Re: Butter und/oder Sanela
Datum: 29.08.2008 01:06
Message-ID: <85zlmwd9j8.fsf@lola.goethe.zz>
Newsgroup: de.rec.mampf
"Heinz D. Trost" <htrost@gmx.de> writes: > Horst et al, > >> >>> Margarinecremetorte wird sich wahrscheinlich nicht sooo toll verkaufen >>> lassen. >> >> Die verwenden auch in ihrem Backwerk Butter und keine Magarine. > > > nein. Als Sohn eines Bäckers habe ich gelernt, daß viele > Buttercremetorten in Wirklichkeit mit Margarine gemacht werden, weil > die Creme damit stabiler ist als die, die man mit Butter macht. Und > sich besser verarbeiten läßt. Also, wenn ich mich noch richtig erinnere, war in der selbst in der konventionellen Buttercremetorte bei Töller schon nur Butter (und Sahne) in der Creme drin: das ist, glaube ich, auch ein Deklarationsproblem. Bei Cremeteilchen oder Bisquitrollen sieht das wohl teilweise wieder anders aus, erinnere ich mich nicht mehr. Kann gut sein, daß Butter nur in explizit genannter "Buttercreme" sein muß. Und auch dann sind die Deklarationen oft nur Mindestmengen. Vollkornbrötchen sind so ziemlich die schlimmsten Deklarationslügen: ab sowas wie 30% Vollkornanteil dürfen die den Namen tragen. Wie auch immer: Ich weiß noch, daß Buttercreme eine der Konsistenzspielwiesen war. Und bei den Biosachen wurde das noch empfindlicher: Honig statt Zucker, Agaragar statt Gelatine, Vollkornmehl statt Auszugsmehl (ich glaube, bei einigem Feingebäck mußte man dann doch Auszugsbiomehl beimischen, sonst ging es nicht. Biskuit?), ausschließlich Butter statt Margarine oder Butterfett, Couverture statt Fettglasur... die Biosachen wurden ja wenigstens auch teurer verkauft. Die konventionellen Sachen hätte man gar nicht kostendeckend herstellen können, wenn man solche Materialien (auch ohne Bioanbau) eingesetzt hätte. Und hinzu kam noch, daß die Gefahr eines Konsistenzdebakels deutlich höher war. Auch ein Kostenfaktor. -- David Kastrup, Kriemhildstr. 15, 44793 Bochum[ Auf dieses Posting antworten ]
