laufen, als der Steuermann die
Großschot aus der Klemme bekam) kamen dann auch mehrere Bedingungen
zusammen: wir wurden, aus der Windabdeckung einer Insel kommend, von
einer Bö überrascht, von drei Crewmitgliedern saß eine gemütlich in
Lee
und kam da  natürlich nicht mehr weg, und der Steuermann war so
überrascht, daß er erst mal nicht ans Großschot-Fieren gedacht hat.

Vielleicht liegt's auch am Knickspant - ich stelle mir vor, sie kippen
später als ein Rundspanter, aber dann richtig.

>
> Andererseits brauchst du, sobald die aufgerichtet ist, und du den
> ersten Eimer Wasser 'rausgeschaufelt hast, eigentlich nur die
> Selbstlenzer aufzumachen - die ja über dem Auftrieb liegen und also
> tentenziell über die Wasseroberfläche gedrückt werden.  Die
> Auftriebskörper in der BM haben ja den Nachteil, dass sie erst
> 100%ig wirken, wenn das Boot randvoll ist.

Die Lenzer funktionieren aber doch nur wenn das Boot Fahrt macht. Und ob
das aus eigener (Segel-) Kraft geht wenn der Rumpf voll Wasser steht?

>
> Aber ich entsinne mich dunkel der Rigganleitung. 4: ein Reff, 5:
> ein Reff + kleine Fock, 6: 2 Reffs + kleine Fock; 7: in der
> Hafengastronomie Koffie met Appelgebak (ok, das letzte habe ich
> erfunden). Oder war das 5/6/7?

Meine Erfahrungswerte passen zu Deiner ersten Liste. 4 unter Vollzeug
geht, aber mit erstem Reff im Groß segelt es sich deulich entspannter
und nicht langamer (mehrfach mit 2 Booten ausprobiert). 6 mit zweitem
Reff und Sturmfock (haben die meisten Boote leider nicht mehr, sondern
Rollfock) geht gut, aber mehr möchte ich mir nicht antun und würde dann
lieber noch Slagroom zum Appelgebak bestellen. Oder mich der Qual der
Wahl zwischen oude und jonge Genever aussetzen.

>
> > Über Pfingsten wird die Alternative "Randmeer" getestet!
>
> Aha, ein Charterer! Irgendwo muss ein Nest sein!

Ja, und Pfingsten treffen sich alle in Friesland!

Grüße, Helmut

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