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Re: Brotteig, das unbekannte Wesen

Von: Christoph Spies (chspies@arcor.de) [Profil]
Datum: 30.06.2008 11:44
Message-ID: <4868b8ee$0$6619$9b4e6d93@newsspool2.arcor-online.net>
Newsgroup: de.rec.mampf
David Kastrup schrieb:
>
> Ein weiterer Vorteil ist Hygiene...  Es scheint sich immer noch nicht
> rumgesprochen zu haben, daß Bäume nicht scharf darauf sind, von
> Bakterien und Pilzen befallen zu werden.

Ein Vorteil der bei Brotteig gar nichts nützt, aber soweit denken EU
Kommisare wohl nicht. Mal abgesehen davon, daß auch ein Weidengärkorb
problemlos keimfrei zu halten ist, indem der Bäcker den regelmäßig nach
dem Backen noch in den sich abkühlenden Ofen stellt (bei noch gut 100°
überlebt das kein Keim). Das Brot wird ja nach dem ruhen noch gebacken,
und das mit einer von 200° fallenden Temperatur etwa eine Stunde. Selbst
beim versiftesten Gärkorb den man sich vorstellen kann, kommt da ein
Brot garantiert keimfrei und steril aus dem Backofen. Deshalb sind
Hygienebedenken bei Weidengärkörben die seit Jahrhunderten bewährt sind
völlig unbegründet. Aber im Mittelalter liefen die Leute halt auch noch
nicht mit Sagrotanspray in der Tasche rum, und sahen überall
Hygienegespenster wie manche Zeitgenossen heute.

> So hat es beispielsweise Untersuchungen darüber gegeben, wieviel
> unhygienischer Holzschneidbretter gegenüber Kunststoff sind (sprich: wie
> lange sich Bakterien im Vergleich auf den Brettchen halten).

Da ist das auch noch plausibel, hätten sie die Brettchen eine Stunde bei
200° in den Ofen gestellt hätten sie natürlich nichts mehr gefunden. :)

Tschüß
Chris

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