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Re: BSU-Bericht - Kollision Fähre LABOE . /. RÖDE ORM am 21. Juni 2008 au f der Kieler Förde

Von: Joachim Reinke (zx6.kein.spam.bitte@gmx.de) [Profil]
Datum: 26.03.2009 23:31
Message-ID: <732e45Fstd7iU1@mid.uni-berlin.de>
Newsgroup: de.rec.sport.segeln
> Hafenbehörde und WSA haben den BSU-Leuten ernsthaft erzählt,
> Jahrelang habe keiner mal auf die Karte geguckt und sich den
> Fahrwasserverlauf angesehen? Der letzte rote Pfahl vor der Brücke
> wurde einfach mit der Nummer versehen, die vorher die Tonne
> vor der Schwentine gehabt haben müßte?

Ich könnte mir vorstellen, daß das durchaus ab und an irgendwem
aufgefallen ist. Aber es ist dann natürlich verlockend, nichts weiter zu
sagen und zu hoffen, daß schon nichts passieren wird.

Was wäre denn ansonsten?

1. Größerer behördlicher Aufwand, das zu ändern (die freuen sich
bestimmt nicht über einen "Naseweis", der das so zur Kenntnis bringt,
daß man leider reagieren *muß*).

2. Das Risiko, bis zur Klärung keine Regatten da mehr segeln zu dürfen.

3. Das Risiko, daß nach der behördenaktlichen Klärung die dann
bestehende Situation dööfer ist als die (ungeklärte) derzeitige.

Wenn man es jedoch nicht meldet, daß da irgendwas nicht stimmt, kann man
sich vielleicht im Fall der Fälle immer noch darauf rausreden, daß das
ja "Jahrzehnte lang noch viel schlauere Menschen ebenso wenig gemerkt
hätten" (Verantwortlichkeitsdiffusion heißt das glaube ich in
psychologendeutsch).

Also so unsauber und verworren die Situation ist/war (und somit
vielleicht auch gefahrenbeladen) - ich sehe durchaus gewisse persönliche
Anreize, die jeden Einzelnen, der es über die Jahre gemerkt hat, dazu
bewogen haben könnten, mal schön die Klappe zu halten...

Joachim

--
Der Preis, den die Freiheit kostet, heißt Verantwortung.

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