Lachs und Armleuteessen... (was: Butter und/oder Sanela)
Von: Rene Gagnaux (rg_02_news@renegagnaux.com) [Profil]
Datum: 28.08.2008 09:02
Message-ID: <3micb4h1llqrcc8ac3n0pumg4qanki8os4@renegagnaux.ch>
Newsgroup: de.rec.mampf
Datum: 28.08.2008 09:02
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Hallo Jörn Jörn Kirschner <joern.kirschner@web.de> wrote: >Der Lachs zog früher zahlreich den Rhein hoch, um sich in den >Seitengewässern fortzupflanzen. Für die vielen in Basel ansässigen >Fischer war der saisonal beschränkte Fang auf Lachse ein wichtiger >Bestandteil ihres Lebenserwerbs. Historisch ist jedoch belegt, dass >der Lachs zu den teuersten Fischen gehörte, die auf dem Fischmarkt in >Basel zu kaufen waren. > >Welch schöne Zeit muss dass gewesen sein, als der Adel sich ruinierte, >damit er seine Dienstboten mit Lachs malträtieren konnte. > >Dass man für den Pöbel in die Schlacht zog? Ich denke vor dem 19. Jhd. >eine abstruse Idee. Das Kurioseste - und auch Rätselhafte - an diesen Geschichten um Lachs als Essen für arme Leuten - um die 17...19. Jahrhundert - ist wie und warum diese Geschichten überhaupt entstanden sind. Jedenfalls, was Basel betrifft, es wird vom Basler Staatsarchiv bestätigt, dass keine Belege für eine solche Geschichte je gefunden werden konnten, siehe http://www.staatsarchiv.bs.ch/geschichte-basels/faq-geschichte/geschichte-faq-hat-es-lachs e-im-rhein.htm sowie http://www.baselland.ch/046-htm.287387.0.html Die Betonung liegt aber eben darauf, dass man keine historische Belege finden konnte: man kann sich nicht erklären, wie, warum diese Geschichte überhaupt entstanden ist. Salut René -- Die hier verwendete Absenderadresse könnte nur kurzfristig existieren. Um mich sicher zu erreichen: bitte an ReneOnNews AT renegagnaux PUNKT com schreiben.[ Auf dieses Posting antworten ]
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- Daniel Krebs (28.08.2008 10:07)
