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Re: Erfahrung ist, wenn...

Von: RA J. Geraedts. (rajg@gmx.de) [Profil]
Datum: 25.05.2009 08:43
Message-ID: <nafk151qvfj9qohckb09prv5704b3flj37@4ax.com>
Newsgroup: de.rec.sport.segeln
Am 20 May 2009 11:41:00 +0200 schrieb tc-jus@myway.de (Tobias
Crefeld):

>RA J. Geraedts. meinte:
>
>> Das ist der Punkt : Es wird gezahlt ! Dabei könnte es so einfach sein:
>> Kein Geld, keine Entführung ! Das mag im Einzelfall hart sein, ist
>> aber auf Dauer die einzig zielführende Lösung.
>
>Klingt so abstrakt erstmal plausibel und ist ja auch die Forderung der
>Staatsregierungen (oder das, was sich als solches bezeichnet) in der
>Region, die sich zu Recht Sorgen machen, dass mit dem Geld die Banditen
>weiter aufrüsten. Die Frage ist allerdings, ob das nicht einer etwas
>beschränkten, da national- oder meinetwegen eurozentrierten Sicht
>entstammt?
>
>Gilt das nun nur für Yachties? Oder auch für 25-köpfige Besatzungen?
Oder
>für ein vollbesetztes Kreuzfahrtschiff mit 2600 Passagieren plus
>Besatzung? Da gibt es bereits nach 2 Wochen Versorgungsengpässe. Die
>Piraten dort haben Zeit und nur wenig mehr als ihr Leben zu verlieren und
>einen polizeilichen Zugriff müssen sie auch nicht befürchten.

Eben. IMHO macht das keinen Unterschied.

>(...)
>Es gab übrigens mal eine TV-Sendung, in der das AA feststellte, dass die
>Auslagen für Befreiungsaktionen im Ausland, also (unausgesprochen, aber
>auch unwidersprochen) auch Lösegeldzahlungen, vom Staat den betroffenen
>Bundesbürgern in Rechnung gestellt werden. Auch wenn bei der Durchsetzung
>dieser Forderung sicher eher Samthandschuhe benutzt werden.

Darum geht's doch gar nicht : Wenn es was brächte, sollen sie ruhig
zahlen ! Aber das einzige Resultat ist doch, daß die Piraten sehen :
Es funktioniert ! Und munter weiter machen ...   :-[[

Deshalb wie ich schon schrieb : Kein Geld, keine Entführung.

Gruß,

Joachim.

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