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Re: Butter und/oder Sanela

Von: Erika Ciesla (nomail@invalid) [Profil]
Datum: 26.08.2008 17:02
Message-ID: <g915vs$3un$01$1@news.t-online.com>
Newsgroup: de.rec.mampf

Heinz D. Trost schrieb:
> Holger et al,
>
>>> Margarine war ursprünglich mal die Ersatzbutter im letzten
Krieg, also
>>> ein Produkt der Not. Daraus folgt, seit der Krieg aus und die Not vorbei
>>> ist, sollte die Margarine eigentlich obsolet sein.
>
> genau.

Dennoch muß ich eine kleine Korrektur nachschieben: die ersten Versuche
ein Buttersurrogat zu erzeugen gehen bereits auf das Jahr 1871 zurück.
Die Aussage daß Margarine ein Produkt aus Kriegs- und Notzeiten ist,
bleibt hiervon dennoch unberührt, denn was hatten wir 1870/71? Krieg
zwischen Frankreich und Preußen, voila!

>> Nein, das stimmt so nicht. Margarine ist jetzt auch sehr wichtig und zwar
>> für _Diabetiker_, du darfst nicht von dir auf andere
schließen.
>
> Haste das aus einer Broschüre oder Studie, die direkt oder indirekt
> durch die Deutsche Margarine-Union bezahlt wurde?

Aua, das hat gesessen! :-)

> Auch als Diabetiker halte ich mich an den Rat des
> Ernährungswissenschaftlers Prof. Holtmeier, S-Hohenheim.
> Der sagt nämlich: Margarine besteht aus (zumeist billigem)
Pflanzenöl.
> Da nun Margarine streichfähig sein, aussehen, riechen und schmecken
> soll, wie Butter, werden dem Pflanzenöl zahllose, chemische Zutaten
> zugemischt,- die alle vom Körper zusätzlich
verstoffwechselt werden müssen.

Und Pflanzenfette sind fast ausschließlich Öle, die man gießen,
aber
nicht streichen kann. Um daraus eine streichfähige Paste zu erzeugen
müssen sie gehärtet werden. Hierbei entstehen als
Nebenprodukt
trans-Fettsäuren.

Trans-Fettsäuren erhöhen den LDL-Spiegel (das
»schlechte Cholesterin«)
im Blutserum und senken den HDL-Spiegel, will heißen, Margarine tut
genau das Gegenteil von dem was die oben erwähnte Union stets behauptet.
Im Infolge dessen begünstigen trans-Fettsäuren diverse Herz-
und
Kreislauferkrankungen einschlißelich Arteriosklerose nebst Herzinfarkt
und Schlaganfall.

Quelle:
http://de.wikipedia.org/wiki/Trans-Fetts%C3%A4uren
http://www.dge.de/modules.php?name=News&file=article&sidp9

und andere.


> Da ist es besser und gesünder, stattdessen statt Margarine ein wenig
> Butter zu nehmen, so Prof. Holtmeier.

Die Vorbehalte gegen tierisches Fett treffen auf die Butter ohnehin
nicht zu, denn anders als im Speck, nur mal so als Bespiel, sind die
Fettmoleküle in der Milch relativ kurz und darum für den
Stoffwechsel
bestens geeignet. Bei allem schlechten, was man über die Butter sagt,
handelt es sich um Gerüchte, die in den Werbeabteilungen der
Margarineindustrie geschmiedet wurden.

Ich schränke aber ein, daß ich über die besonderen
Bedürfnisse der
Diabetiker nicht ausreichend informiert bin. Aber wenn Du schreibst, daß
ein Stückchen Butter nicht schaden kann, dann glaube ich das gerne, denn
...

> Heinz
> Lebensmittelkaufmann
> Reform- und Diätkostfachberater a.D.

... Du scheinst mir vom Fach zu sein.


Glückauf!
Erika Ciesla (Mannheim/Deutschland)

--
Fährst Du Fahrrad?
Mußt Du gucken: http://www.erika-ciesla.de

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