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Re: Mikrophon-Positionierung

Von: Sebastian Zuendorf (sebastian@kerngesund.net) [Profil]
Datum: 04.06.2008 22:19
Message-ID: <9itd4457ejajp93n7s6puup7i1lp5d9p5k@4ax.com>
Newsgroup: de.rec.musik.machen
Erhard Schwenk <eschwenk@fto.de> wrote:

>> [1] Messmikros lassen wir mal außen vor
>
>Warum denn? Die färben mit Sicherheit auch, die Physik wird da wohl kaum
>zu überlisten sein, oder?

Nicht weil sie nicht färben würden, sondern weil man allgemein geneigt
sein wird, ein Messmikro möglichst verfärbungsfrei zu konstruieren
(und zwar nach Möglichkeit nicht nur auf Achse).

Gerade bei Gesangsmikrofonen und speziell Großmembranern hat man
hingegen eher die Not zur Tugend gemacht und nutzt eigentliche
Unzulänglichkeiten der Kapseln halbwegs geschickt aus.

Sicher kann man mit einem Brüll&Klirr Messmikro Gesang aufnehmen - die
Frage ist nur, ob man sich die Arbeit machen will, das nachher so
hinzubiegen, wie man es haben möchte, statt gleich ein Mikrofon zu
nehmen, das charakteristisch passt.
Mal abgesehen davon, dass da nicht nur der Frequenzgang auf Achse,
sondern auch off-axis response eine große Rolle spielt, wenn es darum
geht, wie eine Schallquelle in einem gegebenen Raum aufgenommen wird.

Ich würde sagen, dass selbst zwei Mikrofone mit exakt gleichem
Frequenzgang auf Achse komplett unterschiedlich klingen, wenn sie aus
45° besprochen werden. Das ist u.a. für die Wiedergabe eines Raumes
ein wichtiges Kriterium.

Zuendi


--
"Musiker sind schwierige Menschen.
Jeder hat andere schwierigkeiten, der eine mehr, der andere weniger.
Aber einen am Brett haben sie alle!"

Die Partyband vom Niederrhein: http://www.stimmtso.net

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