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REZ: Steinpilzspätzle

Von: Bollerix (9971-3239@centermail.com) [Profil]
Datum: 31.10.2009 12:24
Message-ID: <1rorzavgr6r83$.1pqh7h26ao4rx.dlg@40tude.net>
Newsgroup: de.rec.mampf
Hallo liebe Mampfgemeinde,
==========  REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.01

Title: Steinpilzspätzle
Categories: ???
Yield: 2 Portionen

200     Gramm  Mehl
3            Eier
Wasser
200     Gramm  Steinpilze
2            Schalotten
Frische Petersilie
Butter
Pfeffer & Salz

============================ QUELLE ===========================
R E Z E P T O R
Thorsten Lange
- Erfasst *RK* 10.07.2009 von
- Karl-Heinz Boller

Nach Trüffelspätzle mit das Teuerste, was man mit der schwäbischen
Nudel anstellen kann.

Der Spätzleteig wird zur Feier des Tages mit einem Extra-Ei gemacht,
an Werktagen gilt ja sonst die Regel "ein Ei auf 100 g Mehl". In
einer Schüssel das Mehl mit den Eiern, viel Salz und einem
Kochlöffel zu einem homogenen, festen Spätzleteig zusammenrühren. Je
nach Eiergröße muss vielleicht noch Wasser in homöopathischen Dosen
angegossen werden, wenn der Teig Blasen wirft und sich schwer vom
Löffel löst ist er fertig.

Steinpilze scheinen im Gemüseladen erschreckend teuer, so um die 40
Euro zahlt man für ein Kilo. Aber 200 Gramm sind auf der Waage dann
doch wieder ein erfreulich großer Haufen Pilze, so dass man sie doch
mit einem guten Gefühl nachhause nimmt. Wenn der nette Gemüsehändler
nicht schon vorgeputzt hat nimmt man entweder eine spezielle
Pilzbürste oder den Pilzpinsel, und entfernt damit vorsichtig Erde
oder Dreck. Wer keins der beiden Geräte zu Hand hat, mit einem
Küchenrollentuch geht es fast genausogut. Übrigens sollten Pilze NIE
mit Wasser gewaschen werden, weil sie sich dann vollsaugen und an
Aroma verlieren. Falls unten noch der Fuss dran ist, einfach
abkappen und dann die Steinpilze in dicke Scheiben schneiden.
Petersilie waschen, wieder trockenschütteln, die Stängel ab- und die
Blätter kleinschneiden.

Dann einen großen Topf Salzwasser zum Kochen bringen und den
Spätzleteig portionsweise mit einem geeigneten Gerät (Spätzlebrett,
drücker oder - hobel) reinbefördern. Kurz aufkochen lassen und wenn
die Spätzle oben schwimmen mit einem Schaumlöffel in ein Sieb hieven.
Hat man den ganzen Teig verarbeitet, hält man eine Tasse Kochwasser
für später zurück, gießt den Rest in den Ausguss und leert die
Spätzle wieder in den Topf zurück. Deckel drauf und warmhalten.

Die Schalotten schälen, halbieren, in hauchdünne Ringe schneiden und
in einer Pfanne, einem EL Butter und einem TL Öl goldbraun knusprig
anbraten. Alles auf einem kleinen Teller parken.

In derselben Pfanne nochmal einen EL Butter mit einem EL Öl
schmelzen und bei mittlerer Temperatur die Steinpilze auf beiden
Seiten anbraten. Pilze in der Pfanne dürfen sich nie überlappen,
jeder sollte seinen eigenen kleinen Platz auf dem Pfannenboden haben.
Andernfalls verlieren die oben liegenden Exemplare Wasser und man
brät nicht mehr, sondern kocht eine Pilzsuppe.

Wenn die Steinpilze eine schöne Farbe haben, kommen die Spätzle, die
Hälfte der Schalotten und die Petersilienblätter mit in die Pfanne.
Salzen, (weiss) pfeffern und alles vorsichtig umrühren damit die
Pilze ganz bleiben. Abschmecken und wenn die Sache zu trocken ist,
noch etwas vom Kochwasser angiessen.

Auf die Teller verteilen und mit dem Rest der knusprigen Zwiebeln
bestreuen.

====
Viel Spaß beim Kochen und Genießen wünscht Euch
K a r l - H e i n z

--
»Ich esse kein Müsli, das die Milch nicht lila färbt.« (Calvin)

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